Devils Marbles

Das Gebiet der “Devils Marbles” liegt in der Nähe von Wauchope, ungefähr 114 Kilometer südlich von Tennant Creek im Northern Territory/Australien unmittelbar am Stuart Highway. Die Devils Marbles, auch bekannt als Karlu Karlu oder auch Karlwekarlwe ist eine heilige Stätte der Aborigines. Das Gebiet umfasst einige tausend runde Granitfelsen.
Karlu Karlu bedeutet „rundes Objekt“, aber für die Aborigines bedeuten diese Felsen weit mehr. Nach ihren Überlieferungen handelt es sich um die Eier der Regenbogenschlange aus der Traumzeit. Die Regenbogenschlange ist eine zentrale Figur in der Mythologie der Aborigines.
Dieser rätselhafte Ort mit seiner atemberaubenden Schönheit spielt in den Zeremonien und Legenden der Ureinwohner Australiens eine sehr grosse Rolle.

Die „Murmeln des Teufels“ wie die Devils Marbles auf Deutsch heissen, sind rundgeformte Felsen aus Granit die durch Verwitterung und Erosion entstanden sind. Die rötliche Färbung des Gesteins verdanken die Devils Marbles dem Eisenoxid.

Wir erreichten diese irreal anmutende Felsformation inmitten des australischen Outbacks im frühen Nachmittag, nachdem wir unsere Vorräte in Tenannt Creek aufgefüllt hatten.
Am südlichen Ende der Devils Marbles Conservation Reserve  gibt es einen kleinen Bush Campground wo wir unser Camp für den Aufenthalt hier aufbauten. Wir errichteten unser Zelt unter einem Baum als Schutz vor der gleissenden Sonne des australischen Outbacks. Der Boden war hart und ausgetrocknet und wir hatten Mühe unsere Zeltpflöcke einzuschlagen.
Ein wirkliches Bushcamp ohne Wasser aber traumhaft gelegen.
Die meisten kennen die Devils Marbles nur von diesem einem Bild: zwei gigantische rot leuchtende Granit Kugeln welche auf einem Felsen balancieren.

Aber die Devils Marbles sind weit mehr als nur diese zwei „Murmeln“.
Nachdem wir unser Zelt aufgestellt hatten, zog ich los um die Gegend zu erkunden. Ich merkte mir die Stellen wo ich dann bei entsprechendem Licht fotografieren wollte.
Natürlich wollte ich das „Wahrzeichen“ der Devils Marbles, die oben erwähnten zwei Granitkugeln auch fotografieren. Ich suchte dazu nach einer anderen Komposition für dieses Motiv und machte Abends dort auch verschiedene Aufnahmen aus immer wieder anderen Perspektiven. Ein schönes Motiv boten auch die Eukalyptus-Bäume die ein schöner Kontrast sind zu den in der Abendsonne rot leuchtenden Kugeln. Auch nach Sonnenuntergang leuchten die Devils Marbles noch lange weiter, was weitere interessante Kompositionen und Stimmungen ergibt.
Anschliessend gingen wir zurück zu unserem Camp und machten uns das Abendessen. Unter einem beeindruckenden Sternenhimmel liessen wir dann diesen Tag zu ende gehen.Devil's Marbles with Gum Tree