Nourlangie Rock

Nourlangie ist ein Felsmassiv im Kakadu National Park im Northern Territory von Australien welches vor allem bekannt ist durch seine Felsmalereien der Aborigines.
Nawurlandja, von dessen Namen sich der Name Nourlangie ableitet, ist einer von zwei bedeutungsvollen Kulturhistorischen Orte im Kakadu National Park. Der obere Teil von Nourlangie Rock ist bekannt als Burrunggui; der untere als Anbangbang.
Die dort zu findenden Felsmalereien sollen schätzungsweise bis zu 20‘000 Jahre alt sein.
Obwohl diese Felsmalereien sehr beeindruckend sind und sie neben denen am Ubirr zu den best erhaltendsten kulturellen Stätten mit Aboriginal Felsmalereien gehören, war dies nicht der Hauptgrund meines Besuchs des Nourlangie Rock.

Der Anbangbang Billabong liegt nicht unweit des Nourlangie Rock. Der Begriff Billabong stammt aus der Sprache der Aborigines und bedeutet so viel wie Wasserlauf, Wasserloch, versickernder Flussarm der sich während der Regenzeit mit Wasser füllt und in der Trockenzeit mehr oder weniger austrocknet.

Der Anbangbang Billabong ist auch ein guter Platz für „Wildlife“ Beobachtungen. Besonders am Abend oder in den frühen Morgenstunden kann man Wallabies beobachten. Auch viele Vogelarten sind hier zu Hause. Aber auch Vorsicht ist geboten wegen den grossen „Saltwater Crocodiles“! Morgens und vor allem Abends ein schönes Motiv wenn der Nourlangie Rock rot leuchtet im Licht der untergehenden Sonne.

So waren wir frühzeitig am Billabong und entschieden uns um den Billabong herum zu wandern. So konnte ich auch schon mal die Gegend erkunden von wo aus ich dann mein Bild machen wollte. Wie vorher schon erwähnt, wollte ich den Felsen im Abendlicht fotografieren wenn er schön rot/orange glüht. Schlussendlich fand ich einen guten Platz mit einer schönen Sicht auf den Nourlangie. Im Vordergrund der Anbangbang Billabong, die Eukalyptus Bäumen am anderen Ufer und dann noch der Nourlangie Rock. Jetzt musste ich nur noch etwas vom Pfad weg, damit ich das Bild so gestalten konnte wie ich es gerne haben wollte. Also lief ich durch das sumpfige Gebiet noch näher ans Wasser ran – natürlich sehr Vorsichtig und immer schaute ich gut ob evt. ein Krokodil in Sichtweite ist. Es war schon ein komisches Gefühl……..als Rückendeckung hatte ich noch Julie, welche auch Ausschau hielt auf Krokodile. Sie war es auch welche mich zurück hielt noch weiter hinaus zu gehen.
Es war leicht bewölkt und ich hoffte die Wolken machen der Sonne im richtigen Moment Platz. Es war unglaublich dieses Lichtspiel zu beobachten welches durch die Wolken und der untergehenden Sonne gesteuert wurde……..zuerst schien die Sonne auf die Bäume welche zwischen Anbangbang Billabong und dem Nourlangie waren, danach arbeiteten sich die Sonnenstrahlen den Felsen hoch bis er komplett rot glühte. Danach verschwanden die Eukalyptus Bäume wieder im Schatten und mit dem Untergang der Sonne nahm auch die Leucht-Intensität des Felsens wieder ab.
Es war ein beeindruckender Abend am Anbangbang Billabong. Nun mussten wir beim eindunkeln noch den halben Weg um den Billabong zurück zu unserem Toyota Land Cruiser wandern. Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen zu erwähnen, ich entlehnte auf dem Weg zurück meine Sonnenbrille noch an ein „Saltie“ Falls ihr ein „cooles“ Krokodil seht mit einer Sonnenbrille auf, das wäre dann meine!
Eines wusste ich schon auf dem Rückweg zum Auto genau: hierher komme ich wieder. Die Landschaft ist ein Traum und ich liebe den Duft von Eukalyptus in der Luft. Ich hatte mein Bild auf dem Chip……..und so für mich dachte ich: „Hey, du bist schon unwahrscheinlich privilegiert, solche Plätze zu bereisen und Zeuge zu sein dieser Wunder der Natur!“Sundown Nourlangie,Anbangbang Billabong, Kakadu Nat'l Park