Abyss

Einmal mehr war ich wieder mal am Creux Du Van. Wie ich schon öfters erwähnt habe, ist der Creux Du Van wettermässig immer eine Wundertüte – aber gerade deswegen auch immer wieder für Überraschungen gut. Der Besuch des Creux Du Van war aber diesmal nicht unbedingt vorgesehen gewesen. Doch zwei Tage vorher telefonierte mir Jamie Dormer, Fotograf aus Southport, Queensland/Australien, spezialisiert in Natur, Landschaft und Reise-Fotografie und fragte ob ich Zeit habe, er würde noch für ein paar Tage in die Schweiz kommen bevor er dann Mitte November wieder nach Hause fliegen würde. So sagte ich ihm er solle nach Solothurn kommen und wir würden dann zusammen verschiedene Spots im Schweizer Jura fotografieren gehen. Die Herbstfarben waren gerade auf dem Höhepunkt, Nebel war auch schon ein Thema und das Wetter schien gerade perfekt zu passen. So fuhren wir früh morgens Richtung Neuenburger Jura zum Creux Du Van. Bis kurz vor der Métairie Soliat sah noch alles perfekt aus, doch dann fuhren wir in eine Nebelwand hinein. Nun, für diese Gegend sind diese Wetterverhältnisse nichts Neues. Der Weg zum Creux Du Van war dann alles andere als einfach – wir sahen kaum ein paar Meter weit und wir mussten wirklich den Weg mehr oder weniger «abtasten». Doch schlussendlich standen wir an der Krete zum Creux Du Van.  Es wurde langsam heller und auch der Nebel lichtete sich, doch die Hoffnung für einen dramatischen Sonnenaufgang mussten wir begraben. Doch wir suchten andere Motive und fanden diese auch. Der Creux du Van war an diesem Morgen wieder eine fantastische Spielwiese für Fotografen. Etwas später lichtete sich der Nebel doch noch und der Creux Du Van kam zum Vorschein. Gefreut habe ich mich vor allem für Jaime, so konnte er doch auch noch ein paar stimmungsvolle Aufnahmen vom Creux du Van machen.
Die Entstehungsgeschichte vom Bild «Abyss» ist allerdings etwas länger her. Schon immer wollte ich eigentlich gerne einen Steinbock dort auf dem Felsen stehen haben, doch bis jetzt war das noch nie der Fall. Als Jaime dort ein paar Bilder machte, sah ich zum ersten Mal die «Welle vom Creux du Van». So versuchte ich dieses Ereignis zu fotografieren – doch eine klar definierte Welle gab es jeweils immer nur sehr kurz und die Nebelgrenze wechselte immer sehr schnell so dass ich da kein ansprechendes Bild machen konnte. Jaime fragte mich dann, ob er schnell für ein paar Aufnahmen auf den Felsvorsprung gehen könnte und als ich ihn da so stehen sah, kam mir dann diese Bildidee. Nun, habe ich Jaime Dormer anstatt einen Steinbock auf dem Felsen stehen. Als ich einige Tage späte die Bilder am PC begutachtete, musste ich sagen, dass dieses Bild eines meiner Favoriten von diesem Tag ist.
Technische Details: Nikon D810, 14-24/f2.8 @ 14mm, ISO 64, f 13, 1/400, Double Processing für Dynamikumfang

 

Landschaftsfotografie und Nahrung Unterwegs

Wenn man als Landschaftsfotograf über Nacht oder auch mehrere Tage unterwegs ist, steht man oft vor der Frage was muss ich alles mitnehmen! Was ist unbedingt nötig und auf was kann ich bei diesem Trip verzichten. Und bevor man dann abfährt geht man in Gedanken noch einmal durch, ob man tatsächlich alles eingepackt hat, denn nichts ist schlimmer als wenn man vor Ort ist und es wäre eigentlich alles perfekt, doch man stellt fest, dass man etwas Wichtiges vergessen hat. Das wichtigste ist natürlich die Fotoausrüstung, Outdoorbekleidung für jede Witterung (je nach Jahreszeit), Zelt, Schlafsack, Isoliermatte, Werkzeug, Apotheke und natürlich genügen zu trinken und zu essen. Nicht dass man mit der Fotoausrüstung, Kleider, Zelt usw. nicht schon genug dabei hat, ebenso wichtig und auch ziemlich viel Platz beansprucht die Nahrung und Wasser. Deshalb spart man öfters bei der Nahrung und aus diesem Grund nimmt man Esswaren mit, die wenig Platz brauchen und man nicht viel Zeit für die Zubereitung verliert. Denn man ist schliesslich nicht zum Essen diese Strapazen auf sich genommen, sondern um zu fotografieren. Aus diesem Grund, packe ich öfters «Müsli-Riegel»! Es gibt sie ja in allen verschiedenen Geschmacksrichtungen, Riegel mit Äpfel, Orangen, Bananen, Schokolade, Honig, usw.…..natürlich kann man diese Riegel bald schon einmal nicht mehr sehen. Diese Riegel eignen sich gerade wenn man für einen Tag unterwegs ist, doch auch schon für das brauche ich etwas mehr. Da packe ich dann noch Obst in den Rucksack, Landjäger oder Cervelat mit einem Stück Brot eignen sich auch hervorragend. Auch Studentenfutter ist ideal für Unterwegs. Öfters habe ich auch einen Gaskocher mit, damit ich mir am frühen Morgen einen frischen Kaffee machen kann oder am Abend auch etwas Warmes kochen kann. Dann braucht man allerdings schon ziemlich viel Platz und hat einiges an Mehrgewicht: doch bin ich dann schon froh, wenn ich abends noch etwas Warmes essen kann. Je nachdem wie und wo ich unterwegs bin, gibt es nur was Kleines aus dem Beutel oder man kocht sich etwas Grösseres. Wenn wir in Australien unterwegs sind, dann haben wir einen kleinen Kühlschrank mit im Off-Roader und wir kochen uns jeden Abend etwas. Wir grillierten im Outback auch schon mal ein feines Steak, doch meistens gibt’s Teigwaren an einer Sauce, Baked Beans aus der Büchse oder Hamburger. Morgens essen wir dann Toastbrot mit Spiegeleier und Speck.

Nicht immer hat man einen so gewaltigen Anblick beim Frühstück.

Nicht immer hat man einen so gewaltigen Anblick beim Frühstück.

Doch bin ich hier in der Schweiz unterwegs, gibt es natürlich einfachere Mahlzeiten. Letzthin am Lauenensee machten wir abends nach dem Fotografieren ein Feuer und machten einen Cervelat über dem Feuer.

Cervelat bräteln am Lauenensee

Cervelat bräteln am Lauenensee

Sich unterwegs gesund zu ernähren ist nicht gerade immer so einfach, deshalb versuche ich zumindest immer ein paar Früchte dabei zu haben. Letztes Jahr in den Tessiner Bergen hatten wir Teigwaren und Tomatensauce hochgeschleppt, doch mussten wir bedauerlicherweise am Abend als wir die Teigwaren kochen wollten feststellen, dass wir eine falsche Gaskartusche mithatten. So gab es anstelle von Teigwaren nur wieder «Müsli-Riegel». Es macht aber auch immer wieder Spass abends nach dem fotografieren draussen vor dem Zelt noch was zu essen und die Natur zu geniessen – dies gehört genauso dazu, wie das Fotografieren. Auch die Abenteur und Erlebnisse drumherum gehören dazu, wie die Gewitter die an uns vorbeizogen an der Nacht am Lauenensee und dann diese bombastische Lichtstimmung am anderen Morgen. Auch wenn sich nicht das erhoffte Licht ergab, es war eine einmalig schöne Lichtstimmung. Eine Stunde später gerieten wir dann in einen heftigen Regenguss. Zum Glük waren wir aber dann schon im Auto auf dem Weg nach Hause. Innerhalb weniger Minuten waren die Strassen „überflutet“.Sturmlicht
Technische Details: Nikon D810, 24-70/f2.8 Objektiv (@36mm), ISO 64, f 11, 1/5 Sekunde, ND Grad Filter 0.6 soft, Polarizer

Apostels Dawning (Die Reise)

Manchmal bin ich mir nicht sicher ob ich mich am Anfang oder am Ende einer Reise befinde. Doch wenn ich mich länger damit beschäftige und meinen Gedanken auf den Grund gehe, komme ich immer zum selben Ergebnis: ich bin auf einer Reise und ich bin mittendrin! Das Leben ist eine Reise. Was ich auch immer mache und was ich auch immer anpacke, es ist ein Kapitel auf meiner Reise durchs Leben. Ich habe Ziele, kleinere und grössere, aber diese sind eigentlich nur Stationen auf meiner Reise. Das eigentliche Ziel ist die Reise selber. Vielleicht ist Reisen auch die Sehnsucht nach dem Leben.
Ein wichtiger Bestandteil meiner Reise ist die Fotografie – und so wie das Leben selbst, ist auch die Fotografie für mich eine Reise. Wäre ich am Ende dieser Reise angelangt, gäbe es für mich nichts Neues mehr, nichts neues mehr zu fotografieren und auch nichts neues mehr zu entdecken. Immer wieder neues entdecken und neues sehen und sich den Herausforderungen des Lebens stellen. Das ist Leben! Das Leben will ich nicht nur sehen sondern spüren! Es ist die Neugier die mich immer wieder antreibt – die Neugier neues zu entdecken, aber auch altes Bekanntes neu zu zeigen.

Wäre ich am Ende dieser Reise, dann gäbe es für mich auch nichts Neues mehr zu sehen, keine neuen Ansichten und keine Kreativität mehr, keinen Ansporn, keine Inspiration und keine Freude mehr. Dann gäbe es für mich auch keine neuen Abenteuer und keine neuen Erlebnisse mehr. Es ist eine Reise nach dem perfekten Bild: immer und immer wieder. Doch es ist nicht das Bild alleine. In Wahrheit ist es viel mehr: es ist eine Reise nach Glück, Freiheit, Zufriedenheit und Frieden. Es geht nicht nur um das Bild oder was wir auf dem Bild sehen können. Es geht was im Bild drin ist. Ein Bild ist kein Endprodukt in dem Sinne. Ein Bild ist ein Kapitel auf der Reise welches dieser Lebensabschnitt wiederspiegelt und diesen einen Moment so wie ich ihn gesehen und gespürt habe. Es ist nicht die Realität der Masse, sondern es ist ein Bestandteil von mir in diesem Moment den ich erleben durfte. Es ist die Neugier, die Freude und die Leidenschaft die mich vorantreibt.
Vielleicht ist Reisen auch die Sehnsucht nach dem Leben.
Dieses Bild entstand am Ende unserer letzten Reise durch Australien im Port Campbell National Park. Es war vielleicht am Ende dieser Reise aber am Anfang einer neuen Reise. Ich weiss schon jetzt was ich dort bei meinem nächsten Aufenthalt umsetzen möchte.
Die Twelve Apostels während der Morgendämmerung.Apostels-Dawning
Technische Details: Nikon D800e, 24-70mm/f2.8 Objektiv (@48mm), ISO 100, f 13, ½ Sekunde, Double Processing

Full Moon Rising (Gedanken zum Post Processing)

Es gibt heute immer noch viele Menschen, Fotografen wie auch nicht Fotografen, welche darauf bestehen und davon überzeugt sind, dass der einzig richtige und wahre Weg ist, dass ein Bild fertig aus der Kamera kommen muss. So zu sagen „Out of the box“! Ein wahrer Fotograf macht perfekte Bilder in der Kamera. Diese Leute meinen auch ein Bild welches in Lightroom, Adobe Camera RAW oder Photoshop nachbearbeitet worden ist, ist manipuliert und habe nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Ich wiederspreche dieser Ansicht!
Es gibt nichts, dass ein Bild mehr verfälscht und einen Fotografen künstlerisch wie auch technisch mehr einschränkt, als ein Bild welches fix-fertig aus der Kamera kommen muss.
Basierend auf der Grundlage wie Kamerasensoren arbeiten, ist es der sicherste Weg die Bildqualität zu minimieren und man erreicht selber nicht viel ausser dass man sich selber viele Hindernisse in den Weg stellt und sich selber unnötig einengt, so als ob man nur ein paar Worte zur Auswahl hätte um sich sprachlich auszudrücken.

Die Landschaftsfotografie hat sich während den letzten ungefähr 100 Jahren immer weiter entwickelt und hat auch Änderungen durchgemacht welche sich die Pioniere von damals wahrscheinlich kaum hätten vorstellen können. Es ist aber ein grosses Missverständnis, dass Ansel Adams seine Meisterwerke „in der Kamera“ machte!!! Nein, das hat er nicht. Er machte eine gute und perfekte Belichtung mit der Kamera und erstellte seine Meisterwerke in der Dunkelkammer mit verschiedenen Techniken.
Wieso ich das hier betone? Wenn heutzutage ein Künstler/Fotograf zugibt, dass er für ein „Fine-Art-Print“ über 3 Stunden in Photoshop gearbeitet hat um sein endgültiges Bild zu entwickeln/bearbeiten, dann ist die allgemeine Meinung, dass es sich hier um ein Produkt handelt welches in Photoshop, sprich Computer, entstanden ist und kein eigentliches Foto mehr ist! Jeder professioneller Landschaftsfotograf ist heute diesem Vorwurf ausgesetzt und muss sich mit diesem Problem auseinander setzen. Tatsache ist, dass dieses „Fertig-aus-der-Kamera-Einstellung“ in den frühen 70er Jahren ihren Ursprung hatte, als die Farbfotografie stark aufgekommen ist. Es war für die meisten Fotografen einfach nicht möglich Farb-Negative zu entwickeln und somit übernahmen Fotolabore ihre Arbeit. Man hat den Film an das Labor gesendet und erhielt das fertige Bild oder das Dia.
Nun, die digitale Fotografie ermöglicht heute dem Fotografen mit Hilfe von Bildbearbeitungsprogrammen seine Bilder wieder selber zu entwickeln, so wie zu Zeiten von Ansel Adams. Was früher in der Dunkelkammer gemacht wurde, macht man heute am PC mit Photoshop, Adobe Camera Raw, Lightroom, etc., im sogenannten „digital Darkroom“!
Was ich damit sagen möchte ist, dass sich die Technik massiv gewandelt hat in den letzten Jahren, aber die Grundfunktion, also die Basis, immer noch die gleiche ist: es geht darum Licht einzufangen!!! Mit der Kamera fange ich also das Licht ein, beim „entwickeln“ kreiere ich mit den Informationen welche ich eingefangen habe, mit Hilfe verschiedener Techniken mein Bild! Post-Processing ist also, genauso wie die Vision, das Sehen und das eigentliche fotografieren selber, ein wichtiger Bestandteil für ein grossartiges Foto.Full Moon RisingTechnische Details: Nikon D810, 70-200mm Objektiv (@200mm) & 2fach Konverter(Brennweite 400mm), ISO 64, f 10, 1/6 Sekunde, Double Processing, eine Bearbeitung für den Vordergrund (Mittlere und Dunkle Bereiche), eine zweite Bearbeitung für die Highlights, dazu sind diese zwei Bearbeitung auch noch unterteilt (eine mit Capture Sharpening und eine ohnefür einen schönen weichen Himmel). Manuell überblendet in Photoshop

Best of 2015 (Persönlicher Jahresrückblick)

Für mich ist es als ob es erst gerade gestern gewesen ist, als ich hier vor dem PC die „Best of 2014“ zusammenstellte. Und nun mache ich mir schon wieder Gedanken welches meine persönlichen Favoriten vom 2015 sind. Es ist schon auf eine Art beängstigend wie schnell doch die Zeit vergeht. Doch gerade dies zeigt mir wiederum wie wichtig es ist, das Leben bewusst zu leben und jeden Moment davon voll auszukosten und zu geniessen.
Auch in diesem Jahr konnte ich wieder ein paar Bildideen umsetzen, durfte viele schöne Momente draussen in der Natur verbringen und staunte des Öfteren in Ehrfurcht über die Wunder welche die Natur hervorbringt. Auch durfte ich viele neue Abenteuer erleben! Viele davon werden immer in meiner Erinnerung bleiben: sei es das Gewitter am Creux du Van, die Heimreise von den Cascades des Tuffs als wir in voller Fahrt auf einer Landstrasse im französischen Jura in einen Meterhohen Schneeberg fuhren, welcher die ganze Strasse blockierte und wir dann das Auto von Hand wieder freischaufeln mussten oder auch den Rückweg von der Stallfluh zum Altenhüsli im Solothurner Jura wo wir im Schneegestöber, dicken Nebel bei einer Sichtweite von wenigen Meter und Wind durch Kniehohe Schneeverwehungen stapften und den Weg nur erahnen konnten. Auch der anstrengende aber lustige Aufstieg von Wasserauen zum Seealpsee letzten September oder zu guter Letzt den Abstieg vom Oeschinensee nach Kandersteg wo wir auf einer steilen Skipiste bei Nacht wortwörtlich fast auf unseren Hintern runter rutschen mussten. Ein anderes schönes Erlebnis war die mehrtägige Tour mit Martin Mägli im August in den Tessiner Bergwelt, sowie die Woche im Engadin diesen Herbst mit Jacqueline Fellmann und Martin Mägli. Auch die Nacht welche wir zu viert in einer Hütte am Bachalpsee verbrachten und unsere Kleider noch Tagelang nach geräucherten Cervelats „dufteten“ gehört zu den Momenten im 2015 die ich sicher nicht so schnell vergessen werde.
Auch die Workshops welche ich in dem zu Ende gehenden Jahr mit Adrian Wirz durchführen durfte, werden unvergesslich bleiben. Ich erinnere mich noch gerne an den allerersten Workshop im 2015 vom vergangenen Januar, welcher eigentlich ein „Winter-Workshop“ sein sollte, doch die Verhältnisse waren alles andere als winterlich. Beim zweiten „Belchen-Winter-Workshop“ war es dann dafür tiefer Winter. Ja das war dann der „Überlebens-Workshop“. Die Teilnehmer mussten bei eisigen Temperaturen stundenlang draussen sein und durch Meterhohe Schneeverwehungen wandern. Dann war da noch der wunderschöne und erfolgreiche Frühlings-Workshop mit einer ausgesprochen sehr aufgestellten Gruppe. Auch gab es diesen Herbst wieder zwei „Herbst am Belchen-Workshops“ – diesmal zwar ohne die inzwischen bekannte Welle am Belchen. An dieser Stelle möchte ich auch nochmals allen Teilnehmer unserer Workshops danken. Hat mich gefreut euch kennen gelernt zu haben und dass ich Euch auf eurem fotografischen Weg ein kurzes Stück begleiten durfte.
Es war ein sehr intensives Jahr, trotzdem habe ich noch einmal weniger Bilder gemacht als im Vorjahr. Habe mich vielmehr auf die Qualität der Arbeit konzentriert – wenige Bilder gemacht, doch diese dafür versucht mit hoher Qualität herzustellen bis zu der fertigen Printausgabe. Aus diesem Grunde habe ich auch wieder viel Zeit in die Nachbearbeitung investiert und mich dort auch in diesem Jahr wieder weitergebildet. Was sich dann wieder ausbezahlt machte, als ich für andere Fotografen Gallery-Prints erstellen durfte, das heisst für Ihre Bilder das «post-production» zu machen, was auch sehr interessant ist.
Nun zu guter Letzt, möchte ich jetzt noch allen Danken die mich im vergangenen Jahr auf die eine oder andere Weise unterstützt haben. Vielen Dank auch an meine Kunden und Auftraggeber für die tolle Zusammenarbeit.
Einen besonderen Dank an alle mit denen ich letztes Jahr unterwegs sein durfte für die schönen, manchmal aber auch anstrengenden Stunden, atemberaubenden Momente die wir zusammen erleben durften, für die lustigen Augenblicke die wir teilen konnten und die Gespräche die wir miteinander führten und einfach für die Zeit zusammen – vielen Dank! Ich weiss jeden von euch zu schätzen und bin dem Leben Dankbar euch kennen zu dürfen!
Jetzt freue ich mich aufs 2016 und die vielen neuen Abenteuer!
Erster kleiner Höhepunkt im 2016 wird der Workshop Ende Januar in Deutschland sein, welche ich zusammen mit Dennis Heindrich und Adrian Wirz bei der Burg Hohenzollern durchführen werde.
Wünsche allen ein gutes und hoffentlich auch erfolgreiches 2016!
Untenstehend findet Ihr meine persönlichen Favoriten vom 2015.
Birnenbaum-King of TreesSeeland-Bern-BielerseeMorgenstund-Pano Belchen-Sunrise-Schweiz Cascade-des-Tufs-Winter Neu Falkenstein - CandylandLago di Saoseo-Wild-Light Seealpsee-Alpstein-Ruhe-&-Harmonie Tessin-Sundance Creux du Van-Days-of-Thunder Giessen-Wasserfall-Wild-Spring Baselbiet-Frühling-BluetenzauberGreat Ocean Road-Gibsons-Light Rainbow Valley-Timeless-Land Florence Falls-Dreamin-at-Florence-Falls

Mysterious

„The imagination of nature is far, far greater than the imagination of man“ (Unknown)

Selten habe ich sowenig Nebel gesehen wie diesen Herbst/Winter hier am Jurasüdfuss. Auch hat es sehr wenig Schnee. Zumindest auf den Höhen des Juras hat es zu dieser Jahreszeit schon Schnee gehabt. Ich mag mich an Jahre erinnern da hat man von Oktober bis Februar die Sonne kaum einmal gesehen hier am Südfuss des Juras. Solche Wetterbedingungen wie wir sie jetzt gerade haben, machen das fotografieren hier im Jura nicht grad einfacher. Dafür ergeben sich andere Möglichkeiten. So dachte ich an diesem Morgen, ich könnte mal eine Idee umsetzen die ich sonst fast nie umsetzen könnte. Doch gerade an diesem Morgen anfangs dieser Woche, zeigte sich wieder Mal wie unberechenber der Nebel ist. Er war viel höher als angekündigt und von Region zu Region stark unterschiedlich. So konnte ich meine Idee an diesem Morgen nicht umsetzen und so dachte ich, ich fahr wieder mal in die Belchenregion. Zu meinem erstauen, konnte man an diesem Morgen die Welle sehen. Das ist eine seltenheit in diesem Jahr. Dazu war der Himmel noch gerade sehr spannend und dramatisch und ich konnte ganz unvorhergesehen wieder einmal eine „Wellen-Bild-Idee“ umsetzen. Zwar nicht mit einer neuen Komposition, dafür eine sehr interessante Lichtstimmung. Die Farben wirkten fast unglaublich und irgendwie wie nicht aus dieser Welt. Mir wurde wieder einmal bewusst an diesem Morgen, dass die Natur Farben zu bieten hat, die können wir uns gar nicht so richtig vorstellen und manch einer der das nicht gesehen hat, würde wieder Mal behaupten so was gebe es nicht. Doch es gibt es!Belchen - Mysterious
Technische Details: Nikon D810, 24-70mm/f2.8 @62mm, Iso32, f11,20Sekunden, ND Grad Filter 0.6 (Hard) & Big Stopper, Double Processing für Dynamikumfang

Gibsons Light

Es gibt Orte die begleiten mich schon ein ganzes Leben lang, obwohl ich die meisten davon noch nie besucht habe. Sie stehen nicht einmal auf meiner Wunschliste weit oben. So ein Ort sind auch die Twelve Apostels an der australischen Südküste. Dieses Bild von den Kalksteintürmen welche aus der rauen See ragen, hat mich schon immer fasziniert. Sie sind sicher neben dem Uluru die meistfotografierte Touristenattraktion Australiens.
Niemals im Leben habe ich mir nur erträumt, diese Landschaft mal zu sehen. Viel zu weit weg von Europa und viele Jahre hatte ich eigentlich auch nie die Absicht dieses Land Downunder zu besuchen. Nicht weil es mir nicht gefallen würde, sondern weil einfach die Interesse anders waren und mich der lange Anfahrtsweg sicher auch etwas abschreckte. Doch als ich endlich meine erste Reise nach Downunder antrat, gehörte der Port Campbell-Nationalpark natürlich auf meine „to-do-Liste“!
Es war ein einmaliges Gefühl, es war überwältigend und atemberaubend. Irgendwie kannte man es schon, doch es war dennoch ganz anders. Es war schöner als jedes Bild das ich von dieser Landschaft je gesehen habe. Dieser Ort, diese Landschaft ist Magie. Man kann es kaum in Worte fassen. Kann man diese Landschaft in so einer Intensität auf ein Bild bringen. Da sind Gefühle und Emotionen, aber auch Gerüche und das „Sehbare“, diese Farben, die Landschaft als Ganzes und das Lichtspiel: x-tausendmal gesehen auf einem Bild und inzwischen auch schon ein paar Male „live“ vor Ort erlebt, doch immer wieder faszinierend und immer wieder anders. Es ist als ob eine höhere Macht hier mit dem Farbpinsel spielt und eine Illusion für uns Menschen malt – und dennoch ist die Illusion keine Illusion, sondern sie ist Wirklichkeit. Diese Landschaft kann schön, zugleich aber auch rau und wild und unberechenbar sein. Sie kann alles von einem abverlangen. Eine Landschaft so malerisch wie Sie eigentlich nur von einem Maler gemalt sein könnte. Und dennoch ist sie Wirklichkeit.
Ausblick auf Gibson Beach an einem Spätnachmittag als gerade Regenwolken über Australiens Südküste aufzogen. Das diffuse Sonnenlicht lässt den Küstenstreifen in schönen zarten Farben leuchten.Gibsons-Light-Twelve Apostlesls
Technische Details: Nikon D800e, 24-70/f2.8 Objektiv (@24mm), ISO 100, f 11, 1/125 Sekunde, Polarizer

Spring Flow

Am 1.Mai verbrachte ich den Morgen wieder einmal in der Twannbachschlucht im Berner Jura. Perfekte Bedingungen erhoffte ich mir, als ich an diesem regnerischen Morgen von Solothurn Richtung Berner Jura unterwegs war. Tief hängende Wolken entlang der ersten Jurakette, es regnete seit Stunden schon wie aus Kübeln und ein leichter Wind wehte übers Land. Als ich eine halbe Stunde später oberhalb der Twannbachschlucht ankam, meine Fischerstiefel anzog und mich bereit machte für das „Abenteur“ Twannbachschlucht, verzogen sich leider die Nebelschwaden aus der Schlucht. Innerhalb wenigen Minuten war ich schon total durchnäasst, obwohl ich einen Regenanzug trug. Als ich dann den wilden rauschenden Twannbach an diesem Morgen das erste Mal erblickte, war ich überwätigt: „Wow, soviel Wasser habe ich dort noch nie gesehen“
Ich suchte zwei Spots auf: einer den ich schon immer lange fotografieren wollte, aber mangels Wasser nie so richtig wirkte und ein alter bekannter Ort in der Schlucht, welcher ich alle Jahre wieder einmal aufsuche. An beiden Standpunkten hatte ich grosse Erwartungen. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Dieser Standpunkt hier, ist vielleicht dem einen oder dem anderen schon von meinen Bildern aus den letzten zwei Jahren bekannt! Doch soviel Wasser sah ich in der Twannbachschlucht noch nie. Es war einfach umwerfend, aber auch gefährlich. Das Wasser hatte so eine Kraft, dass es unmöglich war im Wasser zu stehen. Schweige dann das Stativ mit der Kamera noch ins Wasser zu stellen. Ich versuchte mich bestmöglich am Rande eine ansprechende Komposition zu finden und nach einer Weile fand ich dann auch eine neue für mich gute und schöne Komposition. Ein Stativ Bein war im Wasser sowie mein linker Fuss. Beide habe ich mit Steine beschwert, damit die Strömung sie nicht mitriss. Auch das Objektiv war innert Sekunden voll mit Wassertropfen wenn man es nicht schützte. Für solche Fälle habe ich einen Regenschirm in meinem Fotorucksack. Damit ich Vordergrund und Hintergrund perfekt Scharf abbilden konnte, verwendete ich die Fokus-Stacking-Technik mit welcher ich mich im vergangnen halben Jahr sehr intensiv beschäftigte. Ich brauchte 8 Einzelaufnahmen um alles Scharb abbilden zu können – das bedeutete aber auch nach jeder einzelnen Aufnahme wieder Objektiv reinigen. Soche Bedingungen sind perfekt um in einer Schlucht zu fotografieren, doch sie verlangen dem Material und dem Fotografen ziemlich viel ab. Man braucht viel Geduld bis man alle Aufnahmen perfekt auf dem Sensor hat. Ich war ca. gut eine Stunde an diesem Ort mit diser Aufnahme beschäftigt, als ich plötzlich ein Knall hörte und kurz darauf der Boden bebte. Fragte mich zuerst, was das wohl sein mag – doch machte ich weiter mit meiner Serie. Nicht einmal eine Minute später wieder ein riesen Knall und wieder bebte die Erde kurz darauf und anschliessend konnte ich beobachten wie ca. 50 – 100 Meter weiter unten eine Gerölllawine in die Schlucht donnerte. Ich machte noch schnell meine Serie fertig und packte dann meine Kamera und suchte Schutz unter einer überhängenden Felswand. Dort packte ich meine Kamera in den Rucksack und wollte mich gerade auf den Rückweg zum Auto machen als Tennisball-Grosse Steine in die Schlucht fielen – gerade dort wo ich vor wenigen Minuten noch gestanden bin. Perfekte Bedingungen zum Fotografieren, doch sehr gefährlich wie ich feststellen musste.Twannbachschlucht-Spring Flow

Ausstellung „Swiss Landscapes“

Es freut mich sehr bekannt zu geben, dass ich die Gelegenheit habe, meine Bilder in einer Gallery auszustellen. Die Bilder im Grossformat hinter Acryl-Glass in einer Gallery zu sehen ist für einen Fotografen immer wieder ein tolles Erlebnis. Die Gallery Ina Dederer & Friends in Zürich stellt 4 meiner Bilder in der Ausstellung „Swiss Landscapes“ vom Dienstag 23.Juni bis und mit Samstag 25. Juli 2015 aus. Die Vernissage wird am Donnerstag Abend den 25.Juni 2015 um 18.00 Uhr sein.
Diese 4 Bilder können Sie von mir auf Acryl-Glass in der Grösse 75x50cm und 100x50cm in vorher genannten Zeitraum in der Gallery Ina Dederer & Freinds sehen.

Majestic

Majestic

The Light Opera

The Light Opera

Himmel auf Erden

Himmel auf Erden

Ein Hauch von Gold

Ein Hauch von Gold

Blütenzauber

Jedes Bild hat seine eigene Geschichte. Manchmal abenteuerlicher, manchmal tiefgründiger, manchmal dauert es Jahre bis ein Bild entstanden ist und manchmal nur wenige Tage oder Stunden. Mancham ist es auch nur eine Frage von Sekunden. Diese zwei Bilder hier sind vor, während und nach einem Landschafts-Workshop entstanden. Adrian Wirz, ein befreundeter Landschaftsfotograf und ich waren in der Woche vor unserem “Blütenzauber-Workshop”, unterwegs im Baselbiet, für weitere interessante Locations zu finden für den vorher genannten Workshop. Eigentlich beabsichtigten wir den Workshop im Oberbaselbiet zu machen, doch weil die Blütenpracht dort noch nicht so weit fortgeschritten war, wie wir gehofft hatten, fuhren wir in dieser Woche das Baselbiet mehrmals rauf und wieder runter um verschiedene Spots mit Potential zu rekognoszieren. Schlussendlich mussten wir uns für ein paar Locations entscheiden! Unter anderem entschieden wir uns auch für diese Ansammlung von Kirschbäumen in der Umgebung von Hemmiken im Baselland. Die Blütenpracht sah gut aus, es hat ein paar hübsche Bäume, eine schöne Wiese und unzählige Kompositionsmöglichkeiten. Also gingen wir dann mit unserer Workshop-Gruppe am kommenden Samstag bei diesen Kirschbäumen vorbei. Die Teilnehmer hatten echt Spass sich in dieser Welt voller Kirschblüten und in einer saftigen und farbenfrohe Frühlingswiese fotografisch auszutoben. So hatten wir zwischendurch auch mal etwas Zeit uns etwas umzusehen und das eine oder andere Bild von unseren Teilnehmern beim fotografieren zu machen. Wenn ich eine Location neu erkunde oder zum ersten Mal dort bin, gibt es eigentlich fast immer ein Sujet welches mir gerade auf Anhieb ins Auge sticht – ob sich dann was daraus machen lässt sei noch dahingestellt. Doch öfters ruht dann eine solche Idee noch für eine Weile bis ich dann die zündende Idee habe. So vielen mir bei diesen Kirschbäumen in der Nähe von Hemmiken diese drei in einer Reihe stehenden Kirschbäume auf. Doch befasste ich mich nicht gross mit ihnen. Adrian rufte mich dann zu sich, als er mit einem Kollegen eine Komposition besprach und mich fragte, was ich hier für ein Bild sehen würde. Also machte ich schnell von Hand ein Aufnahme von diesen drei blühenden Kirschbäumen. Natürlich war dies nur so eine Probeaufnahme und lange nicht perfekt in der Komposition. Adrian sah das gleiche, aber nur mit einem etwas anderen Bildausschnitt. Ich befasste mich dann für ein paar Minuten mit diesem Motiv, doch wusste ich schnell, dass ich an einem anderen Abend vorbei kommen muss, um dies zu vollenden. Dieses Motiv liess mir keine Ruhe mehr und schon am nächsten Tag Abends war ich wieder vor Ort um mich damit in aller Ruhe zu befassen. Auch war ich zeitlich etwas später dort als am Tag zuvor, somit war das Licht und die Farben schon einwenig anders, was mir aber durchaus noch besser gefiel. Auch hatte die Lichtstimmung etwas träumerisches und das durch die Bäume scheinende diffuse Licht war igendwie ganz speziell. Ich versuchte verschiedene Kompositionen im Quer- sowie auch im Hochformat und nach einer guten Stunde hatte ich für mich zwei gute Bilder von diesem Motiv auf dem Sensor.Blütenzauber Baselland
Technische Details: Nikon D810, 70-200mm Objektiv (@175mm), ISO 64, f 13,1/50 sec, polarizerBluetenzauber-Baselbiet
Technische Details: Nikon D810, 70-200mm Objektiv (@200mm), ISO 64, f 11,1/50 sec, polarizer