Best of 2016

Immer Anfang Jahr lasse ich das vergangene Jahr fotografisch Revue passieren indem ich mir Gedanken mache über meine Bilder, welches für mich die 12 besten Bilder des vergangenen Jahres sind. Somit beschäftigt man sich noch einmal mit seinen Bildern – und die Auswahl ist immer schwer. Man muss sich wirklich auf eine kleine Auswahl Bilder beschränken und wirklich die besten auswählen. Natürlich ist das meine persönliche Auswahl. Dieses Jahr fand ich es besonders schwer, sind doch viele Bilder welche ich dieses Jahr gemacht habe, immer noch nicht fertig, das heisst immer noch als Raw-Datei auf meinem Rechner.
Vielen Dank an alle Fotografen die mit mir im vergangenen Jahr unterwegs waren. Besonders an meinen langjährigen Fotografen Kollegen Adrian Wirz. Die Woche in den Dolomiten war sicher einer der Höhepunkte im vergangenen Jahr. Vielen Dank an alle Workshop-Teilnehmer und an diejenigen welche bei mir einen Bildbearbeitungskurs besucht waren.
Jetzt wünsche ich allen ein gutes und hoffentlich auch erfolgreiches 2017!
Untenstehend findet Ihr meine persönlichen Favoriten vom 2016. (Es fehlen die Bilder von Australien! Diese werden später mal hier gezeigt als separates Best of…)

Landschafts-Fotografie-Workshops 2017

LANDSCHAFT-FOTOGRAFIE WORKSHOPS 2017
Zusammen mit Adrian Wirz führe ich im nächsten Jahr verschiedene Workshops durch. Die Workshop-Programme und Online-Anmeldungen sind jetzt online. Anmeldungen und mehr Infos unter folgendem Link: http://www.nature-moments.com/photography-workshops.html
Im April findet der beliebte „Blütenzauber-Workshop statt wo wir die Workshop-Teilnehmer durch schöne Baselbiet führen während der Kirschblütenzeit.
Im August führen wir dieses Jahr neu einen dreitägigen Workshop am Matterhorn durch.
Im September entführen wir unsere Teilnehmer in die Dolomiten wo wir neben den berühmten Drei Zinnen, ebenfalls am Pragser Wildsee und bei den Cinque Torri fotografieren.
Im Oktober findet dann wiederum der Belchen-Workshop statt, wo man mit etwas Wetterglück die inzwischen berühmte Belchenwelle fotografieren kann.

Das echte RAW

Wenn man es ganz genau nehmen will, dann ist jedes, aber auch jedes Bild manipuliert! Ja Ihr lest richtig! Jedes Bild! Das mag jetzt viele vielleicht schockieren und wenn jetzt ein «Purist» denkt, das betrifft mich nicht, muss ich ihn jetzt leider enttäuschen. Leider wissen viele immer noch nicht das RAW nicht gleich RAW ist und somit ein RAW eigentlich schon ein bearbeitetes Bild ist. Viele wissen das heute immer noch nicht, darunter sind auch viele Fotografen! Was ist denn nun ein RAW? Das wirkliche RAW-Original ist Schwarz/Weiss, ist sehr Kontrastarm und sehr gräulich. Eigentlich kann man das gar nicht ansehen. Viele wissen das überhaupt nicht. Das Original-RAW hat wenig bis nichts zu tun, mit der Datei welche viele als RAW und somit als Original-Bild bezeichnen. Das echte RAW wird als «Linear Gamma» bezeichnet und ist das eigentliche «Digitale Negative» Das ist die echte RAW-Datei und nicht diejenige welche wir in Lightroom oder Adobe Camera RAW sehen!!! Das will heissen, alles darüber hinaus ist eine massive Manipulation der „Original“ Raw-Datei.  Selbst wenn Sie in Lightroom oder Adobe Camera RAW mit den Standardeinstellungen geladen werden oder Sie das Bild auf dem Kamera-Monitor betrachten, sehen Sie ein stark vom ursprünglichen „Original-RAW“ geändertes Bild. Dies in der Regel meist noch auf eine langweilige Art und Weise.
Für mich geht es nicht darum Bilder zu manipulieren, sondern vielmehr diese zu optimieren. Wollen wir eine gute Kontrolle über jeden Prozessparameter haben, damit das Bild schlussendlich so aussieht wie wir es erlebt und gesehen haben. Es geht auch darum es in bester Qualität zu „entwickeln“! Optimiert Ihr eure Bilder auch in Lightroom oder Adobe Camera RAW? Macht Ihr auch noch „Fine Tuning“ in Photoshop damit Ihr noch die letzten 10-20% mehr Bildqualität aus eurer Datei herauskitzeln könnt? Wenn nicht, vergeudet Ihr in den meisten Fällen Bildqualität und Ihr könnt nicht das Maximum aus eurer Datei herausholen.
Wenn man glaubt das „Out of Cam“ das reale Bild ist welche der Wirklichkeit entspricht, hat man sich gewaltig getäuscht. Nichts entspricht weniger der Wirklichkeit als das Original-RAW und das Bild welches direkt aus der Kamera kommt! Wer daran immer noch Zweifel hat, dem kann ich nur das Buch „The Real World Camera RAW“ von Bruce Fraser weiterempfehlen.
In meinen Workshops, ob Privat oder Gruppen-Workshops, sowie auch in speziellen „Bildbearbeitungs-Coachings“ zeige ich Euch Schritt für Schritt wie ihr aus eurer RAW Datei ein hochwertiges Bild macht. Bei Interesse könnt Ihr mich einfach kontaktieren unter office@nature-moments.com
Zum Bild: Das Bild zeigt die Drei Zinnen-Hütte in den Dolomiten an einem Sommerabend vor einem heftigen Gewittersturm. Ich habe bewusst hier eine Langzeitbelichtung gemacht um die Dramatik noch hervorzuheben. Entsprechend habe ich dann das Bild im RAW Converter bearbeitet und in Photoshop fertig gestellt.20160705-_dsc2018-bergwelt-dolomiten
Technische Details: Nikon D810, 24-70/f2.8 Objektiv (@24mm), ISO 64, f 11,                  53 Sekunden, Big Stopper & Little Stopper

 

Unterwegs bei den Gastlosen

Nachdem ich die Gastlosen jetzt schon mehrmals im Sommer besuchte, wollte ich die Schönheit dieser Landschaft jetzt auch mal im Winter fotografieren. Der erste Versuch Ende letzten Jahres scheiterte, als ich die Gastlosen von oben fotografieren wollte. So versuchte ich es Anfang Februar 2016 noch einmal – diesmal aber wollte ich von Jaun aus zum Chalet du Soldat wandern. Die Woche vorher überlegte ich mir lange wohin es am Wochenende gehen sollte – doch irgendwie passte mir nichts. Doch als es gegen Ende Woche Schnee bis in tiefe Lagen gab, dachte ich plötzlich wieder an die Gastlosen. Ich schaute mir am Tag zuvor die Webcam vom Chalet du Soldat an und es sah vielversprechend aus. Doch wusste ich auch, dass am Samstag schon wieder eine Warmfront kommt und ab Samstagnachmittag sollte Föhn aufkommen. Föhn sorgt in den Alpen immer wieder für interessante Bedingungen, doch es kann durchaus auch eher langweilig werden. Ein weiterer Nachteil, waren die warmen Temperaturen. Am Freitagabend waren die Tannen alle noch weiss – von dem war am Samstag leider nichts mehr zu sehen. Dennoch, dachte ich, es könnte vielversprechend sein. Zusammen mit Jacqueline Fellmann (Jacqueline Fellmann Photography), machte ich mich am Samstag Früh dann auf den Weg in die Fribourger Alpen. Das Wetter war ok, nicht gerade berauschend um zu fotografieren, doch wir wussten das kann sich jederzeit ändern. Angekommen an unserem Ausgangspunkt für die Wanderung im Dorf Jaun, montierten wir die Schneeschuhe und machten uns auf den Weg zum Chalet du Soldat. Ich rechnete mit 3 Stunden Wanderzeit, doch es wurden 4 daraus mit ein paar Pausen unterwegs. Es war relativ warm für einen Februar-Tag und man konnte eigentlich schon fast im T-Shirt wandern. Schnee war genügend vorhanden um ein «Winter-Feeling» zu bekommen. Immer wieder machten wir eine kleine Verschnaufpause und bestaunten die Gipfeln der Gastlosen. Da wir genügend Zeit einplanten, mussten wir uns auch nicht beeilen. Der Aufstieg war anstrengend aber zu gleich auch sehr schön und im späteren Nachmittag erreichten wir dann das Chalet du Soldat auf der Krete. Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Berghütte, machten wir uns weiter auf den Weg und wanderten der Krete entlang zu unserem Abendspot. Inzwischen hat sich das Wetter zu unseren Gunsten entwickelt. Interessante Föhnwolken am Himmel und die Sonne fand immer wieder einen Weg durch die Wolken und zauberte wunderschönes goldenes Licht auf die verschneite Berglandschaft. So konnten wir schon vor Sonnenuntergang ein paar Bilder machen. Plötzlich ging alles schnell, die Gastlosen fingen an zu leuchten und man konnte beobachten anhand dem Schatten auf der Gebirgskette wie schnell die Sonne jetzt hinter dem Horizont versank. Kurz darauf war das Licht auf den Gastlosen weg, doch gegen Westen färbte sich der Himmel jetzt in Goldgelb, Rot und Magenta und bot uns ein fulminantes Abschlussfeuerwerk eines schönen Winterabends. Der Wind wurde jetzt immer stärker und stärker und man konnte kaum noch aufrecht gehen. Höchste Zeit die Krete und diese exponierte Lage zu verlassen und zur Berghütte zurück zu gehen. Dort erwärmten wir uns dann noch an einer Suppe, bevor wir uns auf den Rückweg nach Jaun machten. Der Abstieg dauerte viel weniger lange und schon nach nur 90 Minuten waren wir wieder an unserem Ausgangspunkt in Jaun.Gastlosen - Bathed-in-Gold
Technische Details: Nikon D810, 24-70/f2.8 Objektiv (@35mm), ISO 64, f 11,
1/800 Sekunde,Pano aus 11 Einzelaufnahmen, double processing Gastlosen-Evening-Glow
Technische Details: Nikon D810, 24-70/f2.8 Objektiv (@24mm), ISO 80, f 10,
1/40 Sekunde, Pano aus 14 Einzelaufnahmen, double processingGastlosen-Bergfeuer
Technische Details: Nikon D810, 70-200/f2.8 Objektiv (@110mm), ISO 200, f 8,
1/60 Sekunde, double processing