Gletscherschlucht Rosenlaui

Für die letzte Juli und erste August Woche hatte ich mir vorgenommen verschiedene Foto-Touren zu unternehmen. Ich habe mir ein schlecht Wetter und ein gut Wetter Programm zusammengestellt. Da es an diesem Wochenende Ende Juli nach mehr oder weniger „Schlecht-Wetter“ aussah, entschied ich mich an diesem Tag für die Gletscherschlucht Rosenlaui im Berner Oberland. Als ich am Morgen hier Richtung Berner Oberland abfuhr schien das Wetter gerade ideal zu sein um in einer Schlucht zu fotografieren.
Als ich in Rosenlaui ankam setzte Nieselregen ein und es war alles Wolkenverhangen. Für mich perfekte Verhältnisse um in der Schlucht zu fotografieren.
Während Jahrtausende hat das Gletscherwasser hier sich mit seiner unbändigen Kraft den Weg durch die Felsen „erarbeitet“ und gleichzeitig ein Kunstwerk geformt.
Ein gut ausgebauter Steg führt über Steinstufen und durch Tunnels durch die 500 Meter lange Gletscherschlucht und anschliessend geht ein Wanderweg durch lichten Bergwald  wieder zurück zum Ausgangspunkt. Etwa eine knappe Stunde sollte man schon einberechnen um diese atemberaubende Schlucht zu „erforschen“.
Die Felswände erreichen eine maximale Höhe von 70 bis 80 Meter.
Die Gletscherschlucht gehört übrigens zum UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn.
Eine sehr fotogene Schlucht aber es ist auch nicht einfach in der Schlucht zu fotografieren – vor allem wenn man den gut ausgebauten und gesicherten Weg nicht im Bild haben will. Dazu kommt noch das Wasser. Es ist zum fotografieren eine feuchte Angelegenheit. Ich war ausgerüstet mit Regenschirm und einem Plastiksack um meine Kamera einigermassen etwas besser zu schützen. Wie schon erwähnt, war es eine Herausforderung ansprechende Kompositionen zu finden ohne Kompromisse eingehen zu wollen.
Zu meinem Glück fanden an diesem Tag nicht viele „Touristen“ den Weg in die Rosenlaui Schlucht. So konnte ich in aller Ruhe fotografieren.
Mein ausgesuchtes Bild für diesen Beitrag ist vom Wasserfall am oberen Ende der Gletscherschlucht kurz bevor man aus der Schlucht kommt. Tosend fällt das Wasser dort über Steinstufen hinunter und lässt einen erahnen mit welcher Kraft das Wasser diese Felsen geformt hat. Was mich besonders gereizt hat an dieser Stelle ist der Lichteinfall von oben und die Formen und Strukturen welche das reissende Wasser kreiert – immer wieder ähnlich und trotzdem anders und immer wieder von neuem.Rosenlaui Gletscherschlucht