Full Moon Night

Samstagmorgen 4 Uhr30: aufstehen. Es war eine kurze Nacht. Ich war am Abend zuvor noch bei den Gastlosen am fotografieren und kam nach Mitternacht nach Hause. Schnell einen Blick aus dem Fenster. Das Wetter scheint gut zu sein. Leicht bewölkt und man sieht den Mond. Also, packe ich meine Ausrüstung und fahre mit dem Auto an den Burgaeschisee mit einer Bildidee die ich doch schon einige Zeit in meinem Kopf hatte. Heute schien alles zu stimmen. Die Fahrt zum Burgaeschisee dauerte nicht lange. Es war relativ kühl an diesem Morgen für diese Jahreszeit. Es war der 15 Juli und gerade mal 8 Grad. Als ich dort ankam hat sich über dem See einen Nebelschleider gebildet. Die Konditionen für mein Foto waren perfekt. Ich suchte mir den geeigneten Standpunkt für meine Komposition. Am besten, so dachte ich, sei dies von einem Steg. Meine Idee für diese Komposition war: Vollmond, Schleierwolken, Spiegelung des Mondlichtes auf dem Wasser und am Horizont die Silhouette des Waldes welcher den See umzäunt. Die ganze Komposition auf das wesentliche Beschränkt. Die einzige Lichtquelle wäre das Licht des Mondes. Ich wollte einfach mal was ganz anderes von diesem See. Ich entschied mich für eine Hochformat-Komposition, da es mir ja ausschliesslich um den Mond, dessen Spiegelung und die Lichtstimmung ging.

Zu den technischen Details: Ich entschied mich für einen Iso-Wert von 200. Die Blende stellte ich auf f13 mit einer Belichtungszeit von 77 Sekunden. Die Brennweite ist 35mm. Dazu Spiegelvorauslösung mit Kabelfernauslöser. Den Weissabgleich war auf automatisch was mir in den meisten Fällen ein sehr realistisches Resultat liefert – und hier wollte ich die leuchtenden Blautöne der Morgendämmerung „einfangen“.
Die Raw Bearbeitung machte ich in Lightroom: Nachkorrektur des Weissabgleichs, der Tonwerte sowie die Sättigung. Dabei beschränkte ich mich auf das wesentlich. Den Rest erledigte ich dann in Photoshop. Zum Schluss fügte ich dann noch eine Vignette hinzu damit ich den Blick des Betrachters zum eigentlichen Hauptmotiv lenke.Full Moon Night
Technische Details: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@35mm), ISO 200, f 13,                  77 Sekunden

Die Gastlosen

Es war Wettermässig eine sehr abwechslungsreiche Woche. Es ist zwar Mitte Juli doch das Wetter ist wie im April. Eigentlich aber nicht schlecht zum fotografieren. So entschied ich mich am Freitag Abend die Gastlosen zu fotografieren.
Die Gastlosen sind eine markante Bergkette aus Kalkstein im Grenzgebiet der Kantone Bern, Freiburg und Waadt. Ich hatte schon verschiedene Bilder von anderen Fotografen der Gastlosen Bergkette gesehen – nun, wollte ich die Gegend selbst mal erkunden.
Ich erkundigte mich schon mal im Internet über die Gegend. Ich entschied mich dann für die Gegend westlich der Gastlosen so hätte ich nach meinen Berechnungen die Abendsonne auf den Kalksteinfelsen und so das Wetter mitmacht ein Alpenglühen. Dazu visualisierte ich dann noch einen dramatischen Abendhimmel. Dies war in etwas so meine Idee für das Bild.
Wie gut sich das realisieren liess, war und ist natürlich von ein paar bestimmten Faktoren abhängig: Was habe ich dort für Kompositionsmöglichkeiten? Lässt sich meine Vorstellung umsetzten? Finde ich einen guten Platz zum Fotografieren? Ich kannte die Gegend noch nicht! Und macht das Wetter mit!
Doch Mutter Natur ist launenhaft und gibt uns nicht immer das was wir gerne hätten.
So auch wieder an diesem Abend.
Als ich in mein Auto stieg und losfuhr, sah es Wettermässig vielversprechend aus. Ich dachte nur, vielleicht zu viele Wolken und hoffte dass nicht alles Wolkenverhangen sei. Doch als ich mit dem Auto an meinem gewählten Ausgangspunkt ankam, stellte sich heraus das meine Befürchtungen für nichts waren. Im Gegenteil: es war schon fast zu schön. Nur ein paar kleinere Wolken. Ich machte mich auf den Weg und nach ungefähr 1 ½ Stunden fand ich einen passenden Platz für meine Bildidee.
ich hatte gerade noch genügend Zeit mein Equipment aufzustellen und schon setzte das Abendrot ein. Da hatte ich wieder mal Glück: Gerade noch im richtigen Zeitpunkt einen guten Standort gefunden zu haben. Doch hatte ich in anderer Hinsicht etwas weniger Glück: inzwischen war der Himmel wolkenlos. Nun ja, manchmal muss man eben das nehmen was man kriegt. Das Alpenglühen war fantastisch……..ich entschied mich für ein Panorama. Dazu machte ich 7 Einzelaufnahmen welche die ganze Gastlosenkette zeigte, welche ich dann in Photoshop zu einem Panorama zusammenfügte.Die Gastlosen
Technische Details: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@24mm), ISO 200, f 13, 0.8 Sekunde, Polarisations-Filter um Farben zu sättigen, ND Grad Filter 0.3

Lichtspiele

Ich sass zu Hause vor meinem PC und entwickelte Bilder als ich eine kleine Pause machte und aus dem Fenster schaute: Dies wird ein guter Abend für Landschaftsfotografie.

So packte ich meine Fotoausrüstung, stieg ins Auto und fuhr zum Burgaeschisee. Immer wenn ich zu Hause bin und sich eine interessante Stimmung ankündigt gehe ich zu diesem kleinen See. Ich parkte mein Auto beim Schwimmbad und marschierte am See entlang bis ich zu einem guten Platz kam für Abend-Stimmungs-Fotos. Die Sonne stand noch etwas hoch, so hatte ich genügend Zeit das Bild durch den Sucher der Kamera zu komponieren. Da der Himmel sehr dramatisch war und ich einen spektakulären Sonnenuntergang erwartete, wollte ich das Bild so komponieren, dass der Himmel einen wichtigen Teil des Bildes wird.

Da die Spiegelung im Wasser nicht so schön war und ein  grosser Teil davon mit Seerosenblätter zugedeckt war, entschloss ich mich den Steg als Vordergrund Objekt zu benutzen der mich auch ins Bild hineinführen sollte. So hatte ich einen interessanten Vordergrund und dennoch reflektierendes Licht auf dem Wasser.Lichtspiele

Um den Kontrastumfang zu kontrollieren entschloss ich mich für einen Lee Grad Filter von 0.9ND. Auch so war es noch sehr delikat richtig zu belichten ohne das die dunklen Stellen zu schwarz sind und der Streifen über dem Horizont ausfrisst. Ich entschied mich zuerst einmal für eine einzige Aufnahme und dann einem „double processing“ der „RAW-Datei“.

Als ich dann alles fertig eingerichtet habe, gesellten sich noch 3 Fischer zu mir, die gerade Köder ins Wasser werfen wollten um in den nächsten Tagen Karpfen zu fangen.

So während ich auf das perfekte Licht wartete, bekam ich einen Lehrgang im Karpfen fischen.

Die Wolken zogen vorbei und das Licht wechselte sich ständig und schlussendlich färbten sich die Wolken rot. Es gab zwei Fotos an diesem Abend – keine schlechte Ausbeute für ca.   2 ½  Stunden „Arbeit“.

Ich machte versuche mit verschiedenen Belichtungszeiten als auch mit einer Belichtungsreihe. Ich wollte dann zu Hause entscheiden welches Ausgangsmaterial das Beste ist, um das Bild zu „entwickeln“. Schlussendlich entschied ich mich, als ich die Bilder zu Hause am PC gutachtete, für ein „double processing“ einer „RAW-Datei“. Im RAW-Converter entwickelte ich zuerst das Bild für die dunkleren Tonwerte und lade es als „Smart Object“ in Photoshop wo ich die Ebene als neue „Smart Object Ebene“ kopiere und anschliessend das diese Ebene für die hellen Tonwerte „anpasse“. Danach werden die zwei Ebenen manuell mit Hilfe von Ebenen-Masken zu einer zusammengefügt. Danach noch meine Standard Korrekturen und Anpassungen von Farben, Sättigung und Tonwerte.

Technische Details: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@16mm), ISO 200, f 16, 1/25 Sekunde, ND Grad Filter 0.9, „double processing“ einer RAW Datei

Rheinfall

Nachdem wir eine Woche vorher am Rheinfall waren um mich mit der Gegend etwas vertraut zu machen und mögliche Bildkompositionen zu eruieren – ich war ja schon etliche Jahre nicht mehr am Rheinfall in Schaffhausen – fuhr ich Anfang Juni früh morgens Richtung Schaffhausen an den Rheinfall. Ich kalkulierte meine Abfahrtszeit so, dass ich um ca. 4:30 am Rheinfall ankam. Meine Absicht war den Rheinfall in den frühen Morgenstunden in weichem Licht zu fotografieren. Natürlich hoffte ich auch auf einen evt. dramatischen Sonnenaufgang mit rot gefärbtem Himmel. Leider hatten wir an diesem Morgen eine hochnebelartige Bewölkung. Trotzdem gutes Licht für Wasserfälle zu fotografieren.

Ich überlegte mir lange ob Morgen oder Abends besser wäre um den Rheinfall zu fotografieren. Da ich annahm, dass es am Morgen weniger Besucher oder sogar gar keine haben würde, entschied ich mich für die frühen Morgenstunden. Und so war es auch. Es gesellten sich später dann nur ein paar Fischer dazu, die mich aber nicht weiter störten.
Zum Glück war ich eine Woche zuvor schon dort um die Gegend zu erkunden, so wusste ich schnell wo ich hingehen sollte um meine gewünschten Bildkompositionen zu machen.

Als erstes entschied ich mich für einen Gesamtanblick von oben herab. Zu dieser Zeit fing gerade die „Blaue Stunde“ an, dass heisst die Zeit zwischen nächtlicher Dunkelheit und Sonnenaufgang. Diese Lichtstimmung wollte ich nutzen für mein erstes Bild vom Rheinfall.

Ich ging also zu einer kleinen Plattform von wo aus man einen schönen Ausblick auf den Rheinfall und dessen Umgebung hatte. Für den Vordergrund wählte ich die Bäume unterhalb des Aussichtspunktes welche mir eine Tiefe im Bild vermitteln sollten. Da es an diesem Morgen noch relativ windig war, wollte ich dies auch noch zusätzlich nutzen. Mit Iso 200 und dem „Availbale Light“ (dem verfügbaren Licht der Dämmerung) hatte ich gerade eine gute Belichtungszeit um den Windeffekt in den Bäumen sichtbar zu machen und auch das Wasser des Rheins schön weich werden zu lassen. So machte ich ein paar Fotos bis ich mit dem Resultat zufrieden war. Ich wollte, dass das Wasser sich Strahlenförmig vom Fall entfernte. Dies gelang mir schon nach wenigen Versuchen. Natürlich braucht es dazu Glück.
DSC_3583Rheinfall
Für das zweite Bild ging ich hinter den Fall, dass heisst ich wollte den Fall in Fliessrichtung fotografieren. Für diese Aufnahme hoffte ich auf den Sonnenaufgang oder eben auf den dramatisch gefärbten Himmel, was sich aber leider nicht einstellte. So musste ich mich mit dem begnügen was mir das Wetter bot. Mit einem Grauverlaufsfilter wollte ich erreichen, dass ich im Himmel die Struktur nicht verliere. Auch wollte ich hier wieder das Wasser weich und dynamisch haben. Als Vordergrund wählte ich die Pools und das „Seitenbächlein“ des Rheinfalls welche das Auge ins Bild und zu den zwei Inseln führen sollte.
DSC_3591Rheinfall

Schlussendlich noch zum dritten und letzten Bild dieses Morgens: da wollte ich eine Detail-Aufnahme vom Rheinfall. Ich setzte hierfür den Weissabgleich absichtlich auf Tageslicht, da ich gerne den blauen und kalten Farbton des morgens hervorheben wollte. Ich montierte mein 70-200mm Objektiv plus Konverter auf die Kamera um mich in den Rheinfall hinein zu zoomen. Als Hauptobjekt in meiner Komposition wählte ich ein Schild welches mitten im Wasser war .Ich wollte hier nur Wasser und dieses Schild in meiner Komposition haben. Ich montierte noch zusätzlich meinen Polfilter auf das Objektiv um evt. Reflexionen zu mindern und für etwas kräftigere Farben zu bekommen.

DSC_3594Rheinfall

Technische Details:

DSC_3583: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@35mm), ISO 200, f 13, 13 Sekunden
DSC_3591: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@24mm), ISO 200, f 13, 3 Sekunden, Polarizer
DSC_3594: Nikon D700, 70-200 Objektiv (@200mm)& Konverter (2x), ISO 200, f 8,     1/8 Sekunden, Polarizer


Am Simplon

Wir waren auf der Rückfahrt von Domodossola über den Simplon Pass. Es regnete den ganzen Tag mehr oder weniger nur in Strömen. Kurz vor der Passhöhe sah ich beim Vorbeifahren, was ich dachte, könnte ein gutes und interessantes Motiv sein. Der Waldboden war flächendeckend grün mit Gras bewachsen und die Baumstämme waren ein schöner und starker Kontrast dazu. Es kommt selten vor, dass man ein wirklich gutes Fotomotiv von der Strasse aus sieht. Wir wendeten das Auto und hielten an der benannten Stelle an. Ich stieg aus dem Auto um zu schauen ob das Motiv wirklich das bot was es versprach beim vorbeifahren.
Der Waldboden war mit saftigem grünen Gras überwachsen welches durch den anhaltenden Regen noch intensiver wirkte, vereinzelt hatte es grosse Steine verteilt im Wald und die dunklen, fast schwarzen Baumstämme gaben einen guten und schönen Farbkontrast zu dem saftigen grün.  Eine ähnliche Komposition hatte ich schon länger in meinem Kopf und nun wollte es der Zufall, dass ich sozusagen dieses Motiv auf dem Silbertablett serviert bekam. Na ja, fast, den es war ja nicht hundertprozentig meine vorgestellte Komposition. Man sollte sich sowieso nicht blenden lassen von seiner Vorstellung einer bestimmten Bildkomposition, den man läuft sonst Gefahr, dass man so auf die „Vorstellung“ fixiert ist, dass man viele andere gute Bildkompositionen verpasst – oder noch schlimmer man sie nicht einmal wahr nimmt.

Nachdem ich sorgfältig die Gegend erkundet habe und mich achtete keine Gräser zu zertrampeln,  fand ich meine Kameraposition und meine Komposition. Da es immer noch in Strömen regnete, platzierte ich einen Regenschirm über der Kamera damit ich in aller Ruhe mein Bild komponieren konnte und die Kamera Einstellung vornehmen konnte.
Ich benutzte mein Weitwinkel-Objektiv mit einer Brennweite von 16mm und ging so nahe wie möglich an das Farn heran um es als Führung ins Bild und Hauptobjekt im Vordergrund zu nutzen. Aus diesem Grunde entschied ich mich auch für ein „Focus Stacking“. Dass heisst ich machte 4  Einzel-Aufnahmen mit dem gleichen Bildausschnitt wobei ich jedes Mal auf einen anderen Punkt fokussierte. Damit will ich ein Maximum an Tiefenschärfe erreichen. Ich hätte auch eine kleinere Blende wählen können, doch ein „Focus Stacking“ liefert mir für einen grossen Print die viel bessere Qualität. Wann immer es mir die Situation erlaubt, mache ich in solchen extrem Fällen ein „Focus Stacking“. Leider konnte ich gerade ein Bild so machen und dann begann es zu winden, was ein „Focus Stacking“ unmöglich macht. Also entschied ich mich für die weiteren Aufnahmen für eine kleinere Blende.Simplon
Technische Details: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@22mm), ISO 200, f 9, 1/10 Sekunden, 4 einzelne Belichtungen für grössere Tiefenschärfe

Sunflowers

SunflowerIch wollte dieses Jahr endlich mal meine Idee umsetzten mit dem Sonnenblumenfeld und der Morgen- oder Abendstimmung. Dramatischer Himmel in verschiedenen orangen und roten Farbtönen, dazu die Sonnenblumen im Vordergrund und weites offenes Land. Sicher nicht einfach in der dicht besiedelten Schweiz. War auch schon lange am erkunden wo dieses Jahr die Sonnenblumenfelder sind………bis jetzt war ich leider noch nicht so erfolgreich. Auch nicht mit diesem Feld im Berner Seeland, Region Biel. Ich entdeckte dies vor ein paar Wochen und nun als die Sonnenblume zu blühen beginnen, ging ich ein paarmal vorbei um zu schauen wie weit sie schon sind. Dachte mir dies könnte ein gutes Motiv sein am Morgen. Leider richteten sich die Sonnenblume nicht nach meiner Idee und Vorstellung. Also musste ich meine Pläne an diesem Morgen umstellen und suchte nach einer anderen geeigneten Komposition. Zu meinem Ärger wäre der Himmel an diesem Morgen perfekt gewesen, das Licht schön warm und weich…..nur die Sonnenblumen schauten in die falsche Richtung. Trotzdem ich wollte dieses schöne morgendliche Licht nutzen und mein erstes Sonnenblumenbild von diesem Jahr machen. Also entschied ich mich für eine Komposition wo nur das Feld zu sehen ist mit ein zwei bis drei Sonnenblumen im Vordergrund. Jetzt musst ich nur noch die geeigneten Sonnenblumen finden und diese in eine ansprechende harmonische und geordnete Komposition bringen. Ich benutzte dazu mein Nikkor Af-S 16-35mm. Da ich nur das Sonnenblumenfeld in meinem Rahme haben wollte, entschied ich mich für eine Brennweite von 35mm. Um die Farben etwas kräftiger und lebendiger zu machen, setzte ich noch einen Polfilter auf das Objektiv. Das Stativ war so weit wie möglich in der Höhe ausgefahren damit ich die Sonnenblumen leicht von oben herab fotografieren konnte. Das Bild komponierte ich im „Live View“ Modus, da ich in dieser Höhe nicht mehr durch den Sucher schauen konnte. Ich entschied mich für eine Blende von f13 und einer Belichtungszeit von ¼ Sekunden. Da ich so nahe wie möglich an die Sonnenblumen im Vordergrund heranwollte um diese zu betonen war es mir auch nicht mit der kleinsten Blende möglich alles in eine Schärfe-Ebene zu bringen, was ich eigentlich wollte. Ich wollte ein Maximum an Tiefenschärfe. Um Beugungsunschärfe zu vermeiden stellte ich meine Blende wieder zurück auf f13 und entschied mich mehrere Fotos zu machen und bei jedem Foto den Fokus auf eine andere Ebene zu fokussieren damit ich mal jede Ebene von vorne bis hinten im Bild im Fokus hatte. Dies war möglich mit 4 Aufnahmen. Somit wollte ich erreichen, dass ich zu Hause am PC diese 4 Bilder zu einem zusammenfügen kann. Dies geht heute relativ einfach, da Photoshop sehr gut erkennt welchen Teil des Bildes in der Schärfe-Ebene liegt. In Lightroom habe ich die RAW-Entwicklung vorgenommen und dann die 4 Bilder als Ebene in Photoshop geladen. Danach die 4 Bilder miteinander ausgerichtet um evt. Verschiebungen auszugleichen. Anschliessend habe ich die 4 Bilder untereinander überblendet wobei Photoshop automatisch die fokussierten Ebenen erkennt. Danach noch ein feinjustieren der Kontraste mit Tony Kuyper’s Lumonisity Mask Technik, die Farben noch etwas korrigieren und fertig waren meine „Sunflowers“.

Alpenglow

Also, hier mein erster wirklicher Beitrag.

Stefan Grünig, ein Fotograf aus dem Berner Oberland/Schweiz war so nett und erzählte mir über diesen Platz in den Berner Alpen wo im Frühjahr ein Meer von Krokussen blühen. So packte ich an einem Freitag meine Sachen und fuhr Richtung Berner Oberland, Beatenberg und wanderte zum Oberburgfeld. Stefan erklärte mir den Weg so gut, dass man ihn ohne Probleme fand. An dieser Stelle nochmals vielen Dank. Ich weiss das sehr zu schätzen. Der Frühling kam früh dieses Jahr und wir hatten Temperaturen über dem monatlichen Mittelwert. So blühten die Krokusse früher als gewohnt. Stefan war schon im Oberburgfeld oben gewesen und inspiriert durch seine Bilder, wollte ich auch mal das Oberburgfeld erkunden gehen. Leider kam dann ein Kälteeinbruch und es schneite in den Bergen wieder. So entschied ich mich sobald das Wetter wieder besser ist, ins Oberburgfeld zu gehen. Nun, ich war mir Bewusst, dass die Bedingungen alles andere als optimal waren, da es die letzten zwei Tage in den höheren Lage eine Schneedecke gab. Trotzdem dachte ich, es wäre auch ein guter Trip zum erkunden der Gegend und mit etwas Glück könnte es am Abend eine dramatische Stimmung geben. Meine Vision war, Abendrot, Alpenglühen und ein dramatischer Himmel mit Eiger, Mönch und Jungfrau.
Schon kurz nach der Ortschaft Beatenberg musste ich aber das Auto am Wegrand stehen lassen und zu Fuss weiter gehen, da es noch Schnee auf dem Weg hatte und ich mit meinen schon montierten Sommer Reifen keine Chance hatte dort durch zukommen.
Nach einem etwas längeren und anstrengenden Marsch erreichte ich aber schlussendlich das Oberburgfeld. Wie ich eigentlich erwartet hatte, waren die Krokusblüten geschlossen und es hatte immer noch grössere Flächen welche mit Schnee bedeckt waren…..so machte ich mich auf den Weg und erkundete dort oben etwas die Gegend……dabei entstanden drei Fotos an diesem Abend………nach Sonnenuntergang ging es dann wieder zurück zum Auto….dieses hier ist eines dieser Bilder: das Bild kommt ziemlich nahe an meine Vision. Ich hatte auch ein wenig Wetterglück. Kurz vor Sonnenuntergang öffnete sich die Wolkendecke im Westen und liess die Sonne durchscheinen. Auch die Wolken um das Jungfrau-Massiv lockerten sich ein wenig auf, was den Blick frei machte auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Ich entschied mich für ein Panorama. Ich montierte mein 70-200mm Objektiv auf die Kamera und machte 7 Einzelaufnahme welche sich ungefähr zur Hälfte überlappten um sie später dann im Photoshop zu einem Panorama zusammen zu fügen. Die Stimmung war einzigartig und ich habe dies so noch nie gesehen. Die Bergspitzen waren über der Wolkendecke und die Berge glühten im Abendrot während unten im Tal alles kalt erschien. Schöne warme Farben über den Wolken und unter den Wolken ein kaltes Blau. Das Bergmassiv bot ein Panorama förmlich an. So war die Komposition schnell klar.Alpenglow

Meine Entwicklungsschritte zu Hause am PC waren dann folgende: Die RAW Dateien wurden in Lightroom „entwickelt“. In Lightroom wurde aber nur das nötigste gemacht. Objektivkorrektur, Weissabgleich Nachjustierung, Kontraste und Sättigung. Alle 7 Bilder wurden so „eingestellt“, dass alle gleich aussahen, betreffend Belichtung, Kontraste und Weissabgleich. Danach habe ich sie in Photoshop als Ebene geladen. Anschliessend habe ich die 7 Bilder zu einem Panorama zusammengefügt. Wenn das Panorama perfekt ist und man keine Übergänge mehr sieht, habe ich dann die „Feinjustierung“ vorgenommen. Dabei benutze ich oft „Tony Kuyper’s Luminosity Masks“. Mit diesen Masken regle ich die Kontraste, die Sättigung die Luminanz und die Farbe.  Mit dem Abwedeln und Nachbelichten korrigierte ich dann noch einzelne Stellen im Bild, wobei ich hier nie die Werkzeuge in Photoshop benutze, sondern auch mit den „Luminosity Masks“ arbeite. Ich habe dabei viel mehr Kontrolle. Danach habe ich das Bild wieder in Lightroom geladen, wo ich es dann noch zugeschnitten habe auf mein gewünschtes Format und zum Schluss für die dementsprechende Ausgabe noch nachgeschärft. Die „Entwicklung“ dieses Bildes erwies sich als relativ schwierig, da die Farbgebung mir etwas Kopfzerbrechen machte.

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Hier möchte ich euch zukünftig Infos zu meinen Bildern geben, so eine Art “Making of….”, Berichte über Foto-Trips, Reise-Berichte und Neuigkeiten rund um nature-momwnts.com!
Auch möchte ich Euch einen Einblick geben, wie ich arbeite um meine Landschaftsmotive so in Szene zu setzten wie ich mir das vorstelle und meine Gedanken mitteilen, warum und wie ich dieses Bild gemacht habe.
Auf meiner Haupt Website http://nature-moments.com könnt Ihr übrigens meine Bilder anschauen gehen.
So stay tuned!!!!