Project Luxury & Art – Frühlings-Ausgabe 2017

Project Luxury & Art, ein Magazin der Luxus Klasse, fragte mich Anfang Jahr ob ich Interesse hätte, mich in der Frühlings-Ausgabe 2017 zu präsentieren. Es ist ein internationales Magazin welches nur in Top Locations ausgelegt wird, wie z.B. First- & Business Class Lounges, Private Jet Aviation Centers, 5 Sterne Hotels, ausgewählte Restaurants, Luxus Boutiquen etc in Europa, im arabischen Raum, USA und Asien. Habe mich natürlich auf diese Anfrage sehr gefreut! Jetzt ist es erschienen. Hier der Link zur Online-Ausgabe. Ihr findet mich auf der Seite 24/25
https://issuu.com/projectluxuryart/docs/project_luxury_art_spring2017_onlin
Die Print-Ausgabe liegt auch an der Basel-World 2017 auf.
Hier das PDF mit dem Beitrag über mich Project Luxury & Art-Spring 2017

Outback Light

Was für viele andere Landschafts-Fotografen Island, Patagonien, die Lofoten oder auch Schotland ist, ist für mich Australien. Es gibt hier noch nicht viele Bilder von Australien – und wenn man sie sieht, sind es meistens die bekannten Orte. Da es hier unter Fotografen nicht so bekannt ist – zum Glück – und viele hier in Europa keinen Bezug haben, ist es natürlich nicht gerade sehr attraktiv hier in den sozialen Medien. Dennoch ist gerade auch dies der Reiz für mich. Nun, da in letzter Zeit wieder mal die Frage herumgeht ob diese Bilder auch der Realität entsprechen und nicht in etwa in Photoshop entstanden sind hier ein kleiner Beitrag wie und wo ein Bild entsteht. Ich habe schon früher darüber mal einen Blog Artikel geschrieben.
Ein Bild entsteht nicht alleine in der Kamera. Ein Bild entsteht meiner Meinung nach vereinfacht gesagt in 3 Schritten; ich erkunde erstmal eine Location, finde einen Spot und dann wächst eine Bildidee in meinem Kopf. Diese Idee kann schnell und spontan vor Ort kommen oder auch langsam mit der Zeit entstehen. Danach erst kommt das eigentliche „Fotografieren“! Wenn das Licht und die Komposition stimmt, fange ich mit den technischen Möglichkeiten der Kamera und mit Hilfsmittel wie Polarizer, Filter usw. die Stimmung ein – ich ernte somit das Licht! Was ich da fotografiere ist kein Endprodukt! Ein Bild direkt aus der Kamera gibt es nicht! Ich fotografiere in RAW, was die meisten heute machen, zumindest in der Landschaftsfotografie, somit bedingt schon das, dass ich meine Bilder nachbearbeite. Doch das was wir als RAW in Lightroom oder Adobe Camera RAW sehen ist schon eine bearbeitete Datei – also nicht das ursprüngliche RAW. Diese Datei hat schon eine massive Bearbeitung hinter sich. Dazu kommt ein weiterer Aspekt wieso man Bilder „entwickeln“ sollte: die Kamera sieht anders als ich. Die Kamera nimmt Dinge anders wahr als ich. Also das was ich mit der Kamera fotografiere und auf den Sensor banne, sind Informationen und die müssen so perfekt wie möglich sein. Dafür ist es wichtig, dass man die Kamera beherrscht. Man kann auch heute nicht aus einem schlecht fotografierten Bild ein Meisterwerk machen!
So kommt dann im dritten Schritt für die Entstehung eines Bildes noch die „Digitale Dunkelkammer“ – die Bildbearbeitung oder wie man heute so schön auf Englisch sagt „Post Processing“ dazu. Dort entwickelt man das Bild so wie man die fotografierte Szene in diesem bestimmtenMoment gesehen und gefühlt hat. Man korrigiert Farben, Sättigung,Kontraste usw. undversucht die auch die bestmögliche Qualität aus der Datei herauszuholen – dazu verwendet man eben manchmal auch das Überblenden mehrerer Aufnahmen oder verwebdet das „Double Processing“. All dies ist kein Muss und muss nicht bei allen Bildern angewandt werden. Eigentlich macht man nichts anderes als früher zur analogen Zeit in der Dunkelkammer.
Natürlich hat man heutzutage mehr Möglichkeiten zur Verfügung um ein Bild zu bearbeiten und fast jeder hat Zugang du diesen Werkzeugen – sprich Software – somit kann man natürlich auch ein Bild in Photoshop erstellen. Das ist dann allerdings nicht mehr Fotografie im ursprünglichen Sinne – sondern vielmehr „Composing“.
Ich für mich nutze die technischen Möglichkeiten unserer Zeit aus damit ich das Bild so wiedergeben kann wie ich diesen Moment gesehen, erlebt und gefühlt habe. Um dies zu erreichen benutze ich die Technik in der Kamera und auch die digitale Bildbearbeitung. Die digitale Bildbearbeitung gehört zum fotografieren wie früher die Dunkelkammer!Outback-Light
Technische Details: Nikon D800e, 14-24mm/f2.8 Objektiv (@20mm), ISO 100, f 11, 1/60 Sekunde, Double Processing

Best of 2015 (Persönlicher Jahresrückblick)

Für mich ist es als ob es erst gerade gestern gewesen ist, als ich hier vor dem PC die „Best of 2014“ zusammenstellte. Und nun mache ich mir schon wieder Gedanken welches meine persönlichen Favoriten vom 2015 sind. Es ist schon auf eine Art beängstigend wie schnell doch die Zeit vergeht. Doch gerade dies zeigt mir wiederum wie wichtig es ist, das Leben bewusst zu leben und jeden Moment davon voll auszukosten und zu geniessen.
Auch in diesem Jahr konnte ich wieder ein paar Bildideen umsetzen, durfte viele schöne Momente draussen in der Natur verbringen und staunte des Öfteren in Ehrfurcht über die Wunder welche die Natur hervorbringt. Auch durfte ich viele neue Abenteuer erleben! Viele davon werden immer in meiner Erinnerung bleiben: sei es das Gewitter am Creux du Van, die Heimreise von den Cascades des Tuffs als wir in voller Fahrt auf einer Landstrasse im französischen Jura in einen Meterhohen Schneeberg fuhren, welcher die ganze Strasse blockierte und wir dann das Auto von Hand wieder freischaufeln mussten oder auch den Rückweg von der Stallfluh zum Altenhüsli im Solothurner Jura wo wir im Schneegestöber, dicken Nebel bei einer Sichtweite von wenigen Meter und Wind durch Kniehohe Schneeverwehungen stapften und den Weg nur erahnen konnten. Auch der anstrengende aber lustige Aufstieg von Wasserauen zum Seealpsee letzten September oder zu guter Letzt den Abstieg vom Oeschinensee nach Kandersteg wo wir auf einer steilen Skipiste bei Nacht wortwörtlich fast auf unseren Hintern runter rutschen mussten. Ein anderes schönes Erlebnis war die mehrtägige Tour mit Martin Mägli im August in den Tessiner Bergwelt, sowie die Woche im Engadin diesen Herbst mit Jacqueline Fellmann und Martin Mägli. Auch die Nacht welche wir zu viert in einer Hütte am Bachalpsee verbrachten und unsere Kleider noch Tagelang nach geräucherten Cervelats „dufteten“ gehört zu den Momenten im 2015 die ich sicher nicht so schnell vergessen werde.
Auch die Workshops welche ich in dem zu Ende gehenden Jahr mit Adrian Wirz durchführen durfte, werden unvergesslich bleiben. Ich erinnere mich noch gerne an den allerersten Workshop im 2015 vom vergangenen Januar, welcher eigentlich ein „Winter-Workshop“ sein sollte, doch die Verhältnisse waren alles andere als winterlich. Beim zweiten „Belchen-Winter-Workshop“ war es dann dafür tiefer Winter. Ja das war dann der „Überlebens-Workshop“. Die Teilnehmer mussten bei eisigen Temperaturen stundenlang draussen sein und durch Meterhohe Schneeverwehungen wandern. Dann war da noch der wunderschöne und erfolgreiche Frühlings-Workshop mit einer ausgesprochen sehr aufgestellten Gruppe. Auch gab es diesen Herbst wieder zwei „Herbst am Belchen-Workshops“ – diesmal zwar ohne die inzwischen bekannte Welle am Belchen. An dieser Stelle möchte ich auch nochmals allen Teilnehmer unserer Workshops danken. Hat mich gefreut euch kennen gelernt zu haben und dass ich Euch auf eurem fotografischen Weg ein kurzes Stück begleiten durfte.
Es war ein sehr intensives Jahr, trotzdem habe ich noch einmal weniger Bilder gemacht als im Vorjahr. Habe mich vielmehr auf die Qualität der Arbeit konzentriert – wenige Bilder gemacht, doch diese dafür versucht mit hoher Qualität herzustellen bis zu der fertigen Printausgabe. Aus diesem Grunde habe ich auch wieder viel Zeit in die Nachbearbeitung investiert und mich dort auch in diesem Jahr wieder weitergebildet. Was sich dann wieder ausbezahlt machte, als ich für andere Fotografen Gallery-Prints erstellen durfte, das heisst für Ihre Bilder das «post-production» zu machen, was auch sehr interessant ist.
Nun zu guter Letzt, möchte ich jetzt noch allen Danken die mich im vergangenen Jahr auf die eine oder andere Weise unterstützt haben. Vielen Dank auch an meine Kunden und Auftraggeber für die tolle Zusammenarbeit.
Einen besonderen Dank an alle mit denen ich letztes Jahr unterwegs sein durfte für die schönen, manchmal aber auch anstrengenden Stunden, atemberaubenden Momente die wir zusammen erleben durften, für die lustigen Augenblicke die wir teilen konnten und die Gespräche die wir miteinander führten und einfach für die Zeit zusammen – vielen Dank! Ich weiss jeden von euch zu schätzen und bin dem Leben Dankbar euch kennen zu dürfen!
Jetzt freue ich mich aufs 2016 und die vielen neuen Abenteuer!
Erster kleiner Höhepunkt im 2016 wird der Workshop Ende Januar in Deutschland sein, welche ich zusammen mit Dennis Heindrich und Adrian Wirz bei der Burg Hohenzollern durchführen werde.
Wünsche allen ein gutes und hoffentlich auch erfolgreiches 2016!
Untenstehend findet Ihr meine persönlichen Favoriten vom 2015.
Birnenbaum-King of TreesSeeland-Bern-BielerseeMorgenstund-Pano Belchen-Sunrise-Schweiz Cascade-des-Tufs-Winter Neu Falkenstein - CandylandLago di Saoseo-Wild-Light Seealpsee-Alpstein-Ruhe-&-Harmonie Tessin-Sundance Creux du Van-Days-of-Thunder Giessen-Wasserfall-Wild-Spring Baselbiet-Frühling-BluetenzauberGreat Ocean Road-Gibsons-Light Rainbow Valley-Timeless-Land Florence Falls-Dreamin-at-Florence-Falls

Termite Mounds Dawning

Als ich diese Location vor 4 Jahre entdeckte wusste ich schon, dass ich an diesen Ort zurückkehren würde um diesen erneut zu fotografieren. Genau deswegen machten wir letzten September (2013) noch den Abstecher in den Litchfield Nat’l Park. Eigentlich war dieser Abstecher nicht geplant, doch wollte ich die Gelegenheit nutzen um nochmals an diesen Ort bei den Termite Mounds zu fotografieren. So machten wir diesen knapp 350km Abstecher zu den Termite Mounds im Litchfield Nat’l Park. Obwohl dieser Ort sehr leicht zugänglich ist für Touristen, war ich an diesem Morgen wieder alleine. Keine Menschenseele! Wir campierten etwas ausserhalb des Nationalparks und ich hatte etwa eine 30 minütige Fahrt vom Camp zu den Termite Mounds. Als ich ankam war es ca. 5.30 Uhr Morgens und noch Dunkel. Ich hatte schon einwenig Respekt und auch einwenig ein mulmiges Gefühl noch bei Dunkelheit durch das zum Teil Kniehohe Gras des australischen Buschs zu meinem vorgesehenen Standort zu wandern, doch der Wille war grösser als die Angst. Also marschierte ich sehr vorsichtig mit einer starken Taschenlampe ausgestattet durch das Gras und hielt Ausschau ob sich nicht irgendwo im Gras eine Schlange befand. Es gäbe eigentlich Schlangenschutz-Gamaschen, die den Bereich zwischen Fuss und Kniegelenk schützen, in dem Bereich wo es am wahrscheinlichsten ist, von einer Schlange gebissen zu werden. Da ich diese nun nicht hatte, ging es langsam Schritt für Schritt zu meinem vorgesehenen Standort. Dort angekommen stellte ich mein Equipment auf, komponierte mein Bildausschnitt und dann genoss ich die Dämmerung inmitten des australischen Buschs. Die Feuchtigkeit war so hoch, dass zwischenzeitlich meine ganze Kamera feucht angelaufen war und sich alles Nass anfühlte. Langsam färbte sich der Himmel zart rosa und Nebelbänke zogen über das Grasland. Wieder so ein Moment wo ich einfach nur da stand und kaum glauben konnte, dass ich schon wieder so ein magisches Lichtspiel erleben darf. Mir fehlen die Worte um diesen Moment zu beschreiben und lasse somit mein Bild sprechen!
Termite Mounds-Litchfield National Park

Dinner with Skippy

Erinnert Ihr euch noch an Skippy? Ich fand diese Tiere schon immer sehr niedlich. Wie war ich dann aufgeregt als ich endlich mein erstes wild lebendes Wallaby gesehen habe. Ein fantastisches Erlebnis. Das war 2006 in Queensland. Und heute essen sie mit uns zu Abend in unserem Bush-Camp.
Wir haben unser Zelt auf einem Campground in Mataranka aufgeschlagen. Oben am Himmel fliegen Fledermäuse und „fliegende Hunde“ und um unser Zelt hüpfen ein paar Wallabies umher. Der Lärm der Fledermäuse ist Ohrenbetäubend aber zu Wissen im australischen Busch zu sein, der Duft von Eukalyptus in der Luft und die Wallabies, der unendliche Himmel geben einem das Gefühl der Freiheit und des Glücks. Am Nachmittag besuchten wir die heissen Quellen von Mataranka die inmitten eines tropischen anmutenden Regenwaldes liegen. In den Bäumen lassen sich je nach Jahreszeit tausende von Fledermäusen nieder. Zurück auf dem Campground kochte Julie in unserer „Outback-Küche“ das Abendessen während ich Jagd auf die Wallabies machte die um den ganzen Campground herum verstreut sind. Das ist natürlich ein Paradies für mich…….mein 70-200mm Zoom auf meiner Kamera montiert, versuchte ich ein perfektes Portrait eines Wallabies zu schiessen.Wallaby Gar nicht so einfach wie man vielleicht meinen könnte. Erstens ist es nicht mehr so hell, zweitens sind sie recht flink und schnell und drittens warten diese auch nicht bis ich mein Bild geschossen habe. Das bedeutet: die Iso höher stellen, VR einschalten, den Autofokus auf „Continuous“ und Serienfunktion. In der Landschaftsfotografie hat man Zeit sein Bild in aller Ruhe auf dem Stativ zu komponieren…….hier musste man schnell sein, ein Gefühl entwickeln wie sich das Tier verhält. Man muss so zu sagen „Voraussehen“ können. Ich machte mir keine grosse Hoffnung ein Super-Perfektes-Tier Portrait zu machen, doch hoffte ich auf einen Glückstreffer. Um gute Wildlife Fotos zu machen, muss man die Tiere gut kennen und auch Geduld und Zeit haben.
Das Abendessen ist fertig, der Tisch gedeckt und so geniessen wir unser „Bush-Dinner“ mit den Wallabies. Scheu sind sie gar nicht. Sie näherten sich uns bis auf ein paar Meter und hofften auf einen Happen von uns. Es war so süss wie sie sich immer näher an uns heranwagten. Ein geniales Erlebnis auf das ich nicht verzichten wollte. Outback Pur!!! Nach dem Essen und dem Abwasch versuchte ich weiterhin mein Glück, doch wurde es langsam zu dunkel um noch passable Bilder zu machen.
WallabyWallaby Wallaby

nature-moments best of 2014

….und wieder ist ein Jahr vorbei. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Wie immer am Anfang eines neuen Jahres schaut man noch einmal zurück auf das vergangene Jahr. Es war kein einfaches Jahr aus fotografischer Sicht, trotzdem konnte ich ein paar Ideen umsetzen. Einer der Höhepunkte war letztes Jahr der Trip zu den Cascade des Tufs. Ich wollte diese Location schon seit vielen Jahren aufsuchen, nun hat es endlich mal geklappt. Auch dieses Jahr steht der französische Jura wieder auf meiner Liste. Ein anderer Höhepunkt war im Oktober die mehrtägige Trip mit Landschaftsfotografen Kollege Martin Mägli in den Walliser Alpen. Auch hier konnte ich einige schöne Bilder machen. Im November konnte ich endlich nach 5 langen Jahren die Welle im Schweizer Jura (Belchen-Region) umsetzen. Diese Idee jagte ich schon seit 5 oder 6 Jahren hinterher. Auch bin ich immer noch an der Bearbeitung und Durchsichten der Bilder vom letzten Australien Besuch. Auch hier gab es einige schöne und stimmungsvolle Bilder.
Nun, untenstehend findet Ihr eine Auswahl meiner persönlichen Favoriten aus dem vergangen Jahr!

Again another year is gone by! It’s incredible how time flies by. As always at the beginning of a new year I take a look back at the past year.
One of my highlights was the trip to the French Jura visiting Cascade des Tuffs. This location has been on my wish list for so many years and finnaly past spring everything seemed to be perfect to photograph these waterfalls in the French Jura. The French Jura also made it on the „to do-list“ for this year. Another highlight was the multi-day trip to the Southern Swiss Alps in october with fellow Swiss landscape photographer Mart Mägli. Weh ad for three day really great weather conditions and so I was able to bring home some real great images. Some of them are still waiting to be processed. In November I finally could fullfill a 5 year old dream: shooting the wave in the Swiss Belchen Region (Swiss Jura Mountain). I had been chasing this idea for 5-6 years and finally this past autumn the weather situation was perfect and the fog was flowing over the lower Jura Mountains. It was such an amazing moment and I am so grateful to witness such a beautiful moment. Also, I’m still processing images from our last trip to Australia!
Below you will find a selection of my personal favorites from the past year!

20131230-_DSC4226-Woodland-Solitude20131227-_DSC4177-Weites-Emmental20131230-_DSC4328-Elegance20141018-_DSC0550-Matterhorn-DelightMatterhorn-Majestic20141114-_DSC1461-Himmel-auf-Erden20140608-_DSC5611-Sommergold20140501-_DSC4964-Cascade-des-tufs20140622-_DSC5718-Verwittert20141013-_DSC0428-Pebbles-&-Leaf20141014-_DSC0372-Herbstlicht-am-Ankenballen 20141020-_DSC0835-Lac-Bleu20141129-_DSC0586-Ein-Hauch-von-Gold20130919-_DSC1642-Lilies-of-Yellow-Water20131007-_DSC3164-Apostels-Storm-Light20131001-_DSC2845-Sunrise-Glow20130923-_DSC2083-Pebblescapes20130920-_DSC1785-Gagudju-Dreaming20130920-_DSC1856-Florence-Falls20130920-_DSC1763-Kakadu-Moonset

Faszination Uluru

Der Ayers Rock oder Uluru wie er in der Sprache der Aborigines genannt wird ist zweifelsohne eines der beliebtesten Reiseziele jedes Australien-Touristen und zudem sicher auch eines der bekanntesten Wahrzeichen des 5.Kontinents. Kaum ein Reisender der das Land Downunder besucht lässt sich den spektakulären Sonnenuntergang mit dem Farbenspiel am Uluru entgehen. Natürlich ist er auch immer ein schönes Motiv für jeden Landschaftsfotografen. Doch was macht der Reiz aus, als Landschaftsfotograf ein Motiv zu fotografieren welcher jeder andere Fotograf auch schon fotografiert hat. Ich finde, dass der Uluru auch in jedes Portfolio eines Landschaftsfotografen gehört, der schon einmal diesen Kontinent besuchte. Für mich persönlich ist es aber weitaus mehr als „ein Muss“! Ich würde mal behaupten wer das Farbenspiel am Uluru noch nie mit eigenen Augen gesehen hat, kann sich das gar nicht so recht vorstellen. Es ist aber nicht den Sonnenunter- oder Aufgang mit dem einhergehenden Farbenspiel alleine, was die Faszination ausmacht. Obwohl für den unerfahrenen Australien Besucher der Uluru das Sinnbild für das australische Outback ist, ist das Outback aber dennoch vielmehr als nur diesen roten Monolith im roten Zentrum Australiens. Aber dennoch ist der Uluru das Sinnbild des Outbacks. Für mich ist er irgendwie das spirituelle Herzen von Australien wo man die essenzielle Bedeutung von Freiheit, Mystik und Faszination spüren und fühlen kann.
Als ich das erste Mal durch das australische Outback reiste, war ich fasziniert von der roten Erde, von der Vegetation, der Landschaft, den Farben, der unendlichen Weite und des Himmels. Je näher man dem Uluru kommt umso grösser wird die Vorfreude und die Erwartung: wie wird es sein? Ist er wirklich so wie man es erwartet und von tausend von Bildern schon gesehen hat?……und plötzlich ist der langersehnte Moment gekommen, der Ayers Rock ragt in einem matt rot/orangen Farbton vor mir in den Horizont. Man meint man sei schon sehr nahe, doch man ist immer noch sehr weit von ihm entfernt. Es ist beeindruckend und es übertrifft bei weitem alle meine Erwartungen und Hoffnungen. Es ist schon ein erhebendes Gefühl wenn man nach stundenlanger Fahr durch die endlos scheinende rote Wüste plötzlich der Uluru auftaucht und in seinen Bann zieht. Je näher man dem Monolith kommt je beeindruckende wirkt er. Es ist eine Faszination die man nicht in Worten fassen kann. Es ist ein Gefühl, beinahe schon etwas spirituelles. Es ist auch Ehrfurcht und Respekt gegenüber den Aborigines und ihrem Glauben. Es ist aber auch die Vielfältigkeit: alle die verschiedenen Facetten von Farben und Licht während dem Sonnenaufgang und Untergang, einen Regenbogen über dem Uluru, die kleinen Wasserfälle bei Regen, wenn er vom Nebel umhüllt ist oder einfach die Klarheit bei blauem Himmel. Die Farben sind jedes Mal anders. Das unglaubliche Farbkaleidoskop wirkt wie von der Palette eines Alten Meisters gemalt. Wirkt er aus der Ferne betrachtet noch so glatt und kompakt, zeigt sich am Fusse des Uluru, welcher sich ca. 350 Meter über sein Umland erhebt, ein ganz anderes Bild. Er ist durchzogen von Felsspalten, man entdeckt Höhlen und sogar Wasserlöcher welche aber zum grossen Teil ausgetrocknet sind. Das alles zusammen ist für mich persönlich die Faszination Ayers Rock!Uluru

Technische Details: Nikon D800e, 27-70/f2.8 Objektiv (@35mm), ISO 160, f 11,              1/3 Sekunde, Polarizer

Pebblescapes

Kunjarra in der Abenddämmerung – stell dir vor eine Warumungu Aboriginal Frau tanzt den Munga Munga Dreaming Tanz um die geheimnisvollen Granitfelsen herum. Man ist inmitten des Outbacks, so zu sagen im Niemandsland, vereinzelnde Wolken ziehen am Himmel vorbei, die Sonne versinkt langsam hinter dem Horizont und die Landschaft ist in warm leuchtende Farben getränkt. Die Granitfelsen der Devils Pebbles, oder Kunjarra, wie Sie von den lokalen Aboriginals genannt werden, wechseln jetzt ständig ihre Farben, von leuchtend Rot und Orange zu tief dunklem Lila und schlussendlich zu Grau als die Sonne untergegangen ist. Dein Blick schweift über die endlose Weite des Outbacks und man ist nur restlos glücklich dies erleben zu dürfen. Manchmal ist es nur eine dünne Linie zwischen Traum und Realität. Eine bezaubernde Landschaft sind die Devil’s Pebbles mit ihrer seltsamen Ansammlung von Granit Felsbrocken und für jeden Künstler eine Inspiration.
Die Aborigines verehren die Devils Pebbles als die Eier der Regenbogenschlange und sind für sie eine heilige Stätte. Der Tradition der Warumungu Aboriginal nach, ist dieser Ort den Frauen des Stammes vorenthalten und Männer dürfen ihn nur in Begleitung aufsuchen. Ach ja, ich war in Begleitung dort!
Auch dient Kunjarra als Versammlungsort sowie eben auch als Ort für Zeremonien und Tänze.
Die Schönheit dieser Landschaft lässt sich nicht in Worte fassen und als Fotograf kann man sich einfach vor Ort inspirieren lassen.
Das Bild entstand bei tiefstehender Sonne kurz vor Sonnenuntergang an einem Spätseptembertag. Durch meine mehrmalige Besuche, Morgens sowie Abends, sowie das nochmalige Erkunden wusste ich bereits was für ein Bild ich haben wollte und so stellte ich, als die Sonne sich dem Horizont näherte, die Kamera auf, beobachtete das Licht wie es die Farben der „Pebbles“ änderte und die Stimmung immer intensiver wurde. Auch die Wolken blieben mir bis kurz vor Sonnenuntergang erhalten und somit konnte ich wieder mal ein Wunschbild umsetzen!20130923-_DSC2083-Pebblescapes

Technische Details: Nikon D800e, 14-24 Objektiv (@14mm), ISO 200, f 13, 1/125 Sekunde

 

Daly Waters

Schon mal was von Daly Waters gehört? Ich denke jeder der sich schon einmal mit Australien befasst hat, kennt diesen kleinen Ort im Outback. Oder sollte ich besser sagen, kennt das Pub im Outback. Mitten im nirgendwo ist eine kleine Siedlung mit ca. 20 Einwohner. Doch dieser kleine Ort ist auf vielen australischen Karten verzeichnet. Daly Waters liegt gut 600 Kilometer südlich von Darwin und einige Kilometer westlich des Stuart Highways in weitgehend unbesiedeltem Gebiet. Im Outback, eben! Im Laufe der Zeit wurde Daly Waters vorallem durch das Pub weltweit bekannt. Neben diesem Pub ist Daly Waters gerade noch für seinen „Stuart’s Tree“ berühmt, in welchen John McDouall Stuart 1862 auf seiner erfolgreichen Durchquerung des Kontinents von Süd nach Nord einen „S“ in die Rinde schnitzte. Daly Waters verdankt seinen Namen an den natürlichen Quellen welche John McDoull 1862 hier fand und benannte diese nach dem damaligen Gouverneur von South Australia Sir Dominick Daly.
Frisches Wasser war für die Viehtreiber lebenswichtig und Daly Waters war das letzte Wasserloch vor der gefährlichen Murranji Stock Route. Als die Durak Brüder ihre ganze Herde von Queensland an die australische Westküste trieb, war Daly Waters ein bekannter Rastplatz. Das Vieh konnte sich ausruhen und die Männer stillten ihren Durst.
Diese Tradition änderte sich bis heute nicht – doch heute sind es Reisende und Touristen die hier einen Halt machen um ihre Fahrzeuge aufzutanken und sich eine Pause gönnen auf der Fahrt von Darwin nach Alice Springs.
Vor dem zweiten Weltkrieg war Daly Waters der Standort der ersten Internationalen Landebahn in Australien und die Fluggesellschaft Qantas tankte hier ihre Flugzeuge bei Zwischenstopps auf. In dieser Zeit wurde auch der Daly Waters Pub eröffnet, der die Flugpassagiere der Qantas versorgte.
Während dem zweiten Weltkrieg spielte Daly Waters eine bedeutende Rolle zum Schutz der australischen Nordküste. Die australische und amerikanische Luftwaffe waren hier mit Mitchell Bombers, Kitty Hawks und einem Jagdgeschwader stationiert.
Nach dem zweiten Weltkrieg war das Pub dann für viele Jahre geschlossen bis es Anfang der 1970er Jahre wieder eröffnet wurde. Seit der „Wiedereröffnung“ Anfang der 70 er Jahre wurde das urige Pub ein richtiger Touristenmagnet. Doch was macht dieses Pub so einzigartig: Daly Waters Pub lebt und erzählt über seine Vergangenheit. Es ist ein Stück Outback aus vergangener Zeit und doch schreibt es tagtäglich wieder eine neue Geschichte. Überall an den Wänden und Decken hängen Souvenirs und Andenken, Geschäftskarten und Banknoten aus der ganzen Welt. Sogar zurückgelassene BH’s schmücken die Wänden und zeugen von der lebendigen Geschichte dieses Pub‘s inmitten des australischen Outbacks.
Wir übernachteten eine Nacht auf dem Campground von Daly Waters, welcher gerade auf der gegenüberliegender Strassenseite des Pub’s war. Sicher nicht einer der schönsten Campgrounds in Australien, doch für eine Nacht allemal gut genug. Während unseres Aufenthalts spielte am Abend sogar eine Band im Daly Waters Pub. So speziell wie das Pub ist, so „Schräg“ war auch diese Band, welche an diesem Abend spielte. Noch nie hatte ich so eine spezielle Bühnenshow gesehen kombiniert mit hochkarätiger Musik. Die Musiker mischten sich unters Publikum und „spazierten“ im ganzen Lokal hin und her. Doch irgendwie passte die Gruppe zu diesem Pub – auf jeden Fall blieb uns dieser Abend in sehr guter Erinnerung und noch heute bin ich von dieser Band beeindruckt. Aus fotografischer Sicht ist dort natürlich das Daly Waters Pub im Mittelpunkt – und das war es auch, was ich hier hauptsächlich fotografieren wollte.20130922-_DSC1998-Daly-Waters-Pub-220130923-_DSC2016-Daly-Waters-Sunrise  20130922-_DSC1981-Daly-Waters Daly Waters Pub Daly Waters Pub

Ghost Gum

Normalerweise ist ja das harte Licht um die Mittagszeit nicht gerade das idealste für uns Fotografen. Doch hier bei diesem Motiv fand ich das harte Licht und der wolkenlose Himmel geradezu perfekt. Der blaue Himmel ist ein perfekter Kontrast zum Weiss des Ghost Gum’s.

Wir waren unterwegs in den East McDonnell Ranges. Auf dem Weg zur Trephina Gorge begegnet man diesem Ghost Gum. Der Ghost Gum ist ein Eukalyptus Baum und trägt diesen Namen wegen seiner gespenstischen kalkweissen Farbe der Rinde. . Diese weissen Bäume in Verbindung mit der roten Farbe der Erde und dem blauen Himmel machte dieses Sujet zu beliebten und attraktiven Fotomotive. Dieser „Ghost Gum“ hier soll angeblich 300 Jahre alt sein und ist mit 33 Meter Höhe der grösste bekannte Ghost Gum in den East McDonnell Ranges. Ein Wunderwerk der Natur.Giant Ghost Gum
Bei diesem Platz hatte es noch ein anderer fotogener Ghost Gum, meiner Meinung nach fotogener als die eigentlich Attraktion. So machte ich eine Serie von Aufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven und verschiedene Kompositionen beider Bäume.
Zur technischen Seite der Aufnahme: da die Rinde sehr hell ist, besteht die Gefahr, dass man Zeichnung verliert, mit anderen Worten die Lichter ausfressen. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr der Unterbelichtung. Je nach Situation kann das eine oder andere eintreffen. Am besten überprüft man die Aufnahme am Monitor und schaut sich das Histogramm an.Ghost Gum II#3-2065