Alpenglow

Also, hier mein erster wirklicher Beitrag.

Stefan Grünig, ein Fotograf aus dem Berner Oberland/Schweiz war so nett und erzählte mir über diesen Platz in den Berner Alpen wo im Frühjahr ein Meer von Krokussen blühen. So packte ich an einem Freitag meine Sachen und fuhr Richtung Berner Oberland, Beatenberg und wanderte zum Oberburgfeld. Stefan erklärte mir den Weg so gut, dass man ihn ohne Probleme fand. An dieser Stelle nochmals vielen Dank. Ich weiss das sehr zu schätzen. Der Frühling kam früh dieses Jahr und wir hatten Temperaturen über dem monatlichen Mittelwert. So blühten die Krokusse früher als gewohnt. Stefan war schon im Oberburgfeld oben gewesen und inspiriert durch seine Bilder, wollte ich auch mal das Oberburgfeld erkunden gehen. Leider kam dann ein Kälteeinbruch und es schneite in den Bergen wieder. So entschied ich mich sobald das Wetter wieder besser ist, ins Oberburgfeld zu gehen. Nun, ich war mir Bewusst, dass die Bedingungen alles andere als optimal waren, da es die letzten zwei Tage in den höheren Lage eine Schneedecke gab. Trotzdem dachte ich, es wäre auch ein guter Trip zum erkunden der Gegend und mit etwas Glück könnte es am Abend eine dramatische Stimmung geben. Meine Vision war, Abendrot, Alpenglühen und ein dramatischer Himmel mit Eiger, Mönch und Jungfrau.
Schon kurz nach der Ortschaft Beatenberg musste ich aber das Auto am Wegrand stehen lassen und zu Fuss weiter gehen, da es noch Schnee auf dem Weg hatte und ich mit meinen schon montierten Sommer Reifen keine Chance hatte dort durch zukommen.
Nach einem etwas längeren und anstrengenden Marsch erreichte ich aber schlussendlich das Oberburgfeld. Wie ich eigentlich erwartet hatte, waren die Krokusblüten geschlossen und es hatte immer noch grössere Flächen welche mit Schnee bedeckt waren…..so machte ich mich auf den Weg und erkundete dort oben etwas die Gegend……dabei entstanden drei Fotos an diesem Abend………nach Sonnenuntergang ging es dann wieder zurück zum Auto….dieses hier ist eines dieser Bilder: das Bild kommt ziemlich nahe an meine Vision. Ich hatte auch ein wenig Wetterglück. Kurz vor Sonnenuntergang öffnete sich die Wolkendecke im Westen und liess die Sonne durchscheinen. Auch die Wolken um das Jungfrau-Massiv lockerten sich ein wenig auf, was den Blick frei machte auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Ich entschied mich für ein Panorama. Ich montierte mein 70-200mm Objektiv auf die Kamera und machte 7 Einzelaufnahme welche sich ungefähr zur Hälfte überlappten um sie später dann im Photoshop zu einem Panorama zusammen zu fügen. Die Stimmung war einzigartig und ich habe dies so noch nie gesehen. Die Bergspitzen waren über der Wolkendecke und die Berge glühten im Abendrot während unten im Tal alles kalt erschien. Schöne warme Farben über den Wolken und unter den Wolken ein kaltes Blau. Das Bergmassiv bot ein Panorama förmlich an. So war die Komposition schnell klar.Alpenglow

Meine Entwicklungsschritte zu Hause am PC waren dann folgende: Die RAW Dateien wurden in Lightroom „entwickelt“. In Lightroom wurde aber nur das nötigste gemacht. Objektivkorrektur, Weissabgleich Nachjustierung, Kontraste und Sättigung. Alle 7 Bilder wurden so „eingestellt“, dass alle gleich aussahen, betreffend Belichtung, Kontraste und Weissabgleich. Danach habe ich sie in Photoshop als Ebene geladen. Anschliessend habe ich die 7 Bilder zu einem Panorama zusammengefügt. Wenn das Panorama perfekt ist und man keine Übergänge mehr sieht, habe ich dann die „Feinjustierung“ vorgenommen. Dabei benutze ich oft „Tony Kuyper’s Luminosity Masks“. Mit diesen Masken regle ich die Kontraste, die Sättigung die Luminanz und die Farbe.  Mit dem Abwedeln und Nachbelichten korrigierte ich dann noch einzelne Stellen im Bild, wobei ich hier nie die Werkzeuge in Photoshop benutze, sondern auch mit den „Luminosity Masks“ arbeite. Ich habe dabei viel mehr Kontrolle. Danach habe ich das Bild wieder in Lightroom geladen, wo ich es dann noch zugeschnitten habe auf mein gewünschtes Format und zum Schluss für die dementsprechende Ausgabe noch nachgeschärft. Die „Entwicklung“ dieses Bildes erwies sich als relativ schwierig, da die Farbgebung mir etwas Kopfzerbrechen machte.

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