Belchen Sunrise (Fotografieren bei starkem Wind)

Ganz spontan ging ich an diesem Morgen auf die Belchenfluh – eines der wenigen Male diesen Winter nur für mich um zu fotografieren. Eigentlich hatte ich ganz andere Pläne doch zwei Fotografen-Kollegen, Roger Andres und Sandra Eigenheer, fragten mich spontan an, ob ich mitkommen würde.
Die Bedingungen an diesem Morgen sollten ja gut sein: und in der Tat waren sie es auch!
Aber es war auch wieder einmal sehr windig, als ich auf dem Kilchzimmersattel aus dem Auto stieg an diesem Februar-Morgen. Na ja, wann ist es dort oben schon nicht windig, dachte ich nur für mich. Zumindest geht dort oben immer ein recht zügiger Wind wenn ich auf der Belchenfluh bin.

Windige Tage können für Landschaftsfotografen eine grosse Herausforderung sein, aber der Wind kann auch dafür sorgen, dass man spannende und dynamische Bilder machen kann, welche ohne Wind so nicht möglich gewesen wäre. Wind erzeugt Bewegung und gibt uns somit die Möglichkeit diese Energie einzufangen.
Man kann entweder die Bewegung einfrieren, das heisst eine sehr kurze Verschlusszeit wählen, oder man kann mit einer längeren Belichtungszeit die Bewegung einfangen, was ich persönlich bevorzuge oder meinem Stil eher entspricht.
Längere Belichtungszeiten eignen sich besonders gut bei Gräsern, Getreidefeldern, Wiesen oder auch Bäumen. Aber auch mit Wolken und Nebel geht dies besonders gut, wobei dazu starker Wind nicht zwingend nötig ist.
Mit einer längeren Belichtungszeit erreicht man eine etwas abstraktere und künstlerische Darstellung der Landschaft was mir sehr gut gefällt. Die Herausforderung hierbei ist, dass man das Stativ sicher aufstellen muss, wenn möglich nicht noch die Beine aufs Maximum ausziehen sollte um Bewegungen und Schwingungen zu vermeiden. Das kann je nach Windstärke eine sehr grosse Herausforderung und evtl. sogar fast unmöglich sein!

Aber auch kurze Verschlusszeiten können zusammen mit Wind sehr reizvoll sein. Man kann damit die Bewegung einfrieren, wie zum Beispiel, Blätter welche in der Luft vom Wind herumgewirbelt werden. Es gibt viele Möglichkeiten wie man den Wind zu seinen Gunsten nutzen kann.

An diesem Morgen auf der Belchenfluh schien es wieder einmal perfekt zu sein: der Nebel der wie eine schwungvolle Welle über die Jurahügel fliesst, traumhaftes Licht und schöne Farben. Wenn nur dieser starker Wind nicht wäre, dachte ich für mich! Auf dem Belchen habe ich bis heute noch keine Lösung gefunden, wie ich bei starkem Wind – und den hat es meistens bei diesen Bedingungen – meine Bildidee umzusetzen. Ich habe einfach noch keine Idee gehabt, wie ich mein Stativ gegen diesen Wind sichern kann, aber trotzdem frei sein kann um mein Bild zu komponieren. Habe schon viele, schon sehr viele Möglichkeiten ausprobiert um mein Stativ vor dem Wind und den Schwingungen zu schützen. Bis heute noch ohne Erfolg. Erschwerend kommt, dass ich das Bild mit meinem 70-200/f2.8 machen muss, damit ich den geeigneten Ausschnitt wählen kann und mit einer Belichtungszeit zwischen 30 Sekunden und 3 Minuten!
Nach ein paar Versuchen, entschied ich mich an diesem Morgen, für eine andere Bildidee, welche sich trotz starkem Wind umsetzen lassen sollte.
Ich suchte mir einen etwas Windgeschützten Standpunkt um Kamera zu positionieren und komponierte dann mein Bild. Allerdings entschied ich mir für eine kürzere Belichtungszeit, sonst wäre es technisch sehr schwer gewesen dies auch umzusetzen. Es war auch so nicht einfach. Auch so stellte mich der Wind vor eine sehr grosse Herausforderung. Für dieses Bild brauchte ich 4 einzelne Belichtungen um die technischen Anforderungen zu erfüllen. 3 Belichtungen für die Tiefenschärfe von vorne bis an den Horizont und eine weitere Belichtung für den Dynamikumfang. Mit etwas Geduld und Glück, hatte ich ein paar Sekunden wo der Wind etwas nachliess und konnte in dieser Zeit meine 4 Belichtungen machen. Diese 4 Bilder überblendete ich dann mit verschiedenen Techniken manuell in PhotoshopBelchen-Sunrise
Technische Details: Nikon D800e, 24-70mm Objektiv (@48mm), ISO 64, f 14, 4 Belichtungen für Tiefenschärfe & Kontrastumfang (3x 1/8 sec für DOF & 1×1/13 sec für Dynamic Range), manuell überblendet in Photoshop, 0.6 soft Grad Filter

nature-moments best of 2014

….und wieder ist ein Jahr vorbei. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Wie immer am Anfang eines neuen Jahres schaut man noch einmal zurück auf das vergangene Jahr. Es war kein einfaches Jahr aus fotografischer Sicht, trotzdem konnte ich ein paar Ideen umsetzen. Einer der Höhepunkte war letztes Jahr der Trip zu den Cascade des Tufs. Ich wollte diese Location schon seit vielen Jahren aufsuchen, nun hat es endlich mal geklappt. Auch dieses Jahr steht der französische Jura wieder auf meiner Liste. Ein anderer Höhepunkt war im Oktober die mehrtägige Trip mit Landschaftsfotografen Kollege Martin Mägli in den Walliser Alpen. Auch hier konnte ich einige schöne Bilder machen. Im November konnte ich endlich nach 5 langen Jahren die Welle im Schweizer Jura (Belchen-Region) umsetzen. Diese Idee jagte ich schon seit 5 oder 6 Jahren hinterher. Auch bin ich immer noch an der Bearbeitung und Durchsichten der Bilder vom letzten Australien Besuch. Auch hier gab es einige schöne und stimmungsvolle Bilder.
Nun, untenstehend findet Ihr eine Auswahl meiner persönlichen Favoriten aus dem vergangen Jahr!

Again another year is gone by! It’s incredible how time flies by. As always at the beginning of a new year I take a look back at the past year.
One of my highlights was the trip to the French Jura visiting Cascade des Tuffs. This location has been on my wish list for so many years and finnaly past spring everything seemed to be perfect to photograph these waterfalls in the French Jura. The French Jura also made it on the „to do-list“ for this year. Another highlight was the multi-day trip to the Southern Swiss Alps in october with fellow Swiss landscape photographer Mart Mägli. Weh ad for three day really great weather conditions and so I was able to bring home some real great images. Some of them are still waiting to be processed. In November I finally could fullfill a 5 year old dream: shooting the wave in the Swiss Belchen Region (Swiss Jura Mountain). I had been chasing this idea for 5-6 years and finally this past autumn the weather situation was perfect and the fog was flowing over the lower Jura Mountains. It was such an amazing moment and I am so grateful to witness such a beautiful moment. Also, I’m still processing images from our last trip to Australia!
Below you will find a selection of my personal favorites from the past year!

20131230-_DSC4226-Woodland-Solitude20131227-_DSC4177-Weites-Emmental20131230-_DSC4328-Elegance20141018-_DSC0550-Matterhorn-DelightMatterhorn-Majestic20141114-_DSC1461-Himmel-auf-Erden20140608-_DSC5611-Sommergold20140501-_DSC4964-Cascade-des-tufs20140622-_DSC5718-Verwittert20141013-_DSC0428-Pebbles-&-Leaf20141014-_DSC0372-Herbstlicht-am-Ankenballen 20141020-_DSC0835-Lac-Bleu20141129-_DSC0586-Ein-Hauch-von-Gold20130919-_DSC1642-Lilies-of-Yellow-Water20131007-_DSC3164-Apostels-Storm-Light20131001-_DSC2845-Sunrise-Glow20130923-_DSC2083-Pebblescapes20130920-_DSC1785-Gagudju-Dreaming20130920-_DSC1856-Florence-Falls20130920-_DSC1763-Kakadu-Moonset

Landschaftsfotografie Workshop Winter am Belchen

Nachdem die ersten beiden Belchen-Herbst-Fotoworkshops ein voller Erfolg für alle Beteiligten waren, haben wir uns entschlossen in diesem Jahr am 13.12 (Ausweichdatum: 10.1.15) noch einen Winter Fotoworkshop in der Schweizer Belchenregion durchzuführen. Details sind auf dem PDF beschrieben:Workshop December 201420141114-_DSC1466-720px20141114-_DSC1461-720pxBelchen-Baselland-SchweizBelchen-Ruchen-Baselland