Pebblescapes

Kunjarra in der Abenddämmerung – stell dir vor eine Warumungu Aboriginal Frau tanzt den Munga Munga Dreaming Tanz um die geheimnisvollen Granitfelsen herum. Man ist inmitten des Outbacks, so zu sagen im Niemandsland, vereinzelnde Wolken ziehen am Himmel vorbei, die Sonne versinkt langsam hinter dem Horizont und die Landschaft ist in warm leuchtende Farben getränkt. Die Granitfelsen der Devils Pebbles, oder Kunjarra, wie Sie von den lokalen Aboriginals genannt werden, wechseln jetzt ständig ihre Farben, von leuchtend Rot und Orange zu tief dunklem Lila und schlussendlich zu Grau als die Sonne untergegangen ist. Dein Blick schweift über die endlose Weite des Outbacks und man ist nur restlos glücklich dies erleben zu dürfen. Manchmal ist es nur eine dünne Linie zwischen Traum und Realität. Eine bezaubernde Landschaft sind die Devil’s Pebbles mit ihrer seltsamen Ansammlung von Granit Felsbrocken und für jeden Künstler eine Inspiration.
Die Aborigines verehren die Devils Pebbles als die Eier der Regenbogenschlange und sind für sie eine heilige Stätte. Der Tradition der Warumungu Aboriginal nach, ist dieser Ort den Frauen des Stammes vorenthalten und Männer dürfen ihn nur in Begleitung aufsuchen. Ach ja, ich war in Begleitung dort!
Auch dient Kunjarra als Versammlungsort sowie eben auch als Ort für Zeremonien und Tänze.
Die Schönheit dieser Landschaft lässt sich nicht in Worte fassen und als Fotograf kann man sich einfach vor Ort inspirieren lassen.
Das Bild entstand bei tiefstehender Sonne kurz vor Sonnenuntergang an einem Spätseptembertag. Durch meine mehrmalige Besuche, Morgens sowie Abends, sowie das nochmalige Erkunden wusste ich bereits was für ein Bild ich haben wollte und so stellte ich, als die Sonne sich dem Horizont näherte, die Kamera auf, beobachtete das Licht wie es die Farben der „Pebbles“ änderte und die Stimmung immer intensiver wurde. Auch die Wolken blieben mir bis kurz vor Sonnenuntergang erhalten und somit konnte ich wieder mal ein Wunschbild umsetzen!20130923-_DSC2083-Pebblescapes

Technische Details: Nikon D800e, 14-24 Objektiv (@14mm), ISO 200, f 13, 1/125 Sekunde

 

Croc Facts

Hier einige interessante Fakten über Salzwasser-Krokodile!
Ich finde es sehr faszinierende Tiere aber ich möchte nie einem zu nahe kommen!!!
Die australischen Salzwasser Krokodile sind bei weitem die gefährlichsten Tiere in Australien und die grössten Reptilien auf der Welt. Ihr werdet sehen beim Lesen dieser Liste, dass es vieles zu beachten gibt, wenn man Salzwasser-Krokodile fotografieren möchte.

  • Krokodil-Angriffe gibt es viele, doch meistens sind Haustiere oder Vieh davon betroffen. Doch es gibt auch zahlreiche Angriffe auf Menschen. Meistens ist der Mensch aber selber schuld. Krokodile töten im Durchschnitt 1 – 2 Menschen pro Jahr. Geschichten die man über diese Kreaturen hört sind wahrscheinlich nicht übertrieben!!!!
  • Man muss keine übertrieben Angst vor ihnen haben. Paranoia hilft nie!!! Aber man muss sich der Gefahr bewusst sein wenn man im nördlichen Outback von Australien unterwegs ist und sich dementsprechend verhalten.
  • Männliche Krokodile können eine Länge bis zu 6-7 Meter erreichen, obwohl solche Längen eher selten sind. Weibchen werden in der Regel zwischen 2.5 – 3 Meter lang.
  • Der Kieferdruck eines Salzwasserkrokodils kann gut einige Tonnen betragen. Doch ein gutes Gummiband um den Kiefer gewickelt kann das öffnen verhindern.
  • Die Australier nennen diese gefährlichen Tiere „Salties“, welche sich hauptsächlich von Fischen, kleineren Reptilien, Schildkröten, Sumpfvögel, usw. ernähren. Aber auf ihrem Speiseplan sind auch grössere Tiere wie Wildschweine, Büffel, Vieh, Pferde und auch der Mensch gehört dazu. Ein Salzwasser-Krokodil greift alles an was in sein Territorium eindringt.
  • Der Name Salzwasser-Krokodil ist irreführend: sie leben im Salzwasser aber auch in Süssgewässer sind sie anzutreffen. Ihr Lebensraum sind Billabongs, Sümpfe, Flüsse bis viele 100 Kilometer landeinwärts aber auch auf offener See sind sie findet man sie.
  • Man hört oft, dass es heute mehr australische Salzwasser-Krokodile im Northern Territory von Australien gibt als Menschen. Ich bin mir da nicht so sicher: Auf einem Gebiet das 4x grösser ist als Deutschland leben ca. 230‘000 Menschen, davon leben nur schon 132’000 in Darwin. Es leben schätzungsweise ca 100’000 – max 150‘000 ( je nach Quelle) Salzwasser Krokodile im Northern Territory, wovon die meisten im Top End heimisch sind.
    Das war nicht immer so. Zwischen 1940 und 1970 hat exzessives jagen die Krokodile fast ausgerottet bis man sie 1974 in ganz Australien unter Schutz stellte. Heute ist das Jagen von Krokodilen illegal! (Ausgenommen sind die Ureinwohner, die Aborigines. Sie dürfen eine beschränkte Anzahl Krokodile jagen)
  • Es gibt heute Krokodil-Zuchtprogramme für die Krokodil-Haut und Fleischindustrie. Dazu werden in der Wildnis Krokodil Eier gesammelt und diese dann auf Krokodil Farmen gross gezogen. Das Krokodil-Eier sammeln sowie auch die erteilte Bewilligung für limitiertes Jagen an die Ureinwohner hat keine negative Auswirkung auf die Anzahl des Krokodilbestandes in Australien.
  • Man sollte nicht jeden Tag oder regelmässig die gleiche Stelle am Fluss oder am Billabong aufsuchen, sonst wartet eines Tages ein Krokodil auf einem.
  • Vermeide Trinkstelle von wilden heimischen Tieren oder von Vieh. Das sind genau die Orte wo Krokodile auf einen Angriff lauern. Salzwasser-Krokodile sind sehr konservativ mit dem Umgang ihrer Energie und somit schlaue Jäger. Sie lauern, versteckt unter Wasser und warten auf ihre Beute. Ein Krokodil welches man sehen kann ist viel weniger gefährlich als dasjenige man nicht sieht!
  • Sich immer vom Ufer fern halten, egal ob man am fischen, campieren oder nur einen Spaziergang macht. Krokodile kommen oft aus dem nichts!
  • Krokodile können springen, deshalb sich nie aus dem Boot heraus lehnen oder Füsse oder Arme über dem Wasser baumeln lassen. Auch nie auf einen Baumstamm klettern, der über dem Wasser ist. Über 4 Meter lange Krokodile können etwa bis zu ½ oder 2/3 ihrer Körperlänge aus dem Wasser springen. Kleiner Krokodile unter 2 Meter können sogar ganz aus dem Wasser springen.
  • Krokodile sieht man oft mit weit geöffnetem Maul am Ufer in der Sonne liegend. Der weit geöffnete Mund dient dazu, Wärme frei zu setzen und verhindert das Überhitzen des Gehirns.
  • Salzwasser-Krokodile können bis zu einem Jahr ohne Nahrung überleben.. Sie können freiwillig ihre Herzfrequenz bis zu einem Schlag pro Minute verringern und können bis zu 6-7 Stunden unter Wasser bleiben.
  • „Salties“ haben super-empfindliche Sinne und können sogar ihre Babies im Innern der Schale schreien hören. Sie haben aber auch eine aussergewöhnlich fein-abgestimmte Fähigkeit, Schwingungen, wie zum Beispiel der Herzschlag ihrer Beute zu fühlen!
  • Warme Temperaturen macht die kaltblütigen Tiere noch schneller
  • Salzwasser-Krokodile sind, entgegen dem verbreiteten Glauben, auch sehr intelligent und greifen ihre Beute basierend ihren Beobachtungen an. Sie kennen die Gewohnheiten ihrer Beute.
  • Krokodile haben 68 welche ersetzt werden sobald sie abgebrochen sind. In ihrem Leben können bis zu 3000 neue Zähne heranwachsen.
  • Krokodile lieben den Geruch von Hunden.
  • Krokodile können über 1000 Kilometer im Meer zurücklegen
  • Salzwasser Krokodile sind so „gebaut“, dass sie keine Welle im Wasser verursachen wenn sie sich an ihre ausgewählte Beute schleichen!
  • Sie haben auch ein drittes Augenlid, welches ihnen ermöglicht auch unter Wasser ihre Beute an Land zu sehen und zu beobachten ohne dass jemand eine Ahnung hat, dass sie da sind
  • Du kannst sie möglicherweise nicht sehen, doch sie können dich sehen und sobald man sich dem Fluss mit dem schlammigen und dunklen Wasser nähert, weiss man nie ob sie einem beobachten!
  • Es gibt eine Theorie unter Krokodil-Experten, dass 15 PS Motoren die gleichen Schwingungen und den gleichen klang haben wie männliche Krokodile während der Brutzeit.
  • Die durchschnittliche Krokodildichte in tropisch-australischen Flüssen beträgt 5 Krokodile pro Kilometer, doch im Mary River im Northern Territory kann sie ganz gut 20 Krokodile pro Kilometer sein!
  • Krokodile können im Wasser eine Geschwindigkeit von 10 km/h erreichen und auf dem Land über kurze Distanzen bis zu 11 km/h.
    Salzwasser-Krokodile können aber viel schneller Beschleunigen: ihre Beschleunigung ist explosionsartig. Sie beträgt in etwa 12 Meter pro Sekunde während einer ¼ Sekunde, somit bleibt der Beute keine Zeit zum reagieren.

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