Kakadu National Park – Yellow Water Billabong

Wer eine Reise nach Australien plant, sollte sicher auch das Northern Territory bereisen – und zwar nicht nur den „must to do“ Abstecher zum Uluru machen. Nein, man sollte sich unbedingt die Zeit nehmen das Territory zu durchfahren und einen Besuch im Kakadu National Park machen. Wie lange man sich dafür Zeit nimmt, ist jedem einzelnen frei gestellt – doch ist es unmöglich dieses Land in nur ein paar wenigen Wochen zu bereisen und kennen zu lernen. Die meisten haben ja auch nicht unbeschränkt Zeit und müssen sich mit ein paar wenigen Wochen begnügen – doch weiss ich aus meinen bisherigen Reisen und Besuche im Kakadu National Park, dass ich mir immer mehr Zeit gewünscht hätte. Auf jeden Fall sollte man sich mindestens 3-4 Tage für den Kakadu Park einplanen – so kann man zumindest in aller Ruhe die schönsten Plätze dieses riesigen National Parks besuchen und die Landschaft auf sich wirken lassen. Wer den Kakadu National Park nur gesehen hat, der hat ihn nicht erlebt. Es ist mehr als ein Sehen mit den Augen. Man sollte diese Landschaft erleben, man sollte sie sehen und fühlen können. Dafür braucht es Zeit und diese Zeit sollte man sich nehmen. Ein guter Ausgangspunkt um den Kakadu National Park zu erkunden ist Cooinda – auch während der Regenzeit! Cooinda liegt nicht weit von dem Yellow Water Billabong, eine der reizvollsten und schönsten Landschaften im Kakadu National Park. Gut geeignet für Stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen und Wildlife Fotografie. Cooinda bietet für jeden etwas: etwas luxuriösere Unterkünfte sowie aber auch einfache Campingplätze. Es hat ein einfaches aber gutes Selbstbedienungs-Restaurant mit lokalen Spezialitäten, Campkitchen und man kann natürlich auch in seiner eigenen „Outdoor-Küche“ kochen. Ich bevorzuge immer die einfach Variante. Ich möchte das Outback erleben. Luxus hat man zu Hause genug. Zudem hat es einen Shop um die wichtigsten Sachen zu kaufen und Benzin oder Diesel zu tanken. Jedem der das erste Mal den Yellow Water Billabong besucht, empfehle ich eine Tour mit Yellow Water Cruise auf dem Billabong, in der Cooinda Lodge zu buchen. Am besten die erste Tour Morgens sowie auch noch die letzte Tour Abends nehmen(Sunrise & Sunset Tour). Es sind sehr erfahrene Führer und sie wissen wo man am besten Wildlife sichten kann und dazu gibt es sehr viele Hintergrund Informationen. Ein Drittel aller australischen Vogelarten ist im Kakadu National Park vertreten, davon findet man mindestens 60 Arten in den „Wetlands“. Alle fünf Arten des Eisvogels findet man am Yellow Water Billabong. Der kleinste davon ist gerade nur 2cm gross und wenn man Glück hat, kann man auf einer Tour alle sichten. Natürlich sieht man auch eine Menge der berühmt berüchtigten Salzwasser Krokodilen. Um diese eindrückliche Landschaft zu erleben sollte man so eine Tour nicht auslassen. Es wird einem dann auch erst richtig bewusst wie unendlich gross und zusammenhängend dieses Fluss-System ist.
Das Bild von diesem Blog Artikel entstand am Yellow Water Billabong früh morgens noch vor Sonnenaufgang. Morgens hat es jeweils Bodennebel über dem Feuchtgebiet der sich aber sobald die Sonne aufheizt schnell mal auflöst. Ich liebe die frühen Morgen an diesem Billabong – sie haben eine ganz spezielle Stimmung. Bis auf diesen Morgen hatte ich auch nicht gewusst, dass Salzwasser Krokodile auf Bäume klettern können. Ich lief auf dem Steg zu dieser Stelle wo ich dieses Bild machte. Ich war an diesem Morgen der erste, der dort entlang lief. Diese Stelle ist einwenig weiter als die Anlegestelle der Boote der Yellow Water Cruises. Kurze Zeit später kamen auch die Tour-Guides der Yellow Water Cruise um die Sunrise-Tour von diesem Tag vorzubereiten. Nach und nach kamen dann auch die ersten Touristen welche die Sunrise-Tour gebucht haben. Einer der Führer deutete dann mit seiner Hand auf einen Baum neben dem Steg wo man vorbei laufen musste um auf die Boote oder eben auch zu meinem Standpunkt zu gelangen und fragte ob jemand das Krokodil auf dem Baum bemerkt hatte? Was ein Krokodil auf einem Baum? Neben dem Steg? Knapp 2 Meter davon entfernt lief ich kurze Zeit vorher vorbei! Ich hatte das nicht bemerkt, obwohl ich wirklich gut geschaut und vorsichtig gewesen bin! So schön diese Landschaft auch ist und vielleicht auch idyllisch auf einem wirkt, so gefährlich ist es dort auch. Aber gerade auch deshalb ist es für mich als Fotograf immer wieder eine Faszination dort zu fotografieren!Yellow-Water-Dawning
Technische Details: Nikon D800e, 24-70mm/f2.8 Objektiv (@45mm), ISO 250, f 10, 1/6 Sekunde, Polarizer