Sweet Emotions

Nachdem wir 1 ½ Tage am Cinque Torri verbracht haben und viele spannende und interessante Stimmungen erleben durften, wanderten wir zurück zu unserem Ausgangspunkt. Von dort ging es dann noch gute 20 Minuten einen holprigen Weg runter, wo ich echt froh war um meinen 4×4. Dann ging es Richtung Drei Zinnen. Wir fuhren die steile Bergstrasse zum Rifugio Auronzo hoch, wo wir das Auto parkten. Da wir die nächsten zwei Nächte in der Drei Zinnen-Hütte übernachten, packten wir nur das nötigste in unsere Rucksäcke. So konnten wir das Gewicht um ein paar Kilo erleichtern. Wer als Fotograf in den Bergen unterwegs ist, der weiss wieviel jedes einzelne Kilo ausmacht, welches man mehr oder weniger schleppen muss.
Wir entschieden uns, links um die Drei Zinnen herum zu gehen, so konnten wir zugleich auf dem Weg noch ein paar Spots auskundschaften. Natürlich wollte ich auch den einfachsten Weg nehmen zur Drei Zinnen-Hütte. Doch daraus wurde nichts. Einen kleinen Fehler unsererseits, mit atemraubenden Folgen für uns. Erst ging es steil hinunter. Und das nicht nur ein paar Meter. Nein, es ging ein paar hundert Meter steil hinunter. Ich ahnte schlimmes. Das müssen wir wieder alles hoch wandern. Und nicht nur das. Sondern noch mehr. Die Drei Zinnen-Hütte liegt noch etwas höher als der Punkt wo der steile abstieg begann. Irgendwo haben wir den falschen Wanderweg genommen. Ich dachte erst noch, «Nicht allzu tragisch! Das packen wir!». Doch schon nur die ersten paar Meter den steilen Wanderweg hochwandern, brachte uns ausser Atem.Landschaftsfotograf Roland Moser unterwegs in den Dolomiten Alle paar Meter machte ich eine Pause. Adrian ging da etwas schneller an die Sache ran und war dann auch immer einige Meter vor mir. Ich weiss nicht einmal mehr, wieviel Zeit wir brauchten um dort hinauf zu wandern – doch irgendwann war es dann auch geschafft. Doch dann der nächste Schock. Angekommen bei der Drei Zinnen-Hütte fühlte ich mich wie auf dem Hauptbahnhof Zürich. Hektik, es war überfüllt, alle wollten Essen, und vor der Theke eine Meterlange Kolonne. Doch die angestellten der Drei Zinnen-Hütte waren zuvorkommend höfflich und liessen sich durch die Menge an Wanderern und Tagesausflügler nicht aus der Ruhe bringen.
Schlussendlich kamen wir auch zu unserer kleinen Verpflegung und haben unsere Betten bezogen. Am späteren Nachmittag erkundeten wir dann die Gegend um die Drei Zinnen-Hütte. Der Ansturm in der Hütte hatte sich inzwischen auch etwas gelegt, doch die Wanderwege zu und von der Drei Zinnen-Hütte Richtung Parkplatz der Auronzo Hütte waren überfüllt. Wanderer an Wanderer. Genauso wie die Autobahn a1 zwischen Luterbach und Härkingen. Das kann es doch nicht sein, dachte ich für mich. So schön und beeindruckt ich auch war von der Bergwelt bei den Drei Zinnen, so schockiert war ich aber auch von der Anzahl Wanderer. Doch je später es wurde wie weniger Wanderer hatte es und so kehrte die ruhe in die Bergwelt zurück. Jetzt konnte man die Natur und den Anblick dieses Bergpanoramas erst so richtig geniessen.
An diesem ersten Abend bei den Drei Zinnen stellten wir unsere Kameras in der Nähe eines schönen Felsvorsprungs auf, ca. ein paar 100 Meter von der Drei Zinnen Hütte entfernt. Als wir dann auf das Licht warteten, kochten wir Wasser auf unseren Gasbrenner um dann eine gefriergetrocknete Fertigmahlzeit zuzubereiten. In der Distanz schien sich ein Gewitter zu bilden. Wir dachten eigentlich wir könnten noch fertig Essen bevor die Zelle uns erreicht. Doch plötzlich ging alles schneller als erwartet und wir mussten, als wir gerade am Essen waren, Hals über Kopf alles zusammenpacken und bei der Drei Zinnen Hütte Schutz suchen.
Diesen Abend verbrachten wir auf der Veranda der Berghütte und fotografierten die Stimmung um die Drei Zinnen. Wir hofften natürlich einen Blitz zu erwischen, doch es wollte nicht sein. Dennoch konnte ich ein schönes Stimmungsbild mit den Drei Zinnen machen.
Als wir dann endlich spät abends uns endlich schlafen legen wollten, musste Adrian, der sonst schon nicht gerne in Massenlager übernachtet, feststellen, dass sein Bett von einem Japaner beansprucht wird. Das ist natürlich ärgerlich und an Schlaf war für Adrian in dieser Nacht nicht mehr zu denken. Vielleicht zum Glück für mich. Denn um 3 Uhr morgens sagte mir Adrian, die Milchstrasse sei gerade über den Drei Zinnen. So stand ich auf und wir fotografierten bis nach Sonnenaufgang, erstmal die Milchstrasse und später die Dämmerung und dann den Sonnenaufgang. Um 8 Uhr gab es dann Frühstück. Nach dem Frühstück ging es dann auf Wanderschaft und wir erkundeten die Gegend um die Drei Zinnen. Obwohl ich an diesem Tag ein paar schöne Spots entdeckte, wusste ich, dass ich diese vielleicht erst in einem Jahr umsetzen könnte. Am späteren Nachmittag, machten wir uns dann wieder auf den Weg zurück zu der Berghütte, wo wir dann anschliessend unseren Abendspot suchten. Erst glaubten wir gar nicht mehr daran, dass es an diesem Abend was Spannendes geben könnte, doch plötzlich und gerade richtig zum Sonnenuntergang wurde der Himmel richtig spektakulär. Aber das magische Licht kam nach Sonnenuntergang. Der Himmel verfärbte sich und das Licht war einfach unglaublich.
Am nächsten Morgen war Tagwache wiederum sehr früh, da wir noch vor der Dämmerung auf der Krete sein wollten und von dort die Drei Zinnen im Morgenlicht fotografieren wollten. Es war ein schöner Sommer morgen – eigentlich war es zu schön. Doch wir hatten es in dieser Woche mehr als nur gut getroffen. Also wollen wir uns nicht wegen dem zu schönen Wetter beklagen. Wir hatten wirklich alles in dieser Woche was ein Landschaftsfotografenherz begehrt: Sonne, Wolken, Nebel und Regen und ein paar atemberaubende Stimmungen fotografieren können. An diesem letzten Morgen in den Dolomiten, konnte ich meine gewünschte Bildidee noch nicht umsetzen, obwohl es wieder ein schönes Bild gab, doch an diesen Standort werde ich wieder zurückkehren.Technische Details: Nikon D810, 14-24/f2.8mm Objektiv (@14mm), ISO 100, f 14, 1.6 Sekunden

Extraordinary Vision Photography Magazine

Zugegeben, als ich vor fast 2 Monaten eine E-Mail vom Herausgeber des #1 Outdoor-Fotomagazin für Smartphones und Tablets „Extraordinary Vision“ erhalten habe, hatte ich noch nie von diesem Magazin gehört. Doch als ich dann die App herunter geladen habe und mir ein paar Ausgaben durchgelesen habe, war ich von diesem Magazin wirklich überzeugt. Es war so viel anders, als die vielen anderen Fotomagazine die es Online oder am Kiosk zu kaufen gibt. Auch die Fotografen welche für das Magazin Berichte schreiben, haben mich überzeugt: es sind nicht nur Social-Media-bekannte-Fotografen darunter, sondern Fotografen welche einen hohen küsntlerischen Stellenwert haben wie Guy Tall, Rafael Rojas, Alister Benn, Art Wolve, Ian Plant und viele mehr.
Auf jedenfall war es für mich eine Ehre das ein internationales Foto-Magazin mich für eine Cover-Story haben wollte. So gab es ein Interview mit vielen Fragen, welche ich aber sehr gerne beantwortete.
Wer gerne über mich und meine fotografie mehr erfahren möchte, der darf gerne mein Artikel als PDF hier lesen. Das Magazin ist in Englischer Sprache!
Hier gehts zum PDF!
Wer gerne das ganze Magazin lesen möchte, ist hier der Link dazu. Das Magazin kann man abonieren und somit kann man jede neue Ausgabe auf sein Smartphone herunterladen. Hier ist der Link dazu.
Free issues/Gratis Exemplare zum Download  

Cover Story Landscape Photographer Roland Moser

Cover-Story EV Magazine
„Capturing Nature’s Soul“

Silent Prayer

Schon lange einmal wollte ich in die Dolomiten fotografieren. Letztes Jahr im Sommer konnte ich diesen lang ersehnten Traum endlich realisieren. An einem Samstagmorgen Anfangs Juli 2016 früh fuhren Adrian Wirz und ich los Richtung Österreich, Brennerautobahn, Südtirol zu unserem ersten Spot, dem Pragser Wildsee. Für mich ein «Must See», nicht mehr und nicht weniger. Es ist ein schöner Bergsee, doch die vielen Touristen schreckten etwas ab. Dennoch fand ich, dieser See ist ein Besuch wert – deshalb ist er auch in diesem Jahr in unserem Dolomiten Workshop mit dabei. Die frühen Morgenstunden verpassten wir leider am Pragser Wildsee, da wir uns vorher nicht informiert hatten, um welche Zeit der Campingplatz auf welchem wir übernachteten morgens öffnet. Ich bin mir eigentlich von Australien gewohnt, dass man die Campingplätze immer verlassen kann – doch hier öffneten die Schranken nicht vor 7 Uhr morgens. So standen wir mit unserem Auto morgens um 5 Uhr vor geschlossenen Schranken und konnten nicht durchfahren. Das war schon ziemlich ärgerlich. Von diesem Zeitpunkt fragten wir überall, auch in Berghütten, ob wir auch sicher morgens zeitig vor Sonnenaufgang hinauskönnen! Nach einer Kaffeepause ging es dann weiter Richtung Cortina d’Ampezzo zu unserem zweiten Spot in dieser Woche. Wir wählten extra nicht zu viele Fotospots aus, damit wir uns auch Zeit nahmen für die einzelnen Motive. So hatten wir nur drei verschiedene Motive, aber natürlich bei jedem verschiedene Standorte und Kompositionen eingeplant. So hatten wir auch genügend Zeit jeden einzelnen Ort zu erkunden. Als wir nach Cortina d’Ampezzo Richtung Falzarego Pass fahren wollten, hielt uns die Polizei auf und machte uns darauf aufmerksam, dass die Strasse wegen einem Radrennen für ein paar Stunden gesperrt sei. So kamen wir etwas später als gewollt in der Berghütte Rifugio 5 Torri an. Die Abzweigung zur Berghütte mussten wir noch suchen, da nur eine Schotterpiste zur Berghütte führte. Dort angekommen fing es gerade zu regnen an und nur Minuten später goss es wie aus Kübeln. So machten wir in der gemütlichen Gaststube eine Kaffeepause und warteten bis der Regen nachliess. Danach packten wir unsere Ausrüstung und wanderten zu den ca. 30 Minuten entfernten Cinque Torri. Angekommen sahen wir wegen Nebels nicht viel von den Felstürmen der Cinque Torri. Dennoch konnten wir die Umgebung schon etwas erkunden. Kurz vor Sonnenuntergang lockerte die Bewölkung etwas auf und die Sicht auf die Felsen der Cinque Torri wurde besser und interessanter. Dennoch die grosse Abendstimmung blieb aus. Am nächsten Morgen wollten wir zeitig vor Sonnenaufgang wieder oben bei den Cinque Torri sein, so holte uns der Wecker schon wieder früh aus dem Schlaf. Ein kurzer Blick aus dem Fenster und dann hüpfte ich wieder ins Bett. Ausser Nebel sah ich nicht viel. Doch plötzlich sagte Adrian zu mir, bist du sicher, dass es neblig ist und mit einem erneuten Blick aus dem Fenster stellten wir fest, dass es keine geschlossene Nebeldecke war und man sogar die Sterne erkennen konnte. Wir beeilten uns, damit wir noch rechtzeitig vor der einsetzenden Dämmerung bei den Cinque Torri ankamen. Was wir dann oben sahen als wir vor den Cinque Torri standen, konnten wir selber fast nicht glauben. Es war unbeschreiblich und ich kann das nicht in Worten fassen. Nie in meinen Träumen hätte ich mir eine solche Stimmung gewünscht, weil ich nicht an so etwas glaubte. Nicht in meinen kühnsten Träumen hätte ich mir so etwas vorstellen können. Atemberaubend schön! Die Cinque Torri ragen aus dem Nebel heraus. Die Dämmerung setzte kurz danach ein und zauberte die schönsten Farben an den Himmel welche sich wiederum im Nebel reflektierten. Jede Minute war der Nebel wieder anders und das Licht änderte sich ständig, doch während fast 2 Stunden hatten wir dort perfekte Bedingungen um einmalige Bilder zu machen. Ich habe diesen Spot schon genauestens geplant, doch so etwas kann man nicht planen. Das ist einfach Glück! Die Alpenrosen waren gerade am Blühen und am Abend zuvor entdeckte ich einen Spot wo ich einen Busch blühender Alpenrosen als Vordergrund für meine Komposition verwenden konnte. Manchmal hielt ich nur inne und bestaunte diese Szenerie und dann wieder war ich beschäftigt, das nächste Bild zu kreieren. Für mich persönlich einer meiner eindrücklichsten Momente als Landschaftsfotograf. Wir verbrachten dann noch den ganzen Tag in der Gegend der Cinque Torri, doch ca. 2 Stunden nach Sonnenaufgang zog der Nebel wieder komplett über die 5 Felstürme und wir verbrachten den ganzen Tag in der Nebelsuppe. Auch einen Ausflug auf den Monte Nuvolau auf 2574 Meter brachte mich nicht über die Nebelgrenze hinaus. Gerade wieder rechtzeitig zum Sonnenuntergang löste sich der Nebel wieder auf und so hatten wir wieder schönes Licht mit guter Stimmung bei den Cinque Torri. Nicht mehr so genial wie am Morgen, doch so eine Jahrhundertstimmung darf und kann man nicht zweimal an einem Tag erwarten. Diese Nacht verbrachten wir im Rifugio Scoiatolli von wo aus man einen schönen Blick auf die Türme der Cinque Torri hat. Am anderen Morgen verbrachten und fotografierten wir nochmals ein paar Stunden in der Gegend der Cinque Torri bevor es dann am späteren morgen weiter Richtung Drei Zinnen ging. Ich wusste schon als wir von den Cinque Torri zu den Drei Zinnen fuhren, dass ich in diese Gegend wieder zurückkommen werde. Es gibt noch viele andere Ansichten und Kompositionsmöglichkeiten von dieser eindrücklichen Bergwelt.
Teil 2 folgt!Sonnenaufgang bei den Cinque Torri in den Dolomiten                                                                                                                Technische Details: Nikon D810, 14-24mm Objektiv (@15mm), ISO 64, f 13,
2 Sekunden, ND Grad Filter 0.6 Soft

Bild des Monats: April 2017

Und schon wieder ist ein Monat vorbei. Die Zeit vergeht im Moment wie im Flug.
Der April war die Zeit der Kirschblüte im Baselbiet und dann kamen noch die Narzissen auf den Jurahöhen. Es kam alles Schlag auf Schlag. Ende März besuchte ich die Osterglocken im Emmental und dann blühten schon die ersten Kirschblüten im Baselbiet. Wir mussten soagr unser Workshop um eine Woche vorverschieben, doch dafür passte an diesem Tag für unsere Teilnehmer alles bestens. Die Kirschblüten waren gerade auf dem Höhepunkt und das Wetter machte perfekt mit: schönes warmes Frühlingswetter!
Nachdem die Kirschblüten im Baselbiet ihren Zenith überschritten hatten, folgte gerade am Osterwochenende der nächste Höhepunkt: die Narzissen oder wilden Osterglocken im Schweizer Jura. Die sonst kahlen Jurahöhen im Neuenburger Jura waren von einem gelben Teppich aus Narzissen bedeckt. So weit das Auge reichte, blühende Narzissen. Jedesmal wieder ein ganz besonderer Anblick. Danach blieb es wieder etwas ruhig. Die blütezeit der Narzissen war von kurzer Dauer, kam doch gerade danach ein richtiger Kälteeinbruch welcher uns wieder Schnee bis ins Flachland bescherte.
Für mich war dieser April ein sehr erfolgreicher monat, konnte ich doch ein paar Ideen umsetzen welche ich schon ein paar Jahre verfolgte. So auch dieses Bild vom wohl schönsten Kirschbaum im Baselbiet. Ich besuchte diesen in den letzten Jahren immer wieder zur Kirschblütenzeit im Baselbiet und habe schon verschiedene Aufnahmen – doch dieses Bild hier ist mein absoluter Favorit. Eigentlich erhoffte ich etwas mehr stimmige Farben an diesem morgen, doch es wollte nicht sein. So wartete ich ab, bis die Sonne über den Horizont kan und setzte diese Bildidee um. Für mich persönlich, das bild des Monats!Kischbaum im Baselbiet
Technische Details: Nikon D810, 24-70/f2.8@28mm, Iso64, f11, 1/125 Sekunde

Im Fokus: Roland Bill Moser

Vor einigen Tagen hat mich Adrian Wirz angefragt, ob ich Interesse hätte in seiner neuen Serie „In Fokus“ mitzumachen, genauer gesagt Fragen von ihm zu beantworten um das Thema Fotografie welche er dann in seinem Blog veröffentlicht. Da musste ich natürlich nicht lange überlegen, war es zum einen für mich eine Ehre dabei sein zu dürfen in seiner neuen Serie und erst noch den Anfang machen zu dürfen. Ich bin gespannt auf die weiteren Interviews welche er macht mit anderen Fotografen.
Wer sich Interessiert, ich rede in dem Interview wie ic zur Fotografie gefunden habe, welches für mich persönlich meine drei schönsten bilder sind, wieso sie es sind und wie diese entstanden sind. Auch spreche ich über mein Equipment und was wichtig ist bei der Landschaftsfotografie. Auch erzähle ich was ich auf meinen Foto Touren so alles erlebt habe.
Hier ist der Link zum Blog „Im Fokus: Roland Bill Moser“ von Adrian Wirz!
Adrian Wirz ist ein guter Fotografenkollege und mein Workshop-Partner. Zusammen haben wir in den letzten paar Jahren so manches Abenteur erlebt. Adrian ist ein begnadeter Fotograf, welcher schon sehr lange fotografiert. Angefangen hat er mit der Fotografie in der Formel 1. Damals suchte er den Lärm und die Power: heute sucht er die Ruhe und die Kraft in der Natur. Er hatte so manch bekannter Formel 1 Star vor der Linse.
www.adrian-wirz.com

Bild des Monats: März 2017

Wieder einmal bin ich etwas spät dran mit dem Bild des Monats.
Auch im März gab es noch nicht viele Foto-Motive welche mich dieses Jahr reizten und ich investierte die Zeit mit dem bearbeiten von Bildern. die Website und in die Werbung.
Dennoch, der Frühling kam Ende März mit grossen Schritten auf uns zu und da gibt es verschiedene Motive und Landschaften die dieses Jahr ganz oben auf meiner Liste stehen.
Eine davon war diese Landschaft im Emmental mit dem Narzissenfeld. Den Ort möchte ich hier lieber geheim halten und somit nicht nennen – es gibt verschiedene Gründe warum. Doch glaube ich, wenn man unbedingt will, kann man diesen auch selber ausfindig machen. Ein paar Fotografen werden ihn natürlich auch kennen.
Dieser Abend schien vielversprechend zu sein, hatte es doch wunderschöne Wolken am Himmel. Auf dem Weg zu diesem Spot hatte ich leider noch einen Unfall. Bei einem Stopp-Schild fuhr mir jemand auf und es gab, zumindest beim anderen auto erheblichen Schaden. An meinem hielt sich der Schaden in Grenzen. Zum Glück war ich genug früh dran, so reichte es trotz dem Unfall noch rechtzeitig zu meinem Spot. Es war einfach genial. Das Licht, die Stimmung und die Landschaft mit den blühenden Narzissen entschädigten mich für den Ärger mit dem Unfall. Es hat wieder einmal alles gepasst und zusammengespielt. Zufrieden und glücklich fuhr ich nach Sonnenuntergang wieder nach Hause.
Technische Details: Nikon D810, 14-24/f2.8@14mm, Iso100, f13, 0.5 Sekunde, 2 Aufnahmen manuell überblendet für max. Tiefenschärfe

Project Luxury & Art – Frühlings-Ausgabe 2017

Project Luxury & Art, ein Magazin der Luxus Klasse, fragte mich Anfang Jahr ob ich Interesse hätte, mich in der Frühlings-Ausgabe 2017 zu präsentieren. Es ist ein internationales Magazin welches nur in Top Locations ausgelegt wird, wie z.B. First- & Business Class Lounges, Private Jet Aviation Centers, 5 Sterne Hotels, ausgewählte Restaurants, Luxus Boutiquen etc in Europa, im arabischen Raum, USA und Asien. Habe mich natürlich auf diese Anfrage sehr gefreut! Jetzt ist es erschienen. Hier der Link zur Online-Ausgabe. Ihr findet mich auf der Seite 24/25
https://issuu.com/projectluxuryart/docs/project_luxury_art_spring2017_onlin
Die Print-Ausgabe liegt auch an der Basel-World 2017 auf.
Hier das PDF mit dem Beitrag über mich Project Luxury & Art-Spring 2017

Schärfere Bilder machen

Ich denke für die meisten Anfänger in der Fotografie ist eine der grössten Herausforderungen ein Scharfe Bild zu machen. Viele machen sich darüber Anfangs auch noch keine Gedanken, doch wenn man mit der Zeit immer wie besser wird, fällt einem dann einmal auf, dass viele Bilder nicht so Scharf sind wie sie sein könnten.
Ich habe hier einmal ein paar Tipps zusammengestellt wie Sie zu schärferen Bilder kommen.

  • Blog Landschaftsfotograf Roland MoserStativ
    Etwas vom wichtigsten für absolut scharfe Bilder in der Landschaftsfotografie ist das Stativ. Viele fotografieren ohne Stativ, oder sind zu bequem es mitzunehmen. Ich kann nicht genug betonen wie wichtig ein Stativ ist. Nicht nur damit man schärfere Bilder macht, sondern man macht sich auch mehr Gedanken über die Komposition. Wenn mich Workshop-Teilnehmer fragen, wie oft ich das Stativ brauche, dann antworte ich «in 99.99% der Fälle fotografiere ich mit Stativ». Es ist egal ob ich am Tag bei strahlendem Sonnschein, in der Dämmerung oder in der Nacht fotografiere. Die Kamera ist immer auf dem Stativ!
    Dabei ist es auch wichtig, dass man ein stabiles Stativ hat. Ein gutes und solides Stativ steht fest und hat sicher auch viel weniger Schwingungen als ein billiges Stativ.
    Dann ist es natürlich auch wichtig wo und wie man ein Stativ stellt. Steht das Stativ fest und stabil auf dem Boden? Beachten Sie wo sie die Stativ-Beine platzieren. Vermeiden Sie das Stativ am Rand eines rutschigen Felsens oder einer anderen instabilen Oberfläche welche sich während der Belichtung bewegen könnte zu platzieren. Falls Sie in einem Moorgebiet sind und der Boden weich ist, versuchen Sie das Stativ fest in den Boden zu drücken bis es stillsteht. Ich weiss es ist manchmal mühsam, bis das Stativ perfekt und stabil steht, vor allem dann, wenn man noch in einem Fluss fotografiert oder auch auf Schnee. Doch es ist sich die Mühe wert, das Stativ stabil aufzustellen.
    Beachtet bitte auch, dass das Stativ geradesteht und nicht auf eine Seite kippt. Das hat zwar, wenn es stabil steht, auf die Schärfe keinen Einfluss, doch es ist eine Vorsichtsmassnahme damit ihr sicher seid, dass das Stativ nicht auf eine Seite umkippt.
    Landscape Photographer Roland MoserViele Stative haben in der Mitte zwischen den Stativbeinen einen Hacken um etwas dranzuhängen. Dieser Hacken ist eigentlich dafür gemacht, dass wenn man bei starkem Wind, den Kamerarucksack dranhängen kann, damit man das Stativ stabilisieren kann. Ich rate davon ab. Wenn man bei windigen Bedingungen dort etwas dranhängt, verursacht dies nach meiner Erfahrung nur noch mehr Schwingungen. Nehmt in diesem Fall den Kamerarucksack und hängt in von oben herab über die Stativbeine. So ist er fix und kann nicht hin und her schwingen und drückt gleichzeitig mit dem Gewicht das Stativ gegen den Boden.
  • Fernauslöser
    Bei dem Fernauslöser ist es nicht so wichtig was sie für einen haben. Es gibt unzählige Modelle, von Programmierbaren bis einfache Fernauslöser. Achten Sie darauf, dass sie einen Auslöse-Taste haben welche auch verriegelbar ist für wackelfreie Landschaftsfotografie EquipemntLangzeitaufnahmen über 30 Sekunden (Bulb). Der Grund das wir einen Fernauslöser wollen ist der, dass wir ja so scharfe Bilder wie nur möglich haben wollen, somit muss jedes nur so geringe Risiko einer Erschütterung der Kamera vermieden werden.Landschaftsfotograf Roland Moser-Fernauslöser Wenn wir den Auslöser an der Kamera betätigen verursachen wir Vibrationen und gerade dies möchten wir ja vermeiden. Eine alternative zum Fernauslöser wäre der Selbstauslöser, doch hat dieser auch Nachteile. Mit einem Fernauslöser können wir den genauen Zeitpunkt der Auslösung bestimmen, mit dem Selbstauslöser muss man die gewählte Verzögerung einberechnen.
  • Spiegelvorauslösung
    Die Spiegelvorauslösung sorgt dafür das der Spiegel vor der Belichtung hochklappt und die Belichtung etwas zeitverzögert ausgelöst wird. Somit vermeiden wir, dass die Erschütterung der Kamera welche durch das hochklappen des Spiegel entstehen kann, ein unscharfes Bild verursacht. Oftmals hört man, dass die Spiegelvorauslösung gerade bei Langzeitbelichtungen Sinn macht. Aus meiner Erfahrung habe ich aber gerade das Gegenteil festgestellt. Eine Spiegelvorauslösung ist gerade bei kurzen Verschlusszeiten sinnvoll. Bei einer Mittelformatkamera macht sich der Spiegelschlag recht gut bemerkbar. Bei den filigran gebauten DSLR’s macht sich aber der Spiegelschlag weit weniger bemerkbar, da es nicht so eine starke Erschütterung gibt durch das hochklappen des Spiegels. Dennoch würde ich sicherheitshalber empfehlen bei langen sowie auch bei kurzen Verschlusszeiten die Spiegelvorauslösung zu aktivieren.
  • Landschaftsfotograf Roland Moser unterwegs im AlpsteinKamera-Gurt (Schlaufe)
    Etwas das viele immer vernachlässigen ist der Kamera-Gurt. Bei vielen Kameras sehe ich diesen immer an der Kamera montiert. Ich würde diesen entfernen, wenn man mit dem Stativ arbeitet. Gerade bei langen Belichtungszeiten ist es sehr wichtig das der Kamera-Gurt entfernt worden ist, vor allem dann wenn es noch windig ist. Der Kamera-gurt flattert im Wind und verursacht Vibrationen was sich dann schlussendlich auf die Schärfe des Bildes negativ auswirkt. Falls man ihn nicht entfernen will, dann fixiert diesen mit Gummibänder, damit er nicht im Winde hin und her flattert.

    Kameragurt Blog Landschaftsfotografie

    Unbefestigter Kameragurt. Bei Wind kann der Gurt Vibrationen verursachen was sich in Unschärfe auswirkt.

Kameragurt befestigt. Der Gurt kann bei Wind nicht hin und her flattern und somit gibt es auch keine Vibrationen.

 

Fine Art Photography

Das Schweizer Online Magazin „Fotos fürs Leben“ für Fotografie hat einen Artikel verfasst über die Fine Art Photography mit einem kleinen Bericht über mich mit Interview.
Darin geht es was Fine Art Photography ist und was Fine Art für mich bedeutet, wie ich meinen Stil gefunden habe. Dazu gebe ich auch einige Tipps zur Fotografie und speziell auch zur Fine Art Photography. Im Bericht gibts auch einige Bilder von mir zu sehen.
Hier gehts zum Bericht: Fotos fürs Leben-Fine Art Photography
Landschaftsfotograf Roland Moser spricht über Fine Art Landscape Photography

Bild des Monats: Februar 2017

Winter’s Tale
Mein letzter Foto-Ausflug liegt schon etwas länger zurück und das auch verschiedenen Gründen. Da der Winter sich in diesem Jahr schon relativ früh verabschiedet hat und ich im Februar wöhrend gut zwei Wochen alleine zu unseren zwei Afghanischen Windhunde schauen musste(durfte), entschied ich mich Ende Januar die Kamera-Ausrüstung wieder einmal Nikon zu bringen um eine Inspektion durchzuführen. Nichts ist für mich nervender als wenn das Equipment im entscheidenden Moment versagt. So brachte ich sämtliche Objektive und die Hauptkamera zu Nikon. Da ich in letzter Zeit mit den Nikon Objektiven nicht mehr so ganz glücklich bin, hat mir Patrik Oberlin von Kropf Multimedia während dieser Zeit Tamron Objektive zum testen besorgen können. An dieser Stelle vielen Dank an Patrik und Kropf Multimedia! Doch da das Wetter im Februar auch nicht so stimmig war für Landschafts-Fotografie und ich sowieso ausgelastet war mit unseren Windhunden, machte ich viel Büroarbeit in dieser Zeit – natürlich neben dem Entwickeln von Bildern am PC. So gab es zwar keine neuen Bilder, doch kam ich auch endlich mal dazu, Bilder vom letzten Jahr und an den Bilder von Australien weiter zu arbeiten und fertig zu machen. Trotzdem möchte ich natürlich mein persönliches „Bild des Monats“ hier zeigen. Da der Winter jetzt dann wirklich mal vorbei ist und der Frühling schon vor der Türe steht und für uns Landschafts-Fotografen wieder viele neue Motive bereit hält, habe ich mich entschieden noch ein letztes Winter Bild zu zeigen. Zwar ist ein Bild welches ich letzten November am Etang de la Gruère gemacht habe. An jenem einzigartigen und atemberaubenden Morgen auf welchen ich so viele Jahre warten musste um meine Bildidee umzusetzen: Schnee um den See herum und auf den Tannen, dazu eine sehr schöne Spiegelung auf der glatten Wasseroberfläche und einwenig Eis am Seeufer. Das i-Tüpfelchen war dann noch diese gewaltige Stimmung die gerade zum richtigen Moment einsetzte. Nach der gewaltigen Stimmung, kam dann noch schönes goldenes Licht. An diesem Morgen hatten wir alles was das Landschaftsfotografenherz höher schlagen lässt.Landschaftsfotograf Roland Moser
Technische Details: Nikon D810, 14-24/f2.8@15mm, Iso64, f13, 1/13 Sekunde, Panorama aus 16 Einzelaufnahmen