Best of 2016

Immer Anfang Jahr lasse ich das vergangene Jahr fotografisch Revue passieren indem ich mir Gedanken mache über meine Bilder, welches für mich die 12 besten Bilder des vergangenen Jahres sind. Somit beschäftigt man sich noch einmal mit seinen Bildern – und die Auswahl ist immer schwer. Man muss sich wirklich auf eine kleine Auswahl Bilder beschränken und wirklich die besten auswählen. Natürlich ist das meine persönliche Auswahl. Dieses Jahr fand ich es besonders schwer, sind doch viele Bilder welche ich dieses Jahr gemacht habe, immer noch nicht fertig, das heisst immer noch als Raw-Datei auf meinem Rechner.
Vielen Dank an alle Fotografen die mit mir im vergangenen Jahr unterwegs waren. Besonders an meinen langjährigen Fotografen Kollegen Adrian Wirz. Die Woche in den Dolomiten war sicher einer der Höhepunkte im vergangenen Jahr. Vielen Dank an alle Workshop-Teilnehmer und an diejenigen welche bei mir einen Bildbearbeitungskurs besucht waren.
Jetzt wünsche ich allen ein gutes und hoffentlich auch erfolgreiches 2017!
Untenstehend findet Ihr meine persönlichen Favoriten vom 2016. (Es fehlen die Bilder von Australien! Diese werden später mal hier gezeigt als separates Best of…)

Abyss

Einmal mehr war ich wieder mal am Creux Du Van. Wie ich schon öfters erwähnt habe, ist der Creux Du Van wettermässig immer eine Wundertüte – aber gerade deswegen auch immer wieder für Überraschungen gut. Der Besuch des Creux Du Van war aber diesmal nicht unbedingt vorgesehen gewesen. Doch zwei Tage vorher telefonierte mir Jamie Dormer, Fotograf aus Southport, Queensland/Australien, spezialisiert in Natur, Landschaft und Reise-Fotografie und fragte ob ich Zeit habe, er würde noch für ein paar Tage in die Schweiz kommen bevor er dann Mitte November wieder nach Hause fliegen würde. So sagte ich ihm er solle nach Solothurn kommen und wir würden dann zusammen verschiedene Spots im Schweizer Jura fotografieren gehen. Die Herbstfarben waren gerade auf dem Höhepunkt, Nebel war auch schon ein Thema und das Wetter schien gerade perfekt zu passen. So fuhren wir früh morgens Richtung Neuenburger Jura zum Creux Du Van. Bis kurz vor der Métairie Soliat sah noch alles perfekt aus, doch dann fuhren wir in eine Nebelwand hinein. Nun, für diese Gegend sind diese Wetterverhältnisse nichts Neues. Der Weg zum Creux Du Van war dann alles andere als einfach – wir sahen kaum ein paar Meter weit und wir mussten wirklich den Weg mehr oder weniger «abtasten». Doch schlussendlich standen wir an der Krete zum Creux Du Van.  Es wurde langsam heller und auch der Nebel lichtete sich, doch die Hoffnung für einen dramatischen Sonnenaufgang mussten wir begraben. Doch wir suchten andere Motive und fanden diese auch. Der Creux du Van war an diesem Morgen wieder eine fantastische Spielwiese für Fotografen. Etwas später lichtete sich der Nebel doch noch und der Creux Du Van kam zum Vorschein. Gefreut habe ich mich vor allem für Jaime, so konnte er doch auch noch ein paar stimmungsvolle Aufnahmen vom Creux du Van machen.
Die Entstehungsgeschichte vom Bild «Abyss» ist allerdings etwas länger her. Schon immer wollte ich eigentlich gerne einen Steinbock dort auf dem Felsen stehen haben, doch bis jetzt war das noch nie der Fall. Als Jaime dort ein paar Bilder machte, sah ich zum ersten Mal die «Welle vom Creux du Van». So versuchte ich dieses Ereignis zu fotografieren – doch eine klar definierte Welle gab es jeweils immer nur sehr kurz und die Nebelgrenze wechselte immer sehr schnell so dass ich da kein ansprechendes Bild machen konnte. Jaime fragte mich dann, ob er schnell für ein paar Aufnahmen auf den Felsvorsprung gehen könnte und als ich ihn da so stehen sah, kam mir dann diese Bildidee. Nun, habe ich Jaime Dormer anstatt einen Steinbock auf dem Felsen stehen. Als ich einige Tage späte die Bilder am PC begutachtete, musste ich sagen, dass dieses Bild eines meiner Favoriten von diesem Tag ist.
Technische Details: Nikon D810, 14-24/f2.8 @ 14mm, ISO 64, f 13, 1/400, Double Processing für Dynamikumfang

 

Best of 2015 (Persönlicher Jahresrückblick)

Für mich ist es als ob es erst gerade gestern gewesen ist, als ich hier vor dem PC die „Best of 2014“ zusammenstellte. Und nun mache ich mir schon wieder Gedanken welches meine persönlichen Favoriten vom 2015 sind. Es ist schon auf eine Art beängstigend wie schnell doch die Zeit vergeht. Doch gerade dies zeigt mir wiederum wie wichtig es ist, das Leben bewusst zu leben und jeden Moment davon voll auszukosten und zu geniessen.
Auch in diesem Jahr konnte ich wieder ein paar Bildideen umsetzen, durfte viele schöne Momente draussen in der Natur verbringen und staunte des Öfteren in Ehrfurcht über die Wunder welche die Natur hervorbringt. Auch durfte ich viele neue Abenteuer erleben! Viele davon werden immer in meiner Erinnerung bleiben: sei es das Gewitter am Creux du Van, die Heimreise von den Cascades des Tuffs als wir in voller Fahrt auf einer Landstrasse im französischen Jura in einen Meterhohen Schneeberg fuhren, welcher die ganze Strasse blockierte und wir dann das Auto von Hand wieder freischaufeln mussten oder auch den Rückweg von der Stallfluh zum Altenhüsli im Solothurner Jura wo wir im Schneegestöber, dicken Nebel bei einer Sichtweite von wenigen Meter und Wind durch Kniehohe Schneeverwehungen stapften und den Weg nur erahnen konnten. Auch der anstrengende aber lustige Aufstieg von Wasserauen zum Seealpsee letzten September oder zu guter Letzt den Abstieg vom Oeschinensee nach Kandersteg wo wir auf einer steilen Skipiste bei Nacht wortwörtlich fast auf unseren Hintern runter rutschen mussten. Ein anderes schönes Erlebnis war die mehrtägige Tour mit Martin Mägli im August in den Tessiner Bergwelt, sowie die Woche im Engadin diesen Herbst mit Jacqueline Fellmann und Martin Mägli. Auch die Nacht welche wir zu viert in einer Hütte am Bachalpsee verbrachten und unsere Kleider noch Tagelang nach geräucherten Cervelats „dufteten“ gehört zu den Momenten im 2015 die ich sicher nicht so schnell vergessen werde.
Auch die Workshops welche ich in dem zu Ende gehenden Jahr mit Adrian Wirz durchführen durfte, werden unvergesslich bleiben. Ich erinnere mich noch gerne an den allerersten Workshop im 2015 vom vergangenen Januar, welcher eigentlich ein „Winter-Workshop“ sein sollte, doch die Verhältnisse waren alles andere als winterlich. Beim zweiten „Belchen-Winter-Workshop“ war es dann dafür tiefer Winter. Ja das war dann der „Überlebens-Workshop“. Die Teilnehmer mussten bei eisigen Temperaturen stundenlang draussen sein und durch Meterhohe Schneeverwehungen wandern. Dann war da noch der wunderschöne und erfolgreiche Frühlings-Workshop mit einer ausgesprochen sehr aufgestellten Gruppe. Auch gab es diesen Herbst wieder zwei „Herbst am Belchen-Workshops“ – diesmal zwar ohne die inzwischen bekannte Welle am Belchen. An dieser Stelle möchte ich auch nochmals allen Teilnehmer unserer Workshops danken. Hat mich gefreut euch kennen gelernt zu haben und dass ich Euch auf eurem fotografischen Weg ein kurzes Stück begleiten durfte.
Es war ein sehr intensives Jahr, trotzdem habe ich noch einmal weniger Bilder gemacht als im Vorjahr. Habe mich vielmehr auf die Qualität der Arbeit konzentriert – wenige Bilder gemacht, doch diese dafür versucht mit hoher Qualität herzustellen bis zu der fertigen Printausgabe. Aus diesem Grunde habe ich auch wieder viel Zeit in die Nachbearbeitung investiert und mich dort auch in diesem Jahr wieder weitergebildet. Was sich dann wieder ausbezahlt machte, als ich für andere Fotografen Gallery-Prints erstellen durfte, das heisst für Ihre Bilder das «post-production» zu machen, was auch sehr interessant ist.
Nun zu guter Letzt, möchte ich jetzt noch allen Danken die mich im vergangenen Jahr auf die eine oder andere Weise unterstützt haben. Vielen Dank auch an meine Kunden und Auftraggeber für die tolle Zusammenarbeit.
Einen besonderen Dank an alle mit denen ich letztes Jahr unterwegs sein durfte für die schönen, manchmal aber auch anstrengenden Stunden, atemberaubenden Momente die wir zusammen erleben durften, für die lustigen Augenblicke die wir teilen konnten und die Gespräche die wir miteinander führten und einfach für die Zeit zusammen – vielen Dank! Ich weiss jeden von euch zu schätzen und bin dem Leben Dankbar euch kennen zu dürfen!
Jetzt freue ich mich aufs 2016 und die vielen neuen Abenteuer!
Erster kleiner Höhepunkt im 2016 wird der Workshop Ende Januar in Deutschland sein, welche ich zusammen mit Dennis Heindrich und Adrian Wirz bei der Burg Hohenzollern durchführen werde.
Wünsche allen ein gutes und hoffentlich auch erfolgreiches 2016!
Untenstehend findet Ihr meine persönlichen Favoriten vom 2015.
Birnenbaum-King of TreesSeeland-Bern-BielerseeMorgenstund-Pano Belchen-Sunrise-Schweiz Cascade-des-Tufs-Winter Neu Falkenstein - CandylandLago di Saoseo-Wild-Light Seealpsee-Alpstein-Ruhe-&-Harmonie Tessin-Sundance Creux du Van-Days-of-Thunder Giessen-Wasserfall-Wild-Spring Baselbiet-Frühling-BluetenzauberGreat Ocean Road-Gibsons-Light Rainbow Valley-Timeless-Land Florence Falls-Dreamin-at-Florence-Falls

Der unbezahlbare Moment

Wieviel ist Euch eigentlich ein Bild Wert? Damit meine ich jetzt nicht der materielle Wert eines Bildes! Nein, vielmehr geht es mir darum was Ihr alles in Kauf nehmen würdet um „Das Bild“ zu machen! Wieviel investiert Ihr in ein Bild! Ein Bild ist für mich eigentlich unbezahlbar – natürlich hat ein bestimmtes Bild vielleicht für mich persönlich mehr Wert als ein anderes Bild. Das hängt aber davon ab, was mich mit dem Bild verbindet. Was ist die Geschichte zum Bild. Jedes Bild ist irgendwie wie ein eigenes Kind. Jedes Bild hat seine eigene Geschichte. Dieses Bild hier konnte ich vor knapp 2 Wochen fotografieren. Ich dachte mir schon im Vorfeld, dass an diesem Abend alles passen könnte. Der Wetterbericht und die Wetterlage am Nachmittag des bestimmten Tages – alles schien perfekt zu sein. Und so war es auch – es passte wieder einmal alles zusammen. Das sind dann diese Momente wo Landschaftsfotografen entschädigt werden, für alle Ihre Mühen und Strapazen die Sie auf sich nehmen um das perfekte Licht einzufangen. Doch das Fotografieren und diesen Moment festzuhalten ist eine Sache – den Moment zu erleben und ihn bewusst wahrzunehmen eine andere und eine ebenso schöne Sache. Wenn man so ein Naturschauspiel bewundern darf, ist man einfach nur „Dankbar“ – doch wird einem auch die Kraft der Natur erst wirklich richtig bewusst. Wir Menschen können viel kontrollieren, doch der Kraft und der Gewalt der Natur sind wir machtlos ausgesetzt und in so einem Moment wird einem auch klar, wie klein und nichtig wir eigentlich sind.
Als wir, Adrian Wirz und ich, an diesem Abend das Auto auf dem Parkplatz der Metairie Le Soliat parkten und unser Equipment sowie Zelt und Schlafsack auf den Rücken packten, schien es nach einem relativ friedlichen Abend auszusehen. Ich machte mir schon ein paar Gedanken und hoffte, dass mir ein paar Restwolken bis zum Sonnenuntergang übrig bleiben würden. Abends finde ich den Creux Du Van relativ schwierig zu fotografieren damit wirklich alles stimmt und somit kam für mich eigentlich nur ein Standpunkt in Frage – vor allem auch, weil ich von dort schon seit längerem eine Bildidee versuchte umzusetzen. Dort angekommen, sah es schon mal nicht schlecht aus, doch aus fotografischer Sicht war das Licht noch nicht optimal und eine grosse dicke Wolke schob sich vor die Sonne und verdeckte diese sicher für die nächsten 30 Minuten. Weil wir unser Gepäck am anderen Ende der Felsarena deponiert hatten und uns jetzt entschieden haben, auf dieser Seite des Creux Du Van unsere Zelte aufzuschlagen, entschied ich mich, die Zelte und Schlafsäcke schnell zu holen. Ich beeilte mich, wollte ich doch nichts verpassen und gerade rechtzeitig war ich wieder zurück. Und was sich dann abspielte, hätte ich nicht mal im Traum daran gedacht, dass wir so ein Naturschauspiel erleben würden an diesem Abend. Eine riesen Wolke türmte sich vor uns auf, dahinter schien aber die Sonne und die Wolken brachen das Licht. Die bedrohlich wirkende Wolke wurde immer grösser und man konnte sehen wie es am Horizont in Strömen regnete – und der Himmel unter der Wolke färbte in schönen warmen Farbtönen. Eine Stimmung wie kurz vor Weltuntergang. Einfach nur atemberaubend. Wir waren so vertieft in dieses Naturschauspiel, dass uns nicht einmal die dunkle Wand hinter uns auffiel. Adrian bemerkte diese dann, doch mich konnte diese schwarze Wolkenwand nicht tief beeindrucken – oder noch nicht. Doch kurze Zeit später, stimmte ich Adrian zu, dass wir uns auf den Rückweg machen sollten. Doch weit kamen wir nicht. Das Naturschauspiel war so faszinierend und wenn man einmal so was erleben darf, dann will ich es auch fotografieren und „erleben“! Mir war zu diesem Zeitpunkt schon bewusst, dass wir hier ein wenig mit dem Feuer spielten, doch ich wusste auch um ein gutes Bild zu machen, muss man auch bereit sein, dieses kleine Stück mehr geben zu wollen als die anderen. Ich sage immer, man muss dorthin gehen wo es einem weh tut. Man muss bereit sein, sich aus der „Komfortzone“ heraus zu wagen! Plötzlich sahen wir die Sonne als glutrote Kugel wie sie sich durch die dünne Wolkenschicht unter der bedrohlich wirkenden Riesenwolke durchkämpfte. Doch nachdem die Sonne am Horizont untergangen ist, machten wir uns dann schleunigst auf den Rückweg. Ich glaubte zwar immer noch nicht so Recht, dass das Gewitter zu uns kommt, und wenn doch, dann hätten wir sicher schon im Auto Schutz gefunden. Doch es sollte anders kommen. Auf einmal ging alles schnell. Wir waren auf dem Abstieg von höchsten Punkt auf der Krete als plötzlich die ersten grossen und schweren Regentropfen auf uns runter fielen. In der Zwischenzeit donnerte es schon gewaltig und ab und zu sah man in der Distanz auch schon die ersten Blitze runter gehen. Uns war inzwischen Bewusst, dass wir es nicht mehr bis zum Auto schaffen werden und so suchten wir Schutz in dem kleinen Buchenwald. Dann krachte es gewaltig in unmittelbarer Nähe von uns. Ein Blitz schlug in der Nähe ein! Spätestens jetzt wurde mir Bewusst, in welcher Situation wir steckten. Es begann wie aus Kübeln zu Regnen. Innerhalb wenigen Minuten waren wir durch und durch nass. Ich wollte dann zum Schutz noch ein Zelt aufstellen, doch da war nichts zu wollen. Also lagen wir uns auf den Boden entlang der Steinmauer neben unserem Gepäck und zogen zum Schutz vor dem Regen die Zeltblache über unsere Köpfe. Doch jetzt ging es erst richtig los. Es war ein Inferno und wir mitten drin. Es blitzte und donnerte um uns herum und zum Teil war es, obwohl es mittlerweile schon Dunkel war, Taghell! Die Zeit schien endlos zu sein und irgendwie verlor ich das Zeitgefühl dort unter der Zeltblache. Schätzungsweise nach einer Stunde, schien es vorbei zu sein und wir dachten das Schlimmste überstanden zu haben! Doch genau in diesem Moment schlug ein Blitz ganz in der Nähe ein. Es war wie ein Urknall – Ohrenbetäubend! Und so hiess es weiter warten. Wie lange wir unter dieser Zeltblache verbrachten, kann ich nicht mehr genau sagen, aber es müssen sicher an die zwei Stunden gewesen sein. Gegen Mitternacht konnten wir uns dann auf den Weg machen zum Auto. Es donnerte und blitzte immer noch – und in der Dunkelheit hatten wir noch Mühe den Rückweg zu finden. Natürlich war nichts mehr mit biwakieren an diesem Abend. Alles war durch und durch nass. Während der Zeit unter der Zeltblache machte ich mir einige Gedanken, wieviel mir ein gutes Bild Wert ist. Ich nehme viel in Kauf für ein gutes Bild und ich denke man muss dazu auch bereit sein ein gewisses Risiko einzugehen. Man muss auch bereit sein etwas mehr geben zu wollen als die meisten zu geben bereit sind. Manchmal muss man sicher das glück auch etwas herausfordern – doch ich denke das Risiko sollte auch kalkulierbar sein. Kein Bild ist es Wert, sein Leben dafür zu geben – doch man muss bereit sein an sein Limit zu gehen und noch ein bisschen mehr. Ein gutes Bild muss man „leben“ und fühlen. Ich sage mir jetzt, jeder einzelne Donner und jeder einzelne Blitz waren mir diese Bilder und dieser Abend Wert. Es sind aber nicht alleine die Bilder die zählen, sondern auch, dass man das Glück hatte so einen Moment erleben zu können und Zeuge eines einzigartigen Naturschauspiel sein durfte.Creux Du Van - Approaching Storm

Technische Details: Nikon D810, 14-24mm Objektiv (@14mm), ISO 64, f 11, 1/20 Sekunde, double processing (Dynamikumfang)

Into The Light

Ein für mich sehr ereignisreiches und auch erfolgreiches Fotojahr neigt sich dem Ende zu.
Der Höhepunkt dieses Fotojahres war unser Trip durch das Northern Territory, South Australia und zum Abschluss noch die Great Ocean Road und Melbourne. Viele dieser Bilder werdet Ihr im nächsten Jahr hier auf meinem Blog oder auch auf Facebook, Google+, 500px und anderen Sozialen Netzwerke auch zu sehen bekommen. Die besten werde ich dann auch auf meine Website nature-moments.com hochladen.
Ein paar Bildideen konnte ich in diesem Jahr wieder verwirklichen, aus Visionen wurden Bilder, manchmal machte das Wetter mit, manchmal auch wieder nicht, einige Ideen liessen sich (noch) nicht umsetzen und viele neue Ideen kamen dazu.
Ich danke allen welche mich durch mein Fotojahr 2013 begleitet haben und wünsche allen ein gutes 2014!
Dieses Bild hier machte ich gestern Morgen auf dem Creux Du Van im Neuenburger Jura.
Ich war an diesem Tag das erste Mal mit Martin Maegli unterwegs, einen Fotografen dessen Bilder ich schon ein paar Jahre bewundere aber selber noch nie getroffen hatte.

Bis jetzt war ich auf dem Creux Du Van nicht gerade mit Glück überhäuft worden. So schien es zuerst auch diesen Morgen wieder zu sein. Angekommen etwas unterhalb von Le Soilat, dem Ausgangspunkt – von dort aus ging es mit Schneeschuhen weiter – war der Himmel zwar noch Sternenklar, doch je näher wir dem Creux Du Van kamen, desto mehr kamen wir in dichten Nebel. Oben angekommen warteten wir dann auf „das Licht“, welches dann tatsächlich auch kam. Und was für ein Licht und was für eine Stimmungen! Solche Momente sind einfach nur „Magie“ und die Belohnung für manache Stunde die man im Nebel wartend verbracht hat oder das Wetter einfach nicht stimmte und man schlussendlich ohne ein Bild wieder nach Hause gegangen ist. Zwar konnte ich auch an diesem Morgen meine urprüngliche Bildideen nicht umsetzen, aber dafür ergaben sich total neue Bildideen und Lichtstimmungen die einfach nur atemberaubend waren.
Oft geht es auch nicht darum, dass man mit unzähligen Bildern auf der Speicherkarte heimkommt – natürlich, jeder Fotograf wünscht sich das – doch vielmehr zählt auch solche Naturwunder erleben zu dürfen.
Was uns die Natur an diesem Tag bot, war einfach nur atemberaubend. Den ganzen Tag lang konnte man fotografieren, das Licht und die Stimmung änderte sich ständig – natürlich musste man Geduld haben, wenn man wieder ein Motiv entdeckt hat, doch meistens wurde man an diesem Tag dafür auch belohnt.
Auch dieses Bild hier war nicht geplant! Es hat sich einfach so ergeben als wir darauf warteten, dass der Nebel sich etwas lichtet – und plötzlioch kamen diese Tannen zum Vorschein! Mancham hat man das Glück eben auf seiner Seite!Creux Du Van -Into The Light                          Technische Details: Nikon D800e, 24-70/f2.8 Objektiv (@58mm), ISO 100, f 11, 1/40 Sekunde