Neu Falkenstein

Auf meinem Weg ins Baselbiet, wo ich in letzter Zeit häufig fotografiert habe, fuhr ich oft bei der Ruine „Neu Falkenstein“ vorbei. An einem Mai-Abend als es gewitterhaft war, unterwegs ins Baselbiet fuhr ich ebenfalls wieder bei dieser Ruine vorbei. Die Stimmung und das Licht um diese Ruine war so mystisch, dass ich mir noch beim vorbeifahren überlegte ob ich nicht hier fotografieren sollte an diesem Abend. Doch ich hielt an meinem „Plan“ fest und fuhr in die Region des Chilchzimmersattels. Wollte die Belchenfluh fotografieren und hoffte dort ebenfalls eine solche interessante Stimmung anzutreffen. Doch angekommen auf dem Chilchzimmersattel, wurde ich enttäuscht. Auf der anderen Seite war blauer Himmel. Weit und breit keine Wolke zu sehen und nichts mit dramatischer und mystischer Stimmung. Jetzt konnte ich einfach losziehen und dann warten, dass sich trotzdem noch was ergeben würde oder ich konnte auch wieder zurückfahren zu der Ruine. Ich entschloss mich zur Ruine „Neu Falkenstein“ zurück zu fahren. Doch dort angekommen war auch hier die Stimmung jetzt nicht mehr so intensiv und mystisch. Trotzdem durch das eindunkeln und den Restwolken bot sich dennoch eine interessante Stimmung. Da es in den nächsten Tagen gewitterhaft bleiben sollte, entschloss ich mich immer wieder bei dieser Ruine vorbei zu schauen. Dabei entstand eine Serie von Aufnahmen von denen ich hier zwei zeigen möchte.

Kurz zur Geschichte der Burg. Die Burg wurde im 12 Jahrhundert durch die Herren von Falkenstein gegründet. Während dem grossen Erdbeben von 1356 in der Region Basel wurde die Burg zerstört und danach wieder neu aufgebaut. Deswegen der Name „Neu Falkenstein“ obwohl diese älter ist als die Burg „Alt Falkenstein“ bei Klus auf der anderen Tal Seite.
Bis im Juli 1798 als Neu Falkenstein von der wütenden Landbevölkerung während der Helvetischen Revolution in Brand gesteckt wurde, war die Burg Sitz des solothurnischen Landvogts der Herrschaft Falkenstein. Danach wurde die Burg ihrem eigenem Schicksal überlassen und zerfiel bis sich im Jahre 1900 die Dienstagsgesellschaft von Balsthal der Ruine annahm und mit der Konservierung von Neu Falkenstein begann.Neu Falkenstein
Technische Details: Nikon D700, 70-200mm Objektiv (@120mm), ISO 200, f 11, 1.6 SekundeNeu Falkenstein3
Technische Details: Nikon D700, 70-200mm Objektiv (@130mm), ISO 200, f 11, 1/200 Sekunde

Making of…….”Bachalpsee”

Am 31 Juli (2011) entschied ich mich endlich mal an den Bachalpsee fotografieren zu gehen. War schon vor 2 Jahren mal dort oben am fotografieren, doch war die Stimmung damals nicht so wie ich es mir vorstellte. Der 31 Juli schien vielversprechend zu sein, hatten wir doch interessante Wolken am Himmel. Doch dies kann sich ja in den Alpen schnell ändern. Und so war es auch. Leider! Als ich auf der First oben ankam mit meiner Kamera Ausrüstung, Schlafsack und Zelt sah es noch gut aus.DSC04428-Web
Also marschierte ich los Richtung Bachalpsee. Dort angekommen, zogen grosse Wolken auf und diese verdeckten bald den Blick auf die Berner Alpen. So verbrachte ich den ganzen Abend inmitten einer Wolke am Bachalpsee. Manchmal sah ich nur noch ein paar Meter weit. Nun, ich musste das beste aus der Situation machen und da machte ich mich auf den Weg für Detail-Aufnahmen und nutze das vorhandene diffuse Licht dafür. Zwischendurch lockerten sich die Wolken ein wenig und man sah zumindest ans andere Ende des Bachalpsees was ein paar Interessante Lichtsituation ergab. Da machte ich ein paar Gegenlicht DSC04419-WebAufnahmen mit der Sonne welche sich versuchte durch die Wolken zu kämpfen, im Vordergrund den Bachalpsee der dann am anderen Ende in den Wolken verschwand. So gegen 10 Uhr Abends gab ich die Hoffnung auf, dass sich an diesem Abend noch was ändern               wird und hoffte auf den nächsten Morgen. Ich stellte den Wecker auf 4.30 Uhr und als ich aus dem Zelt schaute, erblickte ich einen Sternenklaren Nachthimmel. Ich wollte das erste Licht des Tages nutzen wie es die Berge erhellte mit dem Bachalpsee im VG. Leider waren auch an diesem Morgen für meine „Vision“ die Bedingungen nicht optimal. Erstens hatte es keine Wolken am Himmel und zweitens ging ein leichter Wind und somit gab es keine Spiegelung im See. Trotzdem kam ich mit ein paar Aufnahmen nach Hause. Nach einem eher bescheidenen Frühstück bestehend aus ein paar Getreide Riegeln, Nüssen, Brot und einer Scheibe Käse und Wasser packte ich meine Ausrüstung und marschierte nach Grindelwald zurück wo ich dann gegen Mittag ankam.Bachalpsee
Nikon D700, f11, 97Sekunde, Iso 200, 35m#2-4939
Nikon D700, F14, 1/2 Sekunde, Iso 200, 19mm

Blending Technik (Frühling Baselbiet)

Es gibt verschiedene Möglichkeiten mehrere Belichtungen zu überblenden. Viele benutzen heute spezielle HDR Software, welche zwar zu schnellen Ergebnissen führt, doch meist unnatürlich und übertrieben aussieht – zumindest für meine Bedürfnisse. Besser ist das manuelle überblenden. Dies dauert zwar etwas länger und braucht auch etwas Erfahrung, doch sprechen die Ergebnisse für sich selbst. Das Resultat sieht viel natürlicher und präziser aus.
Beim manuellen Überblenden gibt es nicht eine Lösung für alle Fälle. Manchmal reicht schon eine einfache Verlaufsmaske, doch in den meisten Fälle ist es doch etwas komplexer. Knifflig wird es bei Übergängen von Bäumen zum Himmel. Da muss die Maske sehr präzise sein. Ich war zwar schon bei einem früheren blog Eintrag auf diese Üblendtechnik eingegangen, doch
möchte ich an Hand dieses Bildes zeigen mit welcher Technik ich das Problem hier gelöst habe. Die Basis hier sind zwei RAW Aufnahmen von 1/15 Sekunden und ¼ Sekunden Belichtungszeit mit einer Blende von f13 mit Iso 200 bei einer Brennweite von 16mm. Aufnahmezeit war Abends bei Sonnenuntergang. Weissabgleich habe ich manuell eingestellt und ist natürlich für beide Aufnahmen gleich.
Beide Aufnahmen habe ich in Lightroom importiert für die RAW Konvertierung. Näher möchte ich hier auf diesen Arbeitsschritt nicht eingehen. Anschliessend an die RAW Konvertierung habe ich die Aufnahmen als Ebenen in Photoshop geladen, wobei die hellere Belichtung mein Basis Bild (Hintergrund-Bild) war. Nun brauchte ich eine gute Basis Maske und dazu verwende ich oft TK’s Luminosity Masks (Tony Kuyper). Interessierten empfehle ich seine Website http://goodlight.us/
Hierfür verwendete ich einer seine „Lights Masken“. Man muss es einwenig im Gefühl haben welche Basis Maske man jetzt verwenden soll. Es gibt hier nicht ein „Richtig“ oder „Falsch“. Diese Maske dient mir aber lediglich als Basis welche ich jetzt noch verfeinern muss.
Hierfür verwendete ich jetzt nochmals eine TK’s Luminosity Mask und wählte die entsprechende Maske für meinen Zweck aus und male mit einer geringen Deckkraft mit dem Pinselwerkzeug und weisser Farbe über die entsprechenden Stellen damit von der dunkleren Belichtung in den hellen Bereichen mehr zum Vorschein kommt. Hier muss man sehr vorsichtig vorgehen, damit man es nicht übertreibt und der Übergang natürlich aussieht. Jetzt sah das Ganze schon mal nicht schlecht aus. Aber die Übergänge von den Ästen zum Himmel ist jetzt noch nicht perfekt. Hier hat sich ein Saum um die Äste gebildet und zum Teil sind gewisse Tonwerte grau was nicht sein sollte. Für dieses Problem zu beheben benutzte ich das Abwedler und Nachbelichter Werkzeug und arbeitete mit Tiefen oder Lichter mit geringer Deckkraft bis die Übergänge in der 100% Ansicht sauber sind. Welche Deckkraft man benutzen sollte, ist von Situation zu Situation verschieden. Hier verwendete ich ca. eine Deckkraft von 20-25. Falls das Ergebnis nach diesem Arbeitsschritt noch nicht zufriedenstellend sein sollte, dann kann man noch die Funktion „Option – Maskenkante“ verwenden, damit man es noch verfeinern kann. Die Einstellungen sind auch bei dieser Anwendung von Bild zu Bild verschieden und man muss einfach ausprobieren bis man zufrieden ist. Bei diesem Bild war es jetzt nicht nötig diese Option zu benutzen. Anschliessend verwendete ich noch die Gradationskurve um beide Aufnahmen noch besser aufeinander abzustimmen, damit das Ganze auch harmonisch wirkte.
Somit wäre das Überblenden abgeschlossen und es geht weiter mit der „normalen“ Bearbeitung.Kirschbaum Baselland
Technische Details: Nikon D700, 16-35 Objektiv (@16mm), ISO 200, f 13, 2 Belichtungen für Kontrastumfang von 1/15 Sekunde & 1/4 Sekunde, manuell überblendet in Photoshop

Primeval(urzeitlich)

Wie manche dramatische Stimmungen habe ich wohl schon verpasst? Wie oft habe ich mich schon falsch entschieden betreffend Licht?……..und wie oft konnte ich den inneren Schweinehund nicht überwinden, wenn das Wetter im Moment nicht gerade überzeugend war und mich entschied den Abend lieber gemütlich zu Hause zu verbringen? Oder wie manche Morgenstimmung ich schon verpasst habe, weil ich mich nicht überwinden konnte aufzustehen und dachte, es werde sich nicht lohnen. Doch meistens kann ich diesen inneren Schweinehund überwinden und mache mich auf den Weg. X-tausendmal habe ich diesen Weg vielleicht schon gemacht, Kamera aufgestellt, Bild durch den Sucher komponiert und gewartet und gewartet und gewartet……in der Hoffnung auf das richtige Licht. Doch dann wieder vergebens und du packst alles wieder ein ohne ein einziges Bild.  Doch wie motivierend ist es dann wenn aus dem nichts plötzlich die perfekte Stimmung da ist. Auf einmal stimmt alles. Alles vorher ist vergessen. Genau für diese Momente warten wir und nehmen alle Strapazen in Kauf. Genau so einen Moment durfte ich vor wenigen Wochen im Baselbieter Jura wieder erleben. Irgendwie hatte ich keine Lust mehr noch aus dem Haus zu gehen an diesem Spätnachmittag. Es regnete und es zeigte sich keine interessante Wetterentwicklung. Doch irgendwie konnte ich mich überwinden und eine innere Stimme sagte zu mir, „Hey, was wäre wenn die Wolken doch noch aufreissen und ich Zeuge bin eines einzigartigen Naturschauspiels…ich glaube, ich könnte mir das nicht verzeihen oder würde mich ärgern!“
Also packte ich meine Ausrüstung und fuhr in den Baselbieter Jura. Dort angekommen war ich inmitten einer Wolke. Alles grau in grau. Von der Geissfluh konnte ich nur die Umrisse erahnen. Nun, jetzt war ich dort – also stellte ich mein Stativ auf, versuchte mein Bild zu komponieren – so gut es eben ging da man von der Geissfluh ja fast nichts erkennen konnte. Doch dann wurde es langsam heller und heller und die Wolken schienen sich aufzulockern und dann plötzlich ein Wunder. Ein Wunder der Natur. Durch die Wolken hindurch blinzelt die Sonne und der Himmel färbt sich in den schönsten Farben.
Jetzt musste es schnell gehen. Ich musste meine Kamera neu ausrichten, das Bild neu komponieren und dann auf den Auslöser drücken…………..und dann geht es weiter mit warten, fotografieren, warten, fotografieren…….die Stimmung wechselt nun sehr schnell.
Und es hat sich wieder einmal ausbezahlt, dass ich mich überwinden konnte loszuziehen.
Dieser Abend war einer meiner besten in den letzten paar Wochen und lieferte mir mein Lieblingsbild der letzten zwei Wochen.
Dramatische Stimmung über der Geissfluh im Baselbieter Jura.
Es ist manchmal in diesem bestimmten Moment so einfach in ein „Negativ-Verhaltens-Muster“ zu fallen – der Himmel ist bedeckt und die Wolken scheinen sich nicht zu lockern, das Licht passt nicht, usw………da muss ich jedes Mal wieder lernen nicht an das zu denken was ich nicht habe, sondern das Beste mit dem zu machen was ich habe.Geissfluh3
Technische Details: Nikon D700, 70-200mm Objektiv (@70mm), ISO 200, f 13, 1/100 Sekunde

My First Saltie

Es war unser erster Morgen im Kakadu Nat’l Park. Am Tag zuvor fuhren wir von Darwin zum Kakadu Nat’l Park nach Jabiru, wo ich am Nachmittag ein „Briefing“ mit einem Ranger hatte, betreffend meiner „Bewilligung“ im Kakadu für kommerzielle Zwecke fotografieren zu dürfen. Nach dem kurzen aber interessanten Gespräch mit dem Ranger fuhren wir dann Richtung Ubirr. Ich schlüpfte noch vor Sonnenaufgang aus meinem Schlafsack und packte meine Kamera-Ausrüstung und machte mich auf den Weg zum nahe gelegenen East Alligator River. Es hatte über Nacht leicht geregnet und es hatte noch Restwolken am Himmel so hoffte ich auf eine dramatische Stimmung am Morgenhimmel. So lief ich dem East Alligator River entlang, Kopflampe an und hielt Ausschau für ein geeignetes Motiv – und bewegte mich vorsichtig da ich nicht gerne Frühstück für ein Salzwasser Krokodil werden wollte. Schlussendlich fand ich eine geeignete Stelle für eine Aufnahme. Das Bild komponiert, wartete ich geduldig auf das richtige Licht. Während ich da stand und die Morgenstimmung und die Ruhe genoss, über den East Alligator River blickte, wunderte ich mich über das eine Treibholz mitten im Fluss. Ich beobachtete dieses Treibholz eine ganze Weile und zwischendurch betätigte ich immer wieder der Auslöser der Kamera und begutachtete dann das Bild. Doch dieses Treibholz beanspruchte immer wieder meine Aufmerksamkeit.
Schlussendlich hatte ich mein Bild und wechselte Objektive………den dieses Treibholz machte mir keinen Sinn. Gerade als ich am Objektiv wechseln war, hörte ich es planschen draussen auf dem Fluss, Wasser spritzte hoch und ich sah gerade noch wie sich mein Treibholz explosionsartig bewegte………mein Treibholz lebt?!!!! Doch langsam dämmerte es mir….es wurde auch allmählich heller und ich realisierte, dass mein Treibholz in Wahrheit ein riesen Salzwasser Krokodil ist. Ich war so erfreut darüber: mein erstes wirklich wild lebendes Krokodil….und erst noch ein „Saltwater Croc“…………und nur ein paar Meter draussen auf dem Fluss entfernt. Dieses Gefühl zu beschreiben ist unmöglich. Schnell setzte ich meine Kamera auf das Stativ mit meinem 70-200mm Zoom-Objektiv. Ich konnte eine ganze Menge Bilder machen von diesem „Saltie“……….das Beste aus dieser Serie wurde dann „My first Saltie“

Dies war noch der krönende Abschluss von diesem Morgen am East Alligator River. Zufrieden und glücklich ging es zurück zum Camp wo ein „Bushbreakfast“ auf mich wartete……Toast, Marmelade, Kaffee mit einem Joghurt…….gut, eigentlich kein „Bushbreakfast“, doch ein Frühstück im australischen Outback.My First Saltie
Technische Details: Nikon Equipment, 70-200mm Objektiv (@400mm mit 2-fach Converter),  ISO 320, f 6.3, 1/200 Sekunden, Stativ

Verkleinern & Schärfen für das Web

Bilder für das Präsentieren im Web in der bestmöglichen Qualität zu verkleinern und schärfen kann den entscheidenden Unterschied ausmachen. Korrekt verkleinerte und geschärfte Bilder zeigen mehr Zeichnung und Details und können dem Bild ein professionelles Aussehen geben.
Natürlich sollte jedem klar sein, dass man mit dieser Technik aus einer schlechten unscharfen Aufnahme kein Meisterwerk machen kann. Auch hier gilt, je besser das Ausgangsmaterial umso besser das Endergebnis. Aber es kann durchaus vorkommen, dass ein nicht korrekt verkleinertes Bild dem Originalbild in keiner Weise gerecht werden kann. Genau aus diesem Grunde finde ich es sehr wichtig auch diesem Thema viel Beachtung zu schenken. Leider schenken viele Fotografen der Wichtigkeit des Schärfens nur eine geringe oder gar keine Bedeutung oder ignorieren es einfach. Schärfen ist nicht gleich Schärfen. Ein Print von 40×60 cm wird nicht gleich geschärft wie ein Print  von 10×15 cm oder eben ein Bild welches man im Web präsentieren möchte.
Natürlich gibt es Fotografen, im Amateur wie auch im Profi-Bereich welche dem Arbeitsprozess Ihrer Bilder keine grosse Bedeutung schenken und mit der Qualität Ihrer Welb-Bilder zufrieden sind. Das ist auch völlig in Ordnung.                                                    Weizenfeld-LampenbergLandschaft bei Lampenberg/Baselland, Schweiz

Ich war lange Zeit auf der Suche um meine Bilder optimal für die Präsentation im Web aufzubereiten. Die Qualität meiner Web-Versionen kam niemals an die Qualität des Original Bildes heran. Ich wunderte mich immer wieder über die Detailzeichnung der Bilder anderer Landschaftsfotografen und es ärgerte mich immer wieder weil meine Bilder im Web nicht diese Qualität erreichten.
Ich muss auch eingestehen, dass ich die Ursache für dieses Problem lange Zeit woanders gesucht habe.
Im Herbst 2011 hatte ich das Vergnügen Andreas Resch, ein österreichischen Fotografen Kollegen welcher ich von NPN(Nature Photographers Network) kenne, persönlich kennen zu lernen. Ich traf Ihn und Dietrich Glogger sowie Giovanni Russello beim fotografieren am Stellisee. Angesprochen auf meine Frage wie er das mache, dass seine Bilder so eine ausgezeichnete Detailzeichnung habe antwortete er einfach nur „Das liegt an meinem Schärfungs-Skript“. Wieder zu Hause beschäftigte ich mich ausgiebig mit der Schärfungstechnik und dem verkleinern der Bilder fürs Web. Zum Versuch verwendete ich auch mal das Web-Sharpening Skript von Andreas. Was für ein Unterschied zu all den anderen Schärfungsmethoden die ich bis dahin verwendete. Meine Bilder hatten plötzlich auch in der Web-Versionen einen unglaublichen Detailreichtum – Zeichnung in den dunklen sowie in den hellen Bereichen und auch die kleinsten Details waren klar. Ich war fasziniert. Von diesem Moment an, verwendete ich für meinen Workflow das Web-Sharpening Skript von Andreas Resch.
Ich wollte natürlich dann auch wissen, wie das genau funktioniert und die Basis dieser Schärfungsmethode genau kennen, damit ich dies bei Bedarf auch auf meine Bedürfnisse anpassen kann.
Marc Adamus, ebenfalls ein Fotograf welche ich von NPN kenne, verwendet ebenfalls diese Schärfungstechnik. Von einem Beitrag im Internet von Marc Adamus, erfuhr ich über seine Schärfungs-Methode und kriegte eine „Step by Step“ Anleitung. Dies war mal interessant und gab mir eine Idee wie diese Methode funktioniert. Somit kannte ich die Basis dieser Schärfungsmethode.Geissfluh2
Geissfluh/Baselland, Schweiz

Mit dieser Methode verkleinert man das Bild in mehreren Schritten. Nach jedem Verkleinerungs-Schritt wir das Bild relativ strak geschärft um den Schärfeverlust der Verkleinerung zu kompensieren. Man verkleinert das Bild um das 1.666 fache von der letzten Grösse bis man auf der gewünschten Bildgrösse ist.
Ich möchte mit diesem Beitrag nicht in die Details eingehen, doch möchte ich Euch hier die Basis Schritt für Schritt aufzeigen:
1.)  Das Bild auf eine Ebene reduzieren
2.)  Das Original-Bild um das 1.666-fache von der gewünschten Endgrösse deines Bildes verkleinern. Dass heisst, wenn das Bild auf der längeren Seite 600 Pixel haben sollte, dann solltest man das Bild jetzt auf 1000 Pixel verkleinern.
3.)  Als nächsten Schritt verwendet man den Filter „Schärfen“ (nicht Unscharf Maskieren)
4.)  Danach die Ebene duplizieren
5.)  Verwende jetzt auf die oberste Ebene den Filter „Schärfen“ (das Ergebnis sieht nicht zufriedenstellend aus. Das Bild wirkt jetzt überschärft)
6.)  Anschliessend das Bild nochmals mit dem Faktor 1.666 verkleinern. Dass bedeutet das Bild von 1000Pixel auf 600 Pixel verkleinern.
7.) Im nächsten Schritt verwenden wir den Filter „ Smart sharpen“(Gaussian Weichzeichnen wählen, 0,2 Pixel,80%)
8.) Erstelle nun eine Maske auf der obersten Ebene und passe die Deckkraft der Ebene an und maskiere die Stellen des Bildes welche überschärft wirken. (dies ist in den meisten Fällen nötig)
9.) Zum Schluss kann man die Sättigung des Bildes korrigieren da sich durch den Prozess ein geringer Sättigungsverlust entsteht.
Wie gesagt, dies ist die Basis dieser Schärfungsmethode und diese Schritte können von Fotograf zu Fotograf auch verschieden sein.
Ich persönlich verwende das Skript von Andreas Resch, da es mir viele Arbeitsschritte abnimmt und das Endergebnis einfach unschlagbar ist. Für mich ist momentan dieses Skript erste Wahl: perfekte Qualität und einfach und schnell anzuwenden.
Ich möchte an dieser Stelle Andreas Resch danken, dass er sich die Mühe gemacht hat und sein Skript zur Verfügung stellt. Schaut doch bei Interesse mal bei Andreas Resch vorbei. Der Link dazu ist  http://www.andreasresch.at/2011/09/23/bilder-verkleinern-und-scharfen-furs-internet/
Andreas hat dort eine genaue Anleitung und stellt ein Tutorial zur Verfügung. Andreas Resch ist übrigens ein begnadeter Landschaftsfotograf.Landschaft bei Niederbipp
Landschaft bei Niederbipp/Oberaargau, Schweiz

Cloud Light

Wer meine letzten Arbeiten kennt, dem ist sicher dieser Felsvorsprung namens „Ankenballen“ im südlichen Baselbieter Jura ein Begriff. Diese Landschaft rund um den Chilchzimmersattel wurde im Laufe des letzten Jahres zu meiner bevorzugten Gegend zum fotografieren hier in der Region Nordwestschweiz. An einem Mai-Morgen in diesem Jahr machte ich mich wieder einmal auf den Weg in diese Gegend. Eigentlich beabsichtigte ich an diesem Morgen die Geissfluh im ersten Morgen/Sonnenlicht zu fotografieren, doch als ich nach Langenbruck in das kleine Tal Richtung Belchen einbog und ich diesen Himmel mit den Wolken sah, entschloss ich mich sofort für eine Aufnahme mit dem Ankenballen Felsvorsprung und diesem „brennenden Himmel“. Zum Glück kannte ich die Gegend gut und eine geeignete Komposition war schnell gefunden. Doch irgendwie überzeugt mich die erste Komposition nicht und so entschloss ich mich für eine einfachere Komposition mit meinem Tele-Objektiv: der Felsvorsprung, die diagonale Linie und dem feurig roten Himmel. Dies war eine relativ einfach Aufnahme: das einzige Problem hier war der Dynamikumfang. Dazu machte ich zwei Belichtungen, 1/25 Sekunde für den Vordergrund mit den Bäumen und 1/100 Sekunde für den Himmel welche ich dann in Photoshop manuell überblendete.Ankenballen-Morgen
Technische Details: Nikon D700, 70-200mm Objektiv (@180mm), ISO 200, f 11, 2 Belichtungen für Kontrastumfang von 1/25 Sekunde & 1/100 Sekunde,  manuell überblendet in Photoshop

Meine alte Stadt

„Stille Straßen schlafen noch im ersten Morgengrau, silbern glänzt an grünen Blättern zart der letzte Tau. Tauben putzen auf dem Dach sich für den Tag heraus und die alte Gaslaterne geht ganz langsam aus. Polternd öffnet sich das erste große bunte Tor, Fensterläden gehen auf, Musik dringt an mein Ohr. Ein Zeitungsmann wie jeden Morgen läuft von Haus zu Haus und ein Bäckerjunge trägt schon warme Brötchen aus. In meiner Stadt blieb die Zeit für mich stehn ,in meiner Stadt, wo die Uhren anders gehn. Und bin ich müde, schwach und matt und weiß mir keinen andren Rat, dann besuch ich meine alte kleine Stadt………“ Zitat: (Songtext von Juliane Werding)
Als ich an einem  Samstagmorgen früh im Frühjahr dieses Jahres mit meiner Kamera in der Altstadt von Solothurn unterwegs war, kam mir auf einmal dieser Song von Juliane Werding in den Sinn. Ich erinnerte mich an diesen Song aus meiner Kindheit und irgendwie ist Solothurn für mich diese kleine Stadt. Obwohl ich weder in Solothurn geboren noch aufgewachsen bin, ist für mich Solothurn hier in der Schweiz für mich „Mein Daheim“ geworden. Solothurn hat einen gewissen Charme und wenn ich morgens in der Früh durch die Strassen von Solothurn laufe, kann ich mir in Gedanken sehr gut den Bäckerjunge vorstellen wie er seine warme Brötchen austrägt, den Zeitungsmann welcher die Zeitung austeilt, ein Cafe welches gerade öffnet und der Duft von frischem Brot. Vielleicht ein bisschen heile Welt, doch wie ein Songtext ist auch die Fotografie nicht zwingend die Realität. Meine Bilder zeigen ein Gefühl, was ich sehe und was ich am Betrachter zeigen will. So betrachtet ist es dann schon wieder die Realität. Ich könnte dem Betrachter auch ein anderes Solothurn zeigen –  ein Solothurn wo morgens Bierflaschen im Brunnen schwimmen, der Müll von der Nacht auf der Strasse und in den Gassen der Altstadt liegt, verschmierte Wände……. Die andere Seite der Barockstadt. Doch das ist nicht was ich zeigen möchte. Vielleicht ist mein Solothurn eine Illusion, doch ich versuche dem Betrachter einen Teil meiner Sichtweise darzustellen. Irgendwo dazwischen liegt das wahre Solothurn. Und dennoch, mein Solothurn ist echt. Obwohl ich die Kehrseite unserer Konsum- und Wegwerfgesellschaft am Morgen während meiner Streifzüge durch Solothurn sehe, mich auch darüber ärgere, ist dieses schöne Gefühl der „Meine alte Stadt-Idylle“ in mir……Solothurn-Brunnen
Technische Details: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@19mm), ISO 200, f 11, 1 SekundeSommermorgen
Technische Details: Nikon D700, 70-200mm Objektiv (@70mm), ISO 200, f 11, 30 Sekunde, Big StopperSolothurn-DSC8173
Technische Details: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@32mm), ISO 200, f 11, 38Sekunde, Big Stopper

“Auf der Suche nach………”

Auf der Suche nach aussergewöhnlichen Blickwinkel auf Solothurn und neuen unbekannteren Motive entschloss ich mich mal das relativ neue Hotel an der Aare genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei entdeckte ich diese Skulptur und dachte, mit dieser sollte doch was zu machen sein. Ich versuchte verschiedene Perspektiven und Kompositionen und machte Probeaufnahmen morgens sowie abends. Dies ist nun meine erste Version dieses Motivs. Lichtsituation war: An einem Frühlingsabend in der Dämmerung nachdem die Strassenbeleuchtung angeschaltet wurde. Der Himmel war bewölkt – kurz zuvor zog ein heftiges Gewitter über Solothurn. Meine Kamera war bloss ein paar Zentimeter über dem Boden und ungefähr einen halben Meter von der Skulptur entfernt. Um keine überstrahlten Stellen zu haben, machte ich zwei Aufnahmen – mein Basisbild welches für die dunklen bis hellen Bereichen optimal belichtet ist und eine zweite Belichtung für die Beleuchtung der Innenräume des Hotels. Diese zwei Aufnahmen wurde dann in Photoshop manuell überblendet.Art of Soleur
Technische Details: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@16mm), ISO 200, f 11, 2 Belichtungen für Kontrastumfang von 13 Sekunde & 25 Sekunde, manuell überblendet in Photoshop

Mein Solothurn 5

Solothurn: eine kleine reizende Stadt an der Aare in der Schweiz. Man sagt auch sie sei einer der schönsten Städte der Schweiz. Sie selbst bezeichnet sich als schönste Barockstadt der Schweiz. Warum? Überzeugen sie sich selbst mit einer Bildauswahl meiner neusten Bilder von Solothurn. Solothurn mal etwas anders, abseits der Postkarten-Ansichten.Stadt Solothurn (1)
Technische Details: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@17mm), ISO 200, f 13, 0.6 Sekunde(-0.3), ND Grad Filter 0.6 SoftSolothurn
Technische Details: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@24mm), ISO 200, f 11, 1.6 Sekunde(-0.7)Solothurn Aare
Technische Details: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@30mm), ISO 200, f 11, 2 SekundeSolothurn-Brunnen
Technische Details: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@19mm), ISO 200, f 11, 2 Belichtungen für Kontrastumfang von 4 Sekunde & 1/4 Sekunde, manuell überblendet in Photoshop