Hornseeli

Die Gegend zwischen Grindelwald und Rosenlaui ist für mich eine der schönsten Berglandschaften in den Berner Alpen. Ich besuchte diese Gegend in den letzten Jahren verschiedene Male. Schon länger auf meiner Wunschliste war dieser kleine Bergsee nicht weit von der Grossen Scheidegg. Doch ich hatte genaue Vorstellungen wie ich diesen Bergsee fotografieren wollte. Meine Vorstellungen waren folgende: eine herbstlich angehauchte Landschaft mit tiefem Sonnenstand oder dann natürlich auch das Dämmerungslicht, Spiegelung vom Wetterhorn während es schön leuchtet im letzten oder ersten Tageslicht, Schneebedecktes Wetterhorn und klares Licht. Natürlich musste es auch Windstill sein um eine glatte schöne Oberfläche des Sees zu erhalten, damit die Spiegelung absolut perfekt ist.
An diesem Tag letzten September schien alles zusammen zu spielen. Ich hätte mir noch etwas mehr Schnee gewünscht auf dem Wetterhorn, aber dies war nach so einem warmen Spätsommer und wenig Niederschlag nicht zu erwarten gewesen – aber der Rest war für mich perfekt. So machte ich mich an diesem wunderbaren Frühherbst Nachmittag mit dem Auto auf den Weg nach Grindelwald. Danach ging es noch mit dem Postauto auf die Grosse Scheidegg. Von dort ging es dann weiter auf Schusters Sohlen, zuerst noch Flach und leicht abwärts Richtung Scheidegg Oberläger. Es war ein warmer Frühherbst Nachmittag und das Gewicht von Fotoausrüstung mit Zelt, Schlafsack, Matte und Proviant für 2 Tage machte sich schon etwas bemerkbar. Spätestens beim steilen Aufstieg die letzten gut 30 Minuten spürte ich das Gewicht in meinen Beinen. Oben angekommen erwartete mich eine schöne Hochebene mit der schönsten Herbstvegetation und mitten drinnen eingebettet lag dieses idyllische kleine Bergseelein. Einfach nur wunderbar. Beim Aufstieg war ich zwar froh um den mässigen Wind der blies und mich etwas abkühlte, doch oben angekommen wünschte ich mir, der Wind würde schnellstmöglich aufhören. Von einer schönen Spiegelung war nichts zu sehen. Dennoch ich blieb positiv-denkend, ging es bis Sonnenuntergang noch ca. gute 3-4 Stunden. Nachdem ich die Gegend etwas auskundschaftete und mir ein paar Standorte merkte für mögliche Kompositionen stellte ich mir etwas abseits vom See mein Nachtlager auf. Nach einer kurzen Verstärkung wanderte ich dann hinunter zum See und installierte die Kamera für die ersten paar Bildideen. Ab jetzt heisst es warten und warten und nochmals warten bis sich das Licht passte…doch zwischendurch gab es immer schon ein paar Aufnahmen und ein paar Standort-Änderungen. Die besten Bilder mit den besten Kompositionen suche ich mir dann immer erst zu Hause aus. Doch es ist jetzt nicht so, dass ich nur ständig aus den Auslöser drücke – nein, ich weiss was ich will und löse erst aus, wenn es mir in der entsprechenden Lichtsituation und Komposition gefällt. Dennoch finde ich es immer von Vorteil, wenn man verschiedene Kompositionen versucht in verschiedenen Lichtsituationen. Das Licht an diesem Abend war so wie ich es mir gewünscht und vorgestellt habe. Das Alpenglühen war sogar noch intensiver als ich es mir erträumt habe.
Danach ging es zurück zum Nachtlager, doch bevor ich mir das Abendessen auf meinem Gaskocher kochte, machte ich noch ein paar Aufnahmen mit dem Zelt.                        Doch danach wärmte ich mir endlich eine Pasta-Gemüse Suppe auf meinem Gaskocher. Es war inzwischen schon recht kühl geworden und ich freute mich auf die warme Suppe die mich hoffentlich etwas aufwärmen würde. Doch daraus wurde nichts. Ich hatte gerade zwei Löffel von der feinen Suppe als mir die Tasse aus der linken Hand rutschte und zu Boden fiel. Die Suppe war natürlich überall verteilt und so wurde nichts mehr mit einer warmen Mahlzeit an diesem Abend. Der Fuchs welcher dann ein paar Stunden später um mein Zelt streunte liess mir danke sagen für die leicht verdiente Nahrung. An anderen morgen weckte mich der Wecker schon sehr früh aus meinem Schlaf und ich schlüpfte aus dem warmen Schlafsack, schaute aus dem Zelt und dann ging raus in den eisigen Morgen. Es hatte Bodenfrost, doch das machte es natürlich noch interessanter zum Fotografieren. Doch freute ich mich bereits jetzt schon auf die ersten wärmenden Sonnenstrahlen. Doch bis dahin ging es noch ein paar Stunden. Zuerst einmal gab es einen warmen Kaffee und etwas Kleines zu essen. Danach ging es runter zum See zum Fotografieren. Auch an diesem Morgen war es wieder «Postkartenperfekt» – nicht immer wünsche ich mir diesen wolkenlosen Himmel, doch gerade eben für dieses Motiv wünschte ich mir es jetzt einmal. So war auch dieser Morgen wieder sehr erfolgreich. Als die ersten Sonnenstrahlen mich erwärmten und das schöne Morgenlicht vorbei war, machte ich es mir für ein paar Minuten beim Frühstück noch etwas gemütlich bevor ich das Zelt dann abbaute und mich langsam auf den Rückweg zur Grossen Scheidegg machte. Es war ein erlebnisreicher und einmal mehr wieder ein wunderschönes Erlebnis in den Bergen. Ich war zwar das erste Mal an diesem Bergsee aber sicher nicht das letzte Mal. Doch das nächste Mal wünsche ich mir etwas Dramatik.
Kurz vor Mittag erreichte ich mein Auto in Grindelwald und danach ging es direkt nach Interlaken wo ich mit Jaime Dormer, einem befreundeten Fotografen aus Australien abmachte. Am Abend fotografierten wir dann noch zusammen an der Lütschine.
Als ich ein paar Wochen später die RAW Dateien betrachten wollten, dachte ich habe diese auf den Rechner geladen, habe ich diese nicht mehr gefunden. Auch ein Suchen und wiederherstellen der Speicherkarten brachte nichts, so habe ich die Bilder von diesem Abend an der Lütschine irgendwo «verloren».
Technische Details: Nikon D810, 24-70mm/f2.8 Objektiv (@27mm), ISO 64, f 11, 1/3 Sekunde, ND Grad Filter 0.6 Hard

Bild des Monats: Februar 2017

Winter’s Tale
Mein letzter Foto-Ausflug liegt schon etwas länger zurück und das auch verschiedenen Gründen. Da der Winter sich in diesem Jahr schon relativ früh verabschiedet hat und ich im Februar wöhrend gut zwei Wochen alleine zu unseren zwei Afghanischen Windhunde schauen musste(durfte), entschied ich mich Ende Januar die Kamera-Ausrüstung wieder einmal Nikon zu bringen um eine Inspektion durchzuführen. Nichts ist für mich nervender als wenn das Equipment im entscheidenden Moment versagt. So brachte ich sämtliche Objektive und die Hauptkamera zu Nikon. Da ich in letzter Zeit mit den Nikon Objektiven nicht mehr so ganz glücklich bin, hat mir Patrik Oberlin von Kropf Multimedia während dieser Zeit Tamron Objektive zum testen besorgen können. An dieser Stelle vielen Dank an Patrik und Kropf Multimedia! Doch da das Wetter im Februar auch nicht so stimmig war für Landschafts-Fotografie und ich sowieso ausgelastet war mit unseren Windhunden, machte ich viel Büroarbeit in dieser Zeit – natürlich neben dem Entwickeln von Bildern am PC. So gab es zwar keine neuen Bilder, doch kam ich auch endlich mal dazu, Bilder vom letzten Jahr und an den Bilder von Australien weiter zu arbeiten und fertig zu machen. Trotzdem möchte ich natürlich mein persönliches „Bild des Monats“ hier zeigen. Da der Winter jetzt dann wirklich mal vorbei ist und der Frühling schon vor der Türe steht und für uns Landschafts-Fotografen wieder viele neue Motive bereit hält, habe ich mich entschieden noch ein letztes Winter Bild zu zeigen. Zwar ist ein Bild welches ich letzten November am Etang de la Gruère gemacht habe. An jenem einzigartigen und atemberaubenden Morgen auf welchen ich so viele Jahre warten musste um meine Bildidee umzusetzen: Schnee um den See herum und auf den Tannen, dazu eine sehr schöne Spiegelung auf der glatten Wasseroberfläche und einwenig Eis am Seeufer. Das i-Tüpfelchen war dann noch diese gewaltige Stimmung die gerade zum richtigen Moment einsetzte. Nach der gewaltigen Stimmung, kam dann noch schönes goldenes Licht. An diesem Morgen hatten wir alles was das Landschaftsfotografenherz höher schlagen lässt.Landschaftsfotograf Roland Moser
Technische Details: Nikon D810, 14-24/f2.8@15mm, Iso64, f13, 1/13 Sekunde, Panorama aus 16 Einzelaufnahmen

Dreaming at Derborence

Letztes Jahr war ich zweimal am Lac Derborence. Bei meinem ersten Besuch Mitte Oktober waren die Lärchen noch nicht ganz so weitdoch Wettermäßig versprach es einiges. Doch leider passte an diesem Tag nicht viel zusammen. So entschied ich mich später im Herbst nochmals zu gehen. Anfang November war ich dann erneut an diesem See. Diesmal war ich aber ein paar Tage zu spätdennoch fand ich es nicht so schlecht. Da es nicht ganz so war wie erhofft, suchte ich nach alternativ-Kompositionen. Wenn etwas nicht so ist wie erhofft, kann man entweder den Kopf hängen lassen oder nach alternative suchen. Ich entschied mich für das zweite. Da es eine klare Nacht war, war es entsprechend auch kalt. Doch es war eine unheimliche Ruhe, was mich inspirierte etwas Ruhiges und Verträumtes zu machen. Die Wasseroberfläche war spiegelglatt, so suchte ich nach einem entsprechenden Platz wo ich die Spiegelung mit der Morgenstimmung festhalten konnte. Ich wurde schon nach relativ kurzer Zeit fündig. Nach ein paar Kompositionskorrekturen hatte ich dann dieses Bild hier auf dem Sensor. Kurze Zeit später drückte Nebel in das Tal hinein, was dann wieder eine andere Lichtstimmung ergab. Es war ein Tag, der sehr abwechslungsreich war und das Licht änderte ständig. Am Abend zogen dann dünne Schleierwolken auf, was dann eine komplett andere Lichtstimmung als am Morgen ergab. Es gab viele Bilder an diesem Tag, doch am Schluss blieben nur 4 Bilder übrig die das Auswahlverfahren überlebten. Doch mein Favorit von diesem Tag, ist das Bild welches ich am ersten machte an diesem Morgen am Lac de Derborence, aber erst zuletzt bearbeitete. Lange schaute ich mir dieses Bild immer wieder an und etwas schien mich immer zu stören, bis ich dann das Bild auf ein quadratisches Format zuschnitt – „das ist es“ sagte ich für mich. Für mich zeigt dieses Bild wie es für mich in diesem Moment am frühen Morgen letzten Oktober am Lac de Derborence war: Ruhig und verträumt mit schönen Pastelfarben.
Technische Details: Nikon D810, 14-24/f2.8@14mm, Iso64, f13, 20 Sekunde

Colors of Dawn

Wie oft bin ich wohl schon am Ufer dieses Moorsees im Schweizer Jura gestanden? Unzählige Male! Müssen in den letzten Jahren sicher über 50 Besuche gewesen sein. Manchmal verbrachte ich viele Stunden dort und andere Male ging ich nur kurz vorbei und verliess den Ort nach wenigen Minuten schon wieder, da schon die Rahmenbedingungen für mein gewünschtes Bild nicht vorhanden waren. Das kann ich natürlich nur machen, da diese Oase nicht weit von meinem Wohnort weg ist. Dieser See ist bloss 45 Autominuten entfernt und oft kann ich es mit etwas Anderem verbinden.
Seit gut 10 Jahren wünschte ich mir diesen See im Winter mit Schnee, aber noch ohne Eis anzutreffen. Dies ist sehr schwer vorzufinden, da der See meistens zufriert bevor der erste Schnee fällt. Doch an diesem Morgen Mitte November sollte es endlich passen. Am Tag vorher begann es zu schneien und da die Wochen zuvor viel zu warm waren, war die Hoffnung sehr gross, dass es endlich passen würde. So war es auch. Zumindest zum Teil. Am Ufer war der See teilweise schon mit einer dünnen Eisschicht bedeckt, doch das fand ich noch interessant. Jetzt musst nur noch das Licht stimmen. Auch das sollte laut Wetterbericht heute Morgen passen, doch als ich an diesem Morgen so in den Himmel blickte, hatte ich nicht allzu viel Hoffnung. Doch wie man aus Erfahrung weiss, kann sich das schnell ändern.
Es hatte an diesem Morgen ungewohnt viele Fotografen am Etang de la Gruère. Es hatten scheinbar alle die gleicht Idee und Hoffnung wie ich! Ich war mit Thomas Hugi gekommen, ebenfalls ein Fotograf aus der Region. Auch er kennt der See wie kaum ein anderer – und auch er weiss wie schwer es ist diese Verhältnisse anzutreffen.
Auch Adrian Wirz, meinen langjährigeren Fotografenkollegen und Workshop-Partner, traf ich am See an, neben unzähligen anderen Fotografen.
Langsam begann es zu dämmern und trotz den unzähligen Fotografen war es ruhig und man spürte die Stimmung und die Magie von diesem Ort.
Ich suchte nach einer für mich passende Komposition, stellte die Kamera auf und dann begann wieder das warten und das Hoffen. Es ging scheinbar jedem gleich. Die Erwartungen waren hoch an diesem Morgen, doch irgendwie schob sich eine Hochnebeldecke vor die Sonne. Das Licht blieb aus. Es ist schon nach 8 Uhr und die Sonne sollte jeden Moment aufgehen, doch keine Lücke in der nebelartigen Wolkendecke zu finden.
Die Hoffnung schwindet, doch ich bin ein geduldiger Mensch. Auch aus Erfahrung weiss ich, dass man nie zu Früh resignieren sollte. Inzwischen standen wir sicher schon gute 90 Minuten in der Kälte an diesem See und es zeichnete sich immer noch keine interessante Stimmung ab. Doch ich warte weiter. Es braucht ja nur eine kleine Lücke wo das Sonnenlicht durchdringen kann. Ich hätte eigentlich wärmenden Kaffee in meiner Thermosflasche, doch an diesen dachte ich in diesem Moment nicht. Voll angespannt und trotzdem ruhig und gelassen beobachtete ich das Licht.
Doch plötzlich erkannte ich einen schwachen rötlichen Schimmer am Himmel! Kommt da noch mehr Farbe? Reicht es noch für ein klein mehr? Ich betätige das erste Mal den Auslöser. Ja und plötzlich öffnete sich am Horizont ein Fenster und die Wolkendecke leuchtete in den schönsten Farben. Geduld und Ausdauer zahlten sich wieder einmal aus. Ich glaube, keiner von uns Fotografen glaubte an diesem Morgen noch daran, dass es so gewaltig werden könnte, obwohl sicher jeder die Hoffnung bis zuletzt nicht ganz aufgegeben hat. Es war ein dramatischer und fantastischer Morgen an diesem kleinen See im Jura. Die Natur hat unsere Geduld strapaziert, doch uns alle schlussendlich mit einer atemberaubenden Stimmung belohnt. Es sind genau diese Momente, welche unbezahlbar sind.
Technische Details: Nikon D810, 14-24mm/f2.8 Objektiv (@15mm), ISO 64, f13, 1/13 sec, Nd Grad Filter 0.6

Best of 2016

Immer Anfang Jahr lasse ich das vergangene Jahr fotografisch Revue passieren indem ich mir Gedanken mache über meine Bilder, welches für mich die 12 besten Bilder des vergangenen Jahres sind. Somit beschäftigt man sich noch einmal mit seinen Bildern – und die Auswahl ist immer schwer. Man muss sich wirklich auf eine kleine Auswahl Bilder beschränken und wirklich die besten auswählen. Natürlich ist das meine persönliche Auswahl. Dieses Jahr fand ich es besonders schwer, sind doch viele Bilder welche ich dieses Jahr gemacht habe, immer noch nicht fertig, das heisst immer noch als Raw-Datei auf meinem Rechner.
Vielen Dank an alle Fotografen die mit mir im vergangenen Jahr unterwegs waren. Besonders an meinen langjährigen Fotografen Kollegen Adrian Wirz. Die Woche in den Dolomiten war sicher einer der Höhepunkte im vergangenen Jahr. Vielen Dank an alle Workshop-Teilnehmer und an diejenigen welche bei mir einen Bildbearbeitungskurs besucht waren.
Jetzt wünsche ich allen ein gutes und hoffentlich auch erfolgreiches 2017!
Untenstehend findet Ihr meine persönlichen Favoriten vom 2016. (Es fehlen die Bilder von Australien! Diese werden später mal hier gezeigt als separates Best of…)

Landschaftsfotografie und Nahrung Unterwegs

Wenn man als Landschaftsfotograf über Nacht oder auch mehrere Tage unterwegs ist, steht man oft vor der Frage was muss ich alles mitnehmen! Was ist unbedingt nötig und auf was kann ich bei diesem Trip verzichten. Und bevor man dann abfährt geht man in Gedanken noch einmal durch, ob man tatsächlich alles eingepackt hat, denn nichts ist schlimmer als wenn man vor Ort ist und es wäre eigentlich alles perfekt, doch man stellt fest, dass man etwas Wichtiges vergessen hat. Das wichtigste ist natürlich die Fotoausrüstung, Outdoorbekleidung für jede Witterung (je nach Jahreszeit), Zelt, Schlafsack, Isoliermatte, Werkzeug, Apotheke und natürlich genügen zu trinken und zu essen. Nicht dass man mit der Fotoausrüstung, Kleider, Zelt usw. nicht schon genug dabei hat, ebenso wichtig und auch ziemlich viel Platz beansprucht die Nahrung und Wasser. Deshalb spart man öfters bei der Nahrung und aus diesem Grund nimmt man Esswaren mit, die wenig Platz brauchen und man nicht viel Zeit für die Zubereitung verliert. Denn man ist schliesslich nicht zum Essen diese Strapazen auf sich genommen, sondern um zu fotografieren. Aus diesem Grund, packe ich öfters «Müsli-Riegel»! Es gibt sie ja in allen verschiedenen Geschmacksrichtungen, Riegel mit Äpfel, Orangen, Bananen, Schokolade, Honig, usw.…..natürlich kann man diese Riegel bald schon einmal nicht mehr sehen. Diese Riegel eignen sich gerade wenn man für einen Tag unterwegs ist, doch auch schon für das brauche ich etwas mehr. Da packe ich dann noch Obst in den Rucksack, Landjäger oder Cervelat mit einem Stück Brot eignen sich auch hervorragend. Auch Studentenfutter ist ideal für Unterwegs. Öfters habe ich auch einen Gaskocher mit, damit ich mir am frühen Morgen einen frischen Kaffee machen kann oder am Abend auch etwas Warmes kochen kann. Dann braucht man allerdings schon ziemlich viel Platz und hat einiges an Mehrgewicht: doch bin ich dann schon froh, wenn ich abends noch etwas Warmes essen kann. Je nachdem wie und wo ich unterwegs bin, gibt es nur was Kleines aus dem Beutel oder man kocht sich etwas Grösseres. Wenn wir in Australien unterwegs sind, dann haben wir einen kleinen Kühlschrank mit im Off-Roader und wir kochen uns jeden Abend etwas. Wir grillierten im Outback auch schon mal ein feines Steak, doch meistens gibt’s Teigwaren an einer Sauce, Baked Beans aus der Büchse oder Hamburger. Morgens essen wir dann Toastbrot mit Spiegeleier und Speck.

Nicht immer hat man einen so gewaltigen Anblick beim Frühstück.

Nicht immer hat man einen so gewaltigen Anblick beim Frühstück.

Doch bin ich hier in der Schweiz unterwegs, gibt es natürlich einfachere Mahlzeiten. Letzthin am Lauenensee machten wir abends nach dem Fotografieren ein Feuer und machten einen Cervelat über dem Feuer.

Cervelat bräteln am Lauenensee

Cervelat bräteln am Lauenensee

Sich unterwegs gesund zu ernähren ist nicht gerade immer so einfach, deshalb versuche ich zumindest immer ein paar Früchte dabei zu haben. Letztes Jahr in den Tessiner Bergen hatten wir Teigwaren und Tomatensauce hochgeschleppt, doch mussten wir bedauerlicherweise am Abend als wir die Teigwaren kochen wollten feststellen, dass wir eine falsche Gaskartusche mithatten. So gab es anstelle von Teigwaren nur wieder «Müsli-Riegel». Es macht aber auch immer wieder Spass abends nach dem fotografieren draussen vor dem Zelt noch was zu essen und die Natur zu geniessen – dies gehört genauso dazu, wie das Fotografieren. Auch die Abenteur und Erlebnisse drumherum gehören dazu, wie die Gewitter die an uns vorbeizogen an der Nacht am Lauenensee und dann diese bombastische Lichtstimmung am anderen Morgen. Auch wenn sich nicht das erhoffte Licht ergab, es war eine einmalig schöne Lichtstimmung. Eine Stunde später gerieten wir dann in einen heftigen Regenguss. Zum Glük waren wir aber dann schon im Auto auf dem Weg nach Hause. Innerhalb weniger Minuten waren die Strassen „überflutet“.Sturmlicht
Technische Details: Nikon D810, 24-70/f2.8 Objektiv (@36mm), ISO 64, f 11, 1/5 Sekunde, ND Grad Filter 0.6 soft, Polarizer

Wild at Saoseo

Als Landschaftsfotograf jagt man so zu sagen das spezielle Licht. Doch nicht immer trifft man das gewünschte Licht an. Man erhofft es zwar immer, doch man weiss auch aus Erfahrung, dass es dazu auch viel Glück, viele Versuche und somit auch Geduld braucht. Doch immer wieder einmal passt einfach alles zusammen. Entweder will man für ein Motiv, dramatisches Licht oder man möchte Harmonie und Ruhe übermitteln. Es gibt eigentlich kein schlechtes Licht, nur das falsche Motiv zum falschen Zeitpunkt. An diesem Abend hätte es nicht besser kommen können. Eigentlich hätte ich gehofft, dass der See noch nicht oder nicht mehr gefroren wäre, doch es hatte immer noch eine Eisschicht von der Kälte der vergangenen Tagen. Gewünscht hätte ich mir eine schöne Spiegelung. Doch, mit dieser Stimmung, die sich dann an diesem Abend ergab, war ich mehr als nur bloss zufrieden. Dass ist das Licht, dass man erhofft vorzufinden. Dramatische Wolken, dramatisches Licht mit diesen Farben und gleichzeitig an einem wunderschönen Bergsee zu sein. Ein paar Stunden vorher, war es eigentlich ein schöner Herbsttag mit ein paar Wolken am Himmel. Doch dann zog eine grosses Wolkenband über das ganze Gebiet und es schien als ob es Abends kein spannendes Licht mehr geben würde, denn das Wolkenband versprach nichts gutes, da es sehr kompakt und dicht aussah. Doch irgendwie musste gerade zur richtigen Zeit, die Sonne irgendwo eine Lücke gefunden haben und beleuchtete die Wolken und wir konnten während einer langen Ewigkeit dieses fantastische Licht und Farbenspiel erleben. In solchen Momenten fühlt man sich einfach nur Überglücklich und man fühlt eine enorme Dankbarkeit. So ein Moment der bleibt einem ein Leben lang – das erlebte kann einem niemanden mehr nehmen, egal was das Leben morgen bringen mag. Das sind Momente die vergisst man nie mehr. Ich würde leugnen, wenn ich sagen würde, ich habe es ja gewusst, dass wir an diesem Abend eine solche Stimmung erleben würden, aber ich habe auch gewusst, dass es sein könnte, dass wir so ein atemberaubendes Schauspiel erleben können. Bei solchen Wetterlagen kann das Wetter oder das Licht auf beide Seiten kippen – an diesem Abend hatten wir alle eben das nötige Glück, weil wir geduldig waren, die Hoffnung nicht aufgaben und eben auch dort ausgeharrt haben!Wild-at-Saoseo
Technische Details: Nikon D810, 24-70mm/f2.8 @44mm, Iso64, f11, 0.4Sekunden, ND Grad Filter 0.6 (Hard), Double Processing für Dynamikumfang

In Between Dances

Es ist jetzt schon eine Weile her seit ich meinen letzten Blog-Post geschrieben habe.
Es war aber auch eine Menge los und so hatte ich keine Zeit hier einen neuen Beitrag zu schreiben. Im Oktober war ich eine Woche im Engadin unterwegs. Was für eine traumhafte Woche. Es schneite zwar zuerst als wir Mitte Oktober im Engadin ankamen. Doch die Lärchen waren perfekt. Die ersten drei Tage im Engadin waren von Schnee und Nebel geprägt, aber dann zeigte sich der Herbst nochmals von seiner besten Seite.
Ein paar Bildideen konnte ich umsetzen und ein paar neue habe ich mit nach Hause genommen. Zurück vom Engadin hatte ich dann leider keine Zeit die gemachten Bilder zu entwickeln. Die Vorberitungen für den bevorstehenden ersten Foto-Event am Belchen Mitte November stand bevor. Es gab noch einiges zu organisieren und meine Bildpräsentation musste ich auch noch machen. Nun, letztes Wochenende, am Samstag 14.November 2015 fand der erste Belchen Foto-Event statt. Es war ein voller Erfolg. Jetzt habe ich endlich wieder mal Zeit ein paar Bilder zu entwickeln und auch wieder einmal einen Blog-Beitrag zu schreiben.
Mein neustes Bild heisst „In Between Dances“ fotografiert diesen Oktober am Stazersee bei St.Moritz. Ein Morgen wo einfach alles zusammenpasst. Schnee und goldene Lärchen sind immer ein schönes Motiv. Hat man dazu dann noch so eine Traumhafte Spiegelung und das schöne Morgenlicht, darf man Dankbar sein dies erlebend zu dürfen.
In Between Dances

Nikon D810, 24-70/f2.8 @44mm, Iso64, f11, 1/160sec, Pano aus 12 Einzelaufnahmen

 

Hapiness & Gratidude (Die Geschichte hinter dem Bild)

Könnt Ihr Euch erinnern wann Ihr das letzte Mal restlos Glücklich gewesen seid? Ich meine ein wirkliches Glücksgefühl hattet und einfach nur Dankbar wart für diesen einen Moment.
Viele Menschen streben heute nach Ruhm, Anerkennung und Geld und meinen Sie könnten darin auch das Glück finden. Andere wiederum sind so damit beschäftigt, dass wahre Glück in Ihrem Leben zu finden, dass Sie erst gar nicht bemerken, dass das Glück eigentlich schon lange bei Ihnen ist.
Wir alle haben die Wahl wie wir unser Leben, gestalten und leben wollen. Wir können entweder unser Leben voll auskosten und ich meine hier nicht die materiellen Werte, sondern beziehe mich auf das eigene ich und meine Umgebung. Die Zufriedenheit im Leben kommt davon, wenn man ein Leben lebt, das dir selber Freude macht.
Den meisten Menschen wird es so gehen wie mir: jeder hat etwas das ihm/ihr noch fehlt, Dinge die wir gerne noch haben oder erreichen möchten, aber bis wir dies evt. einmal haben und unser sogenanntes Ziel erreichen, sollten wir unser Leben dennoch mit grösster Freude leben und dankbar sein für das was wir haben, denn wir wissen nie was uns morgen noch erwartet.
Das ist ein Grund unter vielen anderen wieso ich immer wieder in die Natur fotografieren gehe, inmitten der Nacht mich auf den Weg mache für irgendwo den Sonnenaufgang zu sehen, die frische Luft zu atmen, den Himmel, die Wolken und die Sterne über mir zu beobachten, den frischen Wind auf meinem Gesicht zu spüren, den Geräuschen in der freien Wildnis zu lauschen – das sind Momente wo ich einfach nur Zufrieden bin mit mir und der Welt. In solchen Momenten wenn ich draussen in der freien Natur bin, bin ich einfach nur unendlich Dankbar für das Leben, und bin auch Dankbar die Fähigkeit zu besitzen sich an kleinen Sachen im Leben zu erfreuen, da für mich gerade diese kleinen Sachen die wertvollsten im Leben sind. Kann man dann so einen Moment noch mit einem Menschen teilen, der genau gleich veranlagt und gleich „tickt“ wie du selber ist es noch wertvoller.
So ein Glücksgefühl hatte ich erst gerade kürzlich wieder als ich vor gut einer Woche mit Adrian Wirz und Jacqueline Fellmann im Alpstein unterwegs war.
Es ist schon weit nach Mitternacht und wir sind da alleine an diesem wunderschönen Bergsee, am Himmel funkeln Millionen von Sternen, die Milchstrasse ist von blossem Auge erkennbar, ab und zu schwirren wieder Wolken Schwaden vorbei und bedenken mal weniger und mal mehr den Nachthimmel, es ist Still und Ruhig und das Leben scheint in diesem Moment einfach nur perfekt zu sein. Wir sitzen da, sinnieren über das Leben, geniessen den Moment, fotografieren, reden und schweigen wieder – aber auch wenn wir nicht reden, man spürt das Gegenüber, fühlt sich einfach wohl und irgendwie wird einem Bewusst wie klein und nichtig wir sind. Das sind Momente die vergisst man nie mehr. Gemeinsam so einen Moment zu erleben, ist als Mensch und als Fotograf unbeschreiblich. Das ist für mich wahres Glück. Diesen Moment kann mir niemand mehr nehmen. Auch wenn das Leben es morgen vielleicht vorübergehend mit mir wieder etwas weniger gut meint, solche Momente geben mir Kraft mir auch an weniger guten Tagen ein Lächeln auf mein Gesicht zu zaubern.
Was ich damit auch sagen will, ist, dass das Glück nicht nur der Regenbogen oder der umwerfend schöne Sonnenaufgang ist, sondern auch die Geschichte dahinter. Das dann noch in einem Bild zu vereinen ist die grosse Kunst eines Fotografen.Gratidude                 Technische Details: Nikon D810, 14-24/f2.8 Objektiv (@20mm), ISO 100, f 13, 1/3 Sekunde

nature-moments best of 2014

….und wieder ist ein Jahr vorbei. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Wie immer am Anfang eines neuen Jahres schaut man noch einmal zurück auf das vergangene Jahr. Es war kein einfaches Jahr aus fotografischer Sicht, trotzdem konnte ich ein paar Ideen umsetzen. Einer der Höhepunkte war letztes Jahr der Trip zu den Cascade des Tufs. Ich wollte diese Location schon seit vielen Jahren aufsuchen, nun hat es endlich mal geklappt. Auch dieses Jahr steht der französische Jura wieder auf meiner Liste. Ein anderer Höhepunkt war im Oktober die mehrtägige Trip mit Landschaftsfotografen Kollege Martin Mägli in den Walliser Alpen. Auch hier konnte ich einige schöne Bilder machen. Im November konnte ich endlich nach 5 langen Jahren die Welle im Schweizer Jura (Belchen-Region) umsetzen. Diese Idee jagte ich schon seit 5 oder 6 Jahren hinterher. Auch bin ich immer noch an der Bearbeitung und Durchsichten der Bilder vom letzten Australien Besuch. Auch hier gab es einige schöne und stimmungsvolle Bilder.
Nun, untenstehend findet Ihr eine Auswahl meiner persönlichen Favoriten aus dem vergangen Jahr!

Again another year is gone by! It’s incredible how time flies by. As always at the beginning of a new year I take a look back at the past year.
One of my highlights was the trip to the French Jura visiting Cascade des Tuffs. This location has been on my wish list for so many years and finnaly past spring everything seemed to be perfect to photograph these waterfalls in the French Jura. The French Jura also made it on the „to do-list“ for this year. Another highlight was the multi-day trip to the Southern Swiss Alps in october with fellow Swiss landscape photographer Mart Mägli. Weh ad for three day really great weather conditions and so I was able to bring home some real great images. Some of them are still waiting to be processed. In November I finally could fullfill a 5 year old dream: shooting the wave in the Swiss Belchen Region (Swiss Jura Mountain). I had been chasing this idea for 5-6 years and finally this past autumn the weather situation was perfect and the fog was flowing over the lower Jura Mountains. It was such an amazing moment and I am so grateful to witness such a beautiful moment. Also, I’m still processing images from our last trip to Australia!
Below you will find a selection of my personal favorites from the past year!

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