Nourlangie Rock

Nourlangie ist ein Felsmassiv im Kakadu National Park im Northern Territory von Australien welches vor allem bekannt ist durch seine Felsmalereien der Aborigines.
Nawurlandja, von dessen Namen sich der Name Nourlangie ableitet, ist einer von zwei bedeutungsvollen Kulturhistorischen Orte im Kakadu National Park. Der obere Teil von Nourlangie Rock ist bekannt als Burrunggui; der untere als Anbangbang.
Die dort zu findenden Felsmalereien sollen schätzungsweise bis zu 20‘000 Jahre alt sein.
Obwohl diese Felsmalereien sehr beeindruckend sind und sie neben denen am Ubirr zu den best erhaltendsten kulturellen Stätten mit Aboriginal Felsmalereien gehören, war dies nicht der Hauptgrund meines Besuchs des Nourlangie Rock.

Der Anbangbang Billabong liegt nicht unweit des Nourlangie Rock. Der Begriff Billabong stammt aus der Sprache der Aborigines und bedeutet so viel wie Wasserlauf, Wasserloch, versickernder Flussarm der sich während der Regenzeit mit Wasser füllt und in der Trockenzeit mehr oder weniger austrocknet.

Der Anbangbang Billabong ist auch ein guter Platz für „Wildlife“ Beobachtungen. Besonders am Abend oder in den frühen Morgenstunden kann man Wallabies beobachten. Auch viele Vogelarten sind hier zu Hause. Aber auch Vorsicht ist geboten wegen den grossen „Saltwater Crocodiles“! Morgens und vor allem Abends ein schönes Motiv wenn der Nourlangie Rock rot leuchtet im Licht der untergehenden Sonne.

So waren wir frühzeitig am Billabong und entschieden uns um den Billabong herum zu wandern. So konnte ich auch schon mal die Gegend erkunden von wo aus ich dann mein Bild machen wollte. Wie vorher schon erwähnt, wollte ich den Felsen im Abendlicht fotografieren wenn er schön rot/orange glüht. Schlussendlich fand ich einen guten Platz mit einer schönen Sicht auf den Nourlangie. Im Vordergrund der Anbangbang Billabong, die Eukalyptus Bäumen am anderen Ufer und dann noch der Nourlangie Rock. Jetzt musste ich nur noch etwas vom Pfad weg, damit ich das Bild so gestalten konnte wie ich es gerne haben wollte. Also lief ich durch das sumpfige Gebiet noch näher ans Wasser ran – natürlich sehr Vorsichtig und immer schaute ich gut ob evt. ein Krokodil in Sichtweite ist. Es war schon ein komisches Gefühl……..als Rückendeckung hatte ich noch Julie, welche auch Ausschau hielt auf Krokodile. Sie war es auch welche mich zurück hielt noch weiter hinaus zu gehen.
Es war leicht bewölkt und ich hoffte die Wolken machen der Sonne im richtigen Moment Platz. Es war unglaublich dieses Lichtspiel zu beobachten welches durch die Wolken und der untergehenden Sonne gesteuert wurde……..zuerst schien die Sonne auf die Bäume welche zwischen Anbangbang Billabong und dem Nourlangie waren, danach arbeiteten sich die Sonnenstrahlen den Felsen hoch bis er komplett rot glühte. Danach verschwanden die Eukalyptus Bäume wieder im Schatten und mit dem Untergang der Sonne nahm auch die Leucht-Intensität des Felsens wieder ab.
Es war ein beeindruckender Abend am Anbangbang Billabong. Nun mussten wir beim eindunkeln noch den halben Weg um den Billabong zurück zu unserem Toyota Land Cruiser wandern. Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen zu erwähnen, ich entlehnte auf dem Weg zurück meine Sonnenbrille noch an ein „Saltie“ Falls ihr ein „cooles“ Krokodil seht mit einer Sonnenbrille auf, das wäre dann meine!
Eines wusste ich schon auf dem Rückweg zum Auto genau: hierher komme ich wieder. Die Landschaft ist ein Traum und ich liebe den Duft von Eukalyptus in der Luft. Ich hatte mein Bild auf dem Chip……..und so für mich dachte ich: „Hey, du bist schon unwahrscheinlich privilegiert, solche Plätze zu bereisen und Zeuge zu sein dieser Wunder der Natur!“Sundown Nourlangie,Anbangbang Billabong, Kakadu Nat'l Park

Abstract

Fotografie ist die Kunst, Licht auf einen Film oder den digitalen Sensor einer Kamera zu bannen. Es ist für mich aber noch viel mehr. Es ist auch eine Form der Kommunikation: die Landschaft mit Hilfe des Lichtes, der Farben und der Stimmung durch die eigene Sichtweise in Gefühle zu fassen und dem Betrachter des Bildes zu übermitteln. Es ist mehr als nur eine Wiedergabe des „Sehens“, sei es jetzt eine grandiose Landschaft oder eine intime Aufnahme einer Blüte. Es ist auch die Liebe, den Respekt und die Ehrfurcht zur Natur kombiniert mit dem persönlichen Gefühl des Moments.
Ich muss zu meinem Motiv einen Bezug aufbauen, ich muss es fühlen. Selten mache ich schon bei meinem ersten Besuch wenn ich mich das erste Mal mit der Landschaft auseinandersetze mein bestes Bild davon.
Es heisst auch, sich Zeit zu nehmen, sich auf einen Stein setzen, inne halten und den Moment auf sich wirken zu lassen. Der erste Eindruck einer Landschaft ist meistens ein „Wow“- Effekt und man neigt schnell dazu die Szenerie einfach zu fotografieren. Fotografieren ist mehr als nur schnell mal auf den Auslöser zu drücken wenn man eine schöne Landschaft vor sich hat. Nach einiger Zeit des Betrachtens, der Ruhe und des Geniessens entwickelt man eine andere Sichtweise auf die Landschaft. Man sieht Dinge welche einem im ersten Moment entgangen sind. In solchen Momenten kann es vorkommen, dass ich an einem bestimmten Objekt in meiner näheren Umgebung hängen bleibe und eine komplett neue und andere Sichtweise bekomme. Dieses Objekt kann ein Stein sein oder auch die Rinde eines Baumes, ein Blatt, Sand oder Wasser.
Ich mag abstrakte Fotografie, vor allem auch weil sie vom Fotografen mehr verlangt als nur eine Szenerie wiederzugeben.
Als ich vor ein paar Jahren auf die digitale Fotografie umgestiegen bin, habe ich auch angefangen  mit abstrakter Natur- und Landschaftsfotografie. Alleine schon die  wegfallenden Filmkosten und die Möglichkeit die Bilder sofort am Monitor zu betrachten erlaubten es mir, meine Kreativität voll auszuleben.
Das Bild hier entstand auf dem Simplonpass. Wir, Julie und ich, meine Mutter und ihr Lebenspartner waren auf dem Rückweg von Domodossola und machten einen Halt auf dem Simplonpass. Während die anderen drei in Restaurant gingen um einen Kaffee zu drinken, wollte ich mich auf der Passhöhe etwas umsehen. Es war eigentlich kein Foto-Trip, doch ist meine Kamera immer dabei- und zwar die komplette Ausrüstung. Man weiss ja nie!
Es war später Nachmittag und bewölkt. Das Licht nicht unbedingt spannend. Als ich auf einem Hügel stand und das Alpenpanorama bewunderte, blieb mein Blick plötzlichen einem Stein hängen. Diese Farben, Kontraste, Formen und Strukturen faszinierten mich und je länger ich auf diesen Stein schaute, desto abstrakter wirkte sein Muster auf mich.
Die Kunst bestand jetzt nur noch darin, den interessantesten Teil zu finden und dies in ein 2:3 Bildformat zu komponieren. Es brauchte verschiedene Kompositionen bis ich endlich meine endgültige Bildgestaltung gefunden habe. Abstrakte Fotografie ist schwer zu definieren und noch schwerer zu fotografieren. Im Gegensatz zu meiner „normalen“ Landschaftsfotografie wo ich unter anderem auch „Visionen“ habe wie mein Bild sein sollte, passieren „abstrakte“ Bilder einfach. Ein „abstraktes“ Bild entsteht in dem Moment in dem ich es wahrnehme!Abstrakt-Stein-Flechten
Technische Details: Nikon D700, 60mm Makro Objektiv , ISO 200, f 8, 10 Belichtungen für max. Tiefenschärfe von 1/160 , Polarizer, manuell überblendet in Photoshop

Sommer-Impressionen vom Baselbiet

Der Sommer 2012 neigt sich dem Ende zu: Temperaturmässig hat sich ja dieses Wochenende bereits der Herbst angekündigt und aus meteorologischer Sicht war ja am 1. September Herbstanfang. Der Sommer 2012 war aus fotografischer Sicht für mich sehr gut: viele schöne Stimmungen, Wolken, Dramatik, Sonne und Regen. Doch jetzt freue ich mich auf den Herbst. Die goldenen Farben, Frost, Nebel und natürlich die dazu passenden Herbststimmungen.
Doch bevor der Herbst endgültig Einzug hält möchte ich Euch in heutigen Artikel noch ein paar Impressionen aus dem Baselbiet vom Sommer 2012 zeigen.

Belchenfluh:
Dieses Bild entstand eher zufällig. Ich war an diesem Tag im Baselbiet unterwegs auf der Suche nach neuen interessanten Motiven. Am Abend wollte ich dann zurück in der Stadt Solothurn sein um für meine Serie „Mein Solothurn“ ein paar Sommer-Impressionen der Stadt einzufangen. Ich entschied mich für die Rückfahrt nach Solothurn über den Chilchzimmersattel zu fahren anstatt den schnelleren Weg durch den Belchentunnel zu nehmen. Auf dem Chilchzimmersattel angekommen sah ich dieses interessante Wolkengebilde am Himmel und entschied mich ein paar Aufnahmen zu machen. Da der Himmel gegen West-Nordwesten mehrheitlich Wolkenfrei war, dachte ich mir schon, dass ich heute Abend sehr wahrscheinlich einen schönen dramatischen himmel an der Belchenfluh vorfinden könnte. Da ich aber noch etwas früh war für Abendstimmungsbilder, machte ich ein paar Langzeitbelichtungen um mehr Dynamik in die Bilder zu bekommen. Der Zufall wollte es, dass Adrian Wirz, ein Kenner der Belchen-Gegend, auch gerade auf dem Chilchzimmersattel unterwegs war. So kamen wir ins Gespräch. Da es dann zu spät wurde um noch nach Solothurn zu fahren entschied ich mich, hier am Belchen zu bleiben und die Abendstimmung zu fotografieren, was sich als Glücksfall und einzig richtige Entscheidung herausstellte.
Adrian Wirz ist übrigens ein immenses Wissens über die Belchen Region und hat darüber auch eine Website gestaltet. Interessierten empfehle ich unbedingt diese Seite mal anzuschauen (http://www.belchen-schweiz.ch/)

Golden Wheatfield:
Entdeckt ein paar Tage zuvor auf meiner Erkundungstour durch das Baselbiet hatte ich sofort die Vision dieses Bildes. Das Weizenfeld im letzten Sonnenlicht, goldiges Licht, langer Schatten und die Belchenfluh im Hintergrund. Ich hoffte auf ein paar Wolken an diesem Abend, doch als sich der Sonnenuntergang näherte verschwanden leider auch die Wolken. Ich war an diesem Abend auch noch in der Schusslinie von Jägern, da in den vergangenen Nächte Wildschweine gesichtet worden sind welche die Felder in der Gegend „zerstörten“ waren sie zum Abschuss freigegeben. Ich hatte mein Equipment aufgestellt als ein Bauer auf mich zukam der mich am Rand seines Feldes stehen sah und mich dann darüber informierte, dass rund um das Feld Jäger platziert seien um Wildschweine zu erschiessen. Ich solle also nicht erschrecken, wenn ich einen Schuss hören sollte oder ein Wildschwein über das Feld rennen sehe. Auch wäre er froh wenn ich Ihm sagen könnte, wie lange ich noch beabsichtige hier zu sein, da er so die Jäger über meine Anwesenheit informieren könne.

Sommerabend:
Der Ankenballen ist für mich persönlich die schönste Gegend in der Belchen Region. Dieser Felsvorsprung mit den Tannen ist in jeder Jahreszeit ein interessantes Motiv. Wie mir Adrian Wirz erklärte ist der kleine Felsvorsprung der „kleine Ankenballen“ und der Hügel rechts davon der „ grosse Ankenballen“. Über die Ankenballen gibt es auch eine Sage. Interessierte möchte ich auf die Seite von Adrian Wirz verweisen, wo man die Sage nachlesen kann (http://www.belchen-schweiz.ch/Ankenballen-Belchen.htm)
An diesem Sommerabend fand ich schöne Bedingungen vor: das schöne satte Gelb-Grün der Bäume und der orange-rot-gelb gefärbte Himmel. Die Sicht reicht vom Baselbieter Jura über den Solothurner Jura bis zum Berner Jura. An einem klaren Tag kann man sogar den Chasseral in der Ferne erkennen.Belchenfluh-DSC8225
Technische Details: Nikon D700, 70-200mm Objektiv (@80mm), ISO 200, f 11, 0.6 Sekunde, ND Grad Filter 0.6 Soft, Polarizer_DSC8265
Technische Details: Nikon D700, 16-35 Objektiv (@23mm), ISO 200, f 16, 1/3 Sekunde, ND Grad Filter 0.6 Soft, Polarizer_DSC8583
Technische Details: Nikon D700, 70-200mm Objektiv (@70mm), ISO 200, f 11, 2 Sekunde, ND Grad Filter 0.6 Soft

Grimsel

Grimselpasshöhe, 1Uhr Nachmittags, es war kalt, neblig, Sichtweite beträgt wenige Meter, leichter Nieselregen und eine depressive Stimmung………..und es war Sommer. Genauer gesagt Hochsommer. Doch von Sommerwetter weit und breit keine Spur! Doch in den Alpen kann solches Wetter auch im Sommer durchaus vorkommen. So wartete ich mal ab wie sich das Wetter in den nächsten paar Stunden entwickeln wird. Nach einer Stunde immer noch keine Verbesserung in Sicht. Im Gegenteil: inzwischen regnet es richtig stark. Erste Gedanken über eine Alternative gehen mir durch den Kopf. Ich hatte eigentlich die Absicht am Abend und am darauf folgenden Morgen in der Oberaar-Region zu fotografieren. An diesem Nachmittag wollte ich die Gegend, doch bei diesen Sichtverhältnissen war daran nicht zu denken. Doch ich wusste auch wie schnell das Wetter in den Alpen umschlagen kann. Also entschied ich mich geduldig zu bleiben. Als der Regen dann langsam nachliess, entschied ich mich mit dem Auto zum Oberaarsee zu fahren, Ausgangspunkt für meine Erkundungstour am Nachmittag und Lager für die kommende Nacht. Angekommen am Oberaarsee präsentierte sich das Wetter schon erfreulicher und ich machte mich auf die Gegend zu erkunden. Bildidee war die Berge mit dem Oberaargletscher im Hintergrund mit einem ansprechenden Vordergrund. Langsam öffnete sich die Wolkendecke und die Sonne blinzelte durch und auch der Blick auf die umliegenden Berggipfel wurde frei.
Ich war noch nicht lange am erkunden als ich mein Vordergrund für meine Bildidee gefunden hatte. Es war ein kleiner Tümpel mit Wollgras, Gräser und Blumen und einer schönen Spiegelung wenn der Wind nachlassen würde. So wie ich mir ausrechnete würde diese Stelle als Abend- sowie auch Morgen Location eignen. Doch dachte ich mir schon, dass es am Morgen ein schönes und eindrückliches Alpenglühen geben könnte, wenn dann alles zusammen passte. Es kommt eher selten vor, dass ich nach so kurzer Zeit meine Location und Komposition für meine Bildidee gefunden habe. Da ich noch genügend Zeit hatte bis am Abend erkundete ich die Gegend noch weiter. Zwei Stunden vor Sonnenuntergang war ich dann wieder bei meiner Location welche ich an diesem Nachmittag gefunden hatte. So hatte ich genügend Zeit mich einzurichten, in aller Ruhe das Bild zu gestalten und alle Kameraeinstellungen vorzunehmen. Um den Kontrastumfang vom dunklen Vordergrund zu den Berggipfeln im Hintergrund zu kontrollieren benutzte ich einen ND Grad Filter 0.6.
Jetzt konnte ich nur noch Hoffen, dass das Wetter auch mitspielen möchte. Und in der Tat, es meinte es gut mit mir. Das Wetter hatte sich für mich zum positiven entwickelt: Wolken und Sonne wechselten sich immer ab und sorgten immer wieder für schöne, dramatische und interessante Stimmungen.
Nachdem ich die Nacht im Auto verbracht hatte, mehr oder weniger gut geschlafen hatte, machte ich mich um 4 Uhr morgens wieder auf den Weg zum gut 30 minütigen entfernten Tümpel. Es war kalt, sehr kalt. Oben beim kleinen See angekommen stellte ich fest, dass sich über Nacht am Rand des Teiches eine dünne Eisschicht gebildet hat. Obwohl ich über das Eis und den Frost aus fotografischer Sicht erfreut war, wünschte ich mir trotzdem, dass es schnell wärmer würde. Die Kamera zu bedienen bei dieses frostigen Temperaturen war ohne Handschuhe alles andere als angenehm. Ich konnte die Finger vor Kälte kaum noch bewegen. Doch das gehört zum „Fotografen-Leben“ dazu. Und was nehmen wir nicht alles in Kauf um „das besondere Bild“ zu schiessen.Grimselgebiet
Technische Details: Nikon D700, 16-35 Objektiv (@35mm), ISO 200, f 13, 1 Sekunde, ND Grad Filter 0.6 Hard, polarizer

Einige Gedanken

Jedes Jahr gibt es eine Zeit in welcher ich „PC-Frei“ bin. In dieser Zeit widme ich mich ausschliesslich dem Erkunden neuer Landschaften, Spots aber vorallem dem fotografieren selber.  Auch lade ich in dieser Zeit weder Bilder in Forums hoch noch entwickle ich Bilder. Wirklich eine Zeit fast ohne „i-phone“, Soziale Netzwerke, Photography-Forums und sonstige Arbeit am PC. Ich sagte „fast ohne moderne Technik“……..denn das Smartphone ist ein guter Begleiter unterwegs und gehört heute zu meinem Foto Equipment, wenn nicht sogar zu meinen wichtigsten Ausrüstungsgegenstände. Zumindest für den Moment.
In diesem Jahr habe ich diese Zeit noch vor mir.
Doch momentan bin ich am „entwickeln“ der RAW Dateien der letzten gut 4 Wochen, schreiben von Blog Beiträgen, die Vermarktung der Bilder………usw. Die Arbeit am PC nimmt für einen Fotografen heute viel Zeit in Anspruch, zumindest für mich. Die Arbeit am PC, also das „entwickeln“ der Bilder ist ebenso wichtig wie das fotografieren selber und die Vorbereitung dazu. Die Entstehung eines Bildes ist mehr als nur den Auslöser betätigen; und wenn man erst das Bild auf den Chip gebannt hat, ist es noch lange nicht fertig. Erstens man hat sicher nicht nur ein Bild von dieser bestimmten Location gemacht, sondern eine ganze Serie. Nun, geht es an das aussortieren welche auch eine Zeitintensive Arbeit ist. Da ist mal die technische Qualität, die Komposition und auch noch die Lichtqualität. Nach diesen Kriterien werde ich mich für ein Bild entscheiden. Die Entwicklung eines Bildes, dass heisst von der RAW Datei bis zum fertigen Bild, kann durchaus bis mehrere Stunden dauern. Erst kürzlich lass ich einen Artikel, eine Art Tutorial (Schritt für Schritt Anleitung) von Mark Metternich zu einem seiner neusten Bilder. Auf die Frage, wie lange er brauchte um dieses Bild am PC „zu entwickeln“ antwortete er „ viele Stunden Arbeit von Versuchen und Fehler. In der Tat waren es 1 bis 2 Tage Arbeit.“
Das eigentlich Fotografieren vor Ort ist die Arbeit, die zumindest bei mir, am wenigsten Zeit beansprucht, vorausgesetzt die Lichtbedingungen stimmen. Die Vorbereitung und die Arbeit danach ist die zeitaufwendigste Arbeit bei der Entstehung eines Bildes.

In diesem Beitrag möchte ich Euch ein Bild zeigen, welches ich Anfang Juli im Kanton Baselland gemacht habe. Es war ein wechselhafter Tag mit Sonne und Gewittern. Mich faszinierte hier das unendliche gelb goldige Feld mit dem dunklen bedrohlichem Himmel.Weizenfeld
Technische Details: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@20mm), ISO 200, f 18, 1/13 Sekunde, Polarizer, ND Grad Filter 0.6 Soft

Aletschgletscher

Endlich! Endlich! Endlich, habe ich mir den Wunsch den Aletschgletscher mit blühenden Alpenrosen zu fotografieren erfüllt. Ende Juni war dann auch die Wetterprognose für das Wallis nicht schlecht. Es waren zwar vereinzelte Gewitter angekündigt, doch sonst sollte es ein schöner Tag werden. Ich hatte mir vorgenommen mich auf die Gegend oberhalb des Aletschwaldes zu konzentrieren. Ich erreichte die Bettmeralp ca. um 9 Uhr30 und wanderte dann Richtung Blausee zum oberen Teil des Naturschutzgebietes Aletschwald. Danach erkundete ich mal die Gegend und suchte nach möglichen Motiven und Kompositionsideen und nebenbei auch noch einen Platz wo ich die kommende Nacht biwakieren könnte und ich einigermassen von eventuell aufkommenden Gewittern geschützt wäre. Mit ca. 25-30kg Gewicht am Rücken war das erkunden in diesem Gelände recht anstrengend. Da ich mich noch nicht auf einen Biwak-Platz festlegen wollte, hatte ich meine komplette Ausrüstung inkl. Zelt, Schlafsack, Isoliermatte und Proviant beim erkunden auf Mann. Vielleicht sollte ich mein Fitness-Raum zu Hause auch wieder öfters benutzen!!
Man ist von dieser faszinierenden Landschaft schnell in seinen Bann gezogen und begeistert. Auch wurde ich nicht enttäuscht betreffend Alpenrosen. Jetzt Ende Juni, Anfang Juli sind sie in voller Blüte und ein gutes und beliebtes Vordergrundmotiv für Landschaftsfotografen. Der Aletschgletscher ist natürlich beliebt unter Fotografen und deshalb schon von unzähligen Landschafts- & Naturfotografen belichtet worden. Eigentlich sollte es an einem so paradiesischem Ort ein Einfaches sein eine interessante Komposition zu finden. In dem Sinne ist es auch so, doch will man mit einer eigenen eher unbekannten Ansicht aber dennoch überzeugende Aufnahme überzeugen, muss man auch hier Zeit in das erkunden der Gegend investieren. Und dies macht ja doch genau so viel Spass wie das fotografieren, oder? Ich finde es immer wieder eine Heraausforderung und befriedigend nach Kompositionen zu suchen. Auch wenn sie dann auch nicht immer „einzigartig“ sind, sie sind dennoch so wie ich diese Landschaft an diesem Tag gesehen habe. Manchmal finde ich es einfacher ein unbekanntes Motiv zu fotografieren als eine x-tausendfach fotografierte Landschaft.
Das Wetter meinte es gut mit mir an diesem Tag. Ein Gewitter hat sich nicht gebildet und das Licht war mehr oder weniger seit Mitte Nachmittag auch gut zum fotografieren.
Nachdem ich mein Zelt aufgestellt hatte und etwas gegessen hatte, machte ich mich auf den Weg zu meinen Locations welche ich am Nachmittag erkundet hatte. Leider wurde es im späteren Abend immer windiger und es war noch eine zusätzliche Herausforderung die Alpenrosen ohne Bewegungsunschärfe zu fotografieren. Deshalb entschied ich mich dann auch für Kompositionen ohne Alpenrosen im Vordergrund. Das Abendrot an diesem Abend war nicht so spektakulär, doch hatte ich immerhin eine schön rot gefärbte Wolke über dem Aletschgletscher Richtung Berner Alpen.
Bevor es jetzt ganz eindunkelte komponierte ich nun mein Bild für das Sternspurenbild der kommenden Nacht. Kurz nachdem der Mond hinter mir aufging fing ich mit dem fotografieren an. Ich hatte den Fernauslöser so eingestellt, dass ich am Schluss auf ein Total von ca. 90 Minuten Belichtungszeit komme. Danach zog ich mich in mein Zelt zurück und legte mich hin. Den Wecker habe ich auf 1Uhr gestellt, damit ich die Kamera nach den Nachtaufnahmen noch zu mir ins Zelt nehmen kann.
Am nächsten Morgen stand ich bereits wieder um 4:15 Uhr auf. Eine kurze Nacht, doch hatte ich gut geschlafen. Die Morgenstimmung war nicht so spektakulär und so machte ich mich bald auf den Weg Richtung Bettmeralp. Auf dem Rückweg hielt ich natürlich immer auch wieder Ausschau für weitere Bildmöglichkeiten für meinen nächsten Trip zum Aletschgletscher. Hier eine kleine Auswahl der Bilder von diesem Tag.Aletschgletscher
Technische Details: Nikon D700, 16-35 Objektiv (@20mm), ISO 200, f 13, 1/60 Sekunde, PolarizerAletschgletscher
Technische Details: Nikon D700, 16-35 Objektiv (@21mm), ISO 200, f 13, 1/30 Sekunde, PolarizerAletschgletscher1
Technische Details: Nikon D700, 16-35 Objektiv (@22mm), ISO 200, f 18, 1/20 Sekunde, Polarizer

Yellow Water Billabong

Die „Yellow Water“ Region wurde während unserem Besuch im Kakadu Nat’l Park zu meinem Lieblingsplatz. Das Wort  „Platz“ ist zwar ein „understatment“ für dieses grosse Gebiet welches Teil des „South Alligator Floodplain“ ist. Für Fotografen, ob Landschaft- oder Wildlife-Fotografen ist das Feuchtgebiet des Yellow River Billabong ein Paradies. Besonders Morgens und Abends zeigt die Natur hier Ihr volles Programm. Der Billabong welcher sich über 10 km erstreckt wird in der Trockenzeit zu einem Zufluchtsort für Tiere. Während unseres Aufenthaltes am Yellow Water hatten wir wirklich Wetterglück……am Abend hatte ich immer interessante Stimmungen und die Farben waren fantastisch. Auch Morgens mit dem Nebel über dem Billabong waren stimmungsvolle Aufnahmen möglich. Yellow Water war natürlich die Gelegenheit für „Wildlife“ Aufnahmen – und ich wurde nicht enttäuscht. Jabirus, Kingfisher, Buffaloes, Cormorant, Wilde Pferde…….und natürlich die Salties (Salzwasser-Krokodile). Die Bilder von Krokodilen sind meistens Freihand gemacht, daher auch eine höhere Iso Einstellung und den Gebrauch des Bildstabilisators.
Übernachtet haben wir während unserem Aufenthalt in der Yellow Water Region auf dem Camping-Platz von Cooinda welcher ganz in der Nähe des Billabongs ist.Yellow WaterYellow-Water-Kakadu-Natl-Park-NT-AustraliaYellow WaterYellow-Water-Kakadu-Natl-Park-NT-AustraliaWater LilySaltwater Crocodile-Yellow Water-Kakadu Natl ParkMagpie Goose - Kakadu Natl Park

Mohnsucht

Lange war ich auf der Suche nach einem für mich geeignetem und gut gelegenen Mohn- und Wildblumenfeld. Gut gelegen heisst hier, dass Möglichkeiten bestehen ein Bild ohne „Manmade“ Elemente im Bild zu haben oder eben dann diese auch zu meiner Komposition und Bildidee passen würden. Nicht ein einfaches Unterfangen in der Schweiz, welche doch dicht besiedelt ist. Dazu kommt noch, dass es solche Felder nicht wie Sand am Meer gibt.
Ich wollte eigentlich am diesem Tag meine Motiv-Suche beenden und nach Hause fahren als ich auf einmal in der Distanz einen roten quadratischen Fleck in der Landschaft erkennen konnte. Das machte mich schon ein wenig neugierig und so wollte ich es wissen. Als ich mich diesem Fleck näherte, wurde meine Hoffnung bestätigt: dieser roter Fleck ist ein Mohnblumenfeld. Perfekt gelegen im südlichen Baselbieter Jura, eine offene Landschaft mit sanften Hügeln begrenzt im Süden von den ersten Jura-Ketten. Weit und breit keine Häuser und keine Hochspannungsleitungen.
Das Licht war alles andere als ideal an diesem Früh-Sommernachmittag. Was für andere ein perfekter Sommertag ist, ist für einen Fotografen nicht vorteilhaft: hartes und grelles Licht. Trotzdem, zum erkunden der Gegend und des Mohnblumenfeldes dennoch perfekt. So machte ich mich daran die Gegend und das Feld nach geeigneten Kompositionen zu erkunden, damit ich am darauf folgenden Morgen meine Bildideen umsetzten konnte.
Die Wetterprognosen war zumindest schon einmal vielversprechend: nach einer klaren Nacht sollen dann am Morgen erste Wolken von Westen her über das Land ziehen welche dann auch Gewitter bringen. Ich stellte den Wecker auf 4:45 Uhr und machte mich dann auf die 30minütigen Autofahrt ins südliche Baselbiet. Das Wetter war genau so wie es vorausgesagt wurde. Angekommen beim Mohnfeld wollte ich als erstes das Feld im ersten Morgen/Sonnenlicht fotografieren. Der Vorteil des Erkundens liegt auch darin, dass man schon ungefähr weiss welche Bedingungen man vor Ort hat und was machbar ist oder eben nicht. Kurz bevor die Sonne über den Horizont kommen sollte, hatte ich mein Equipment aufgestellt und ich beriet zum fotografieren. Doch leider wurde die Sonne kurz darauf von dünnen Schleierwolken bedeckt. Trotzdem das Licht an diesem Morgen war für mich perfekt. Einfach nur schönes diffuses Morgenlicht mit einem dramatisch schönem Himmel.
Nach gut einer Stunde fotografieren im Feld wurde es plötzlich dunkel und wie aus dem nichts wurde ich von einem Gewitter überrascht. Zuerst dachte ich noch, ich könnte noch einen Moment weiter fotografieren, doch daran war gar nicht mehr zu denken. Der Regen war so heftig und intensiv, dass ich schon nach einer Minute total durchnässt war. Also machte ich mich auf den Weg zurück zum Auto. Als ich nach einer viertelstunden beim auto ankam, war nicht nur ich durch und durch nass, sondern auch meine komplette Ausrüstung. Zu Hause trocknete ich zuerst mal meine Kamera und meine Objektive und putze das ganze Equipment. Doch dies war wieder einmal ein perfekter „Foto-Morgen“.Mohnfeld Baselland 8
Technische Details: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@20mm), ISO 400, f 16, 0.6 Sekunde, PolarizerMohnfeld Baselland 7
Technische Details: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@19mm), ISO 400, f 16, 1/4 Sekunde, Polarizer

Tine de Conflens

Dies war mein erster Besuch der „Tine de Conflens“. Gelegen in einem atemberaubenden Kessel beim Zusammenfluss der Venoge und des Veyron umgeben von Kalksteinwänden in der Nähe des Dorfes La Sarraz im wadtländischen Mittelland. Das Wetter war an diesem Tag ideal um in einer Schlucht zu fotografieren. Ich hoffte auf ein bisschen mehr Nebel, aber der wollte sich an diesem frühen Morgen nicht zeigen. Ich informierte mich im Internet über diesen Ort und studierte Bilder um eine Vorstellung dieser Gegend zu erhalten. So konnte ich mir im Voraus schon ein Bild machen was mich ungefähr erwarten wird.
Ein relativ noch unbekannter Ort aber dafür umso schöner.Tine de Conflens
Technische Details: Nikon D700, 16-35mm Objektiv (@24mm), ISO 200, f 10, 15 Sekunde, Polarizer

Meine „etwas andere“ Ausrüstung

Neben meiner Kamera, Objektiven, Stativ, Fernauslöser gehören natürlich auch meine Lee Filter, Verlaufsfilter sowie einfache Graufilter, den „Big Stopper“ und natürlich der Polarizer zu meinen wichtigsten Ausrüstungsgegenstände. Aber wenn man unterwegs ist als Landschaftsfotograf gehören da noch weitere Ausrüstungsgegenstände dazu. Genau so wichtig sind für mich ein guter Fotorucksack, welcher einen guten Wetterschutz hat und praktisch ist. Auch Objektiv Putztücher, Ersatzakkus, genügend Speicherkarten, Blasebalg, eine Uhr einen Kompass und heutzutage auch eine gute Wetter-App gehören dazu. Für mich gehören dazu ebenfalls Gegenstände die mit dem fotografieren eigentlich gar nichts zu tun haben wie zum Beispiel Plastiksäcke, Gummistiefel, Wathosen, Sonnenschutz, Handschuhe und Mütze und Regenschirm. Auf meine Ovo Riegel sowie auf ein Stück Brot möchte ich unterwegs auch nicht mehr verzichten müssen. Auch mein Smartphone und Google Earth ist etwas das ich heute zum fotografieren regelmässig brauche und ein wichtiges Werkzeug ist, in der Vorbereitung sowie unterwegs. Letztlich habe ich zum ersten Mal auch eine Leiter in der Landschaftfotografie im Einsatz gehabt. Für meine Aufnahme „under the sun“ fotografierte ich ein Sonnenblumenfeld im solothurnischen Wasseramt kurz nach Sonnenuntergang von oben herab auf einer Leiter stehend. Der Titel des Bildes „under the sun“  habe ich vom russischen Wort für Sonnenblume abgeleitet, was auf Deutsch  „unter der Sonne“ bedeutet.Sonnenblumen-Subingen_DSC8277
Technische Details: Nikon D700, 16-35 Objektiv (@24mm), ISO 400, f 18,                          1 Sekunde,ND Grad Filter 0.6 Hard, Polarizer
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