Schärfere Bilder machen

Ich denke für die meisten Anfänger in der Fotografie ist eine der grössten Herausforderungen ein Scharfe Bild zu machen. Viele machen sich darüber Anfangs auch noch keine Gedanken, doch wenn man mit der Zeit immer wie besser wird, fällt einem dann einmal auf, dass viele Bilder nicht so Scharf sind wie sie sein könnten.
Ich habe hier einmal ein paar Tipps zusammengestellt wie Sie zu schärferen Bilder kommen.

  • Blog Landschaftsfotograf Roland MoserStativ
    Etwas vom wichtigsten für absolut scharfe Bilder in der Landschaftsfotografie ist das Stativ. Viele fotografieren ohne Stativ, oder sind zu bequem es mitzunehmen. Ich kann nicht genug betonen wie wichtig ein Stativ ist. Nicht nur damit man schärfere Bilder macht, sondern man macht sich auch mehr Gedanken über die Komposition. Wenn mich Workshop-Teilnehmer fragen, wie oft ich das Stativ brauche, dann antworte ich «in 99.99% der Fälle fotografiere ich mit Stativ». Es ist egal ob ich am Tag bei strahlendem Sonnschein, in der Dämmerung oder in der Nacht fotografiere. Die Kamera ist immer auf dem Stativ!
    Dabei ist es auch wichtig, dass man ein stabiles Stativ hat. Ein gutes und solides Stativ steht fest und hat sicher auch viel weniger Schwingungen als ein billiges Stativ.
    Dann ist es natürlich auch wichtig wo und wie man ein Stativ stellt. Steht das Stativ fest und stabil auf dem Boden? Beachten Sie wo sie die Stativ-Beine platzieren. Vermeiden Sie das Stativ am Rand eines rutschigen Felsens oder einer anderen instabilen Oberfläche welche sich während der Belichtung bewegen könnte zu platzieren. Falls Sie in einem Moorgebiet sind und der Boden weich ist, versuchen Sie das Stativ fest in den Boden zu drücken bis es stillsteht. Ich weiss es ist manchmal mühsam, bis das Stativ perfekt und stabil steht, vor allem dann, wenn man noch in einem Fluss fotografiert oder auch auf Schnee. Doch es ist sich die Mühe wert, das Stativ stabil aufzustellen.
    Beachtet bitte auch, dass das Stativ geradesteht und nicht auf eine Seite kippt. Das hat zwar, wenn es stabil steht, auf die Schärfe keinen Einfluss, doch es ist eine Vorsichtsmassnahme damit ihr sicher seid, dass das Stativ nicht auf eine Seite umkippt.
    Landscape Photographer Roland MoserViele Stative haben in der Mitte zwischen den Stativbeinen einen Hacken um etwas dranzuhängen. Dieser Hacken ist eigentlich dafür gemacht, dass wenn man bei starkem Wind, den Kamerarucksack dranhängen kann, damit man das Stativ stabilisieren kann. Ich rate davon ab. Wenn man bei windigen Bedingungen dort etwas dranhängt, verursacht dies nach meiner Erfahrung nur noch mehr Schwingungen. Nehmt in diesem Fall den Kamerarucksack und hängt in von oben herab über die Stativbeine. So ist er fix und kann nicht hin und her schwingen und drückt gleichzeitig mit dem Gewicht das Stativ gegen den Boden.
  • Fernauslöser
    Bei dem Fernauslöser ist es nicht so wichtig was sie für einen haben. Es gibt unzählige Modelle, von Programmierbaren bis einfache Fernauslöser. Achten Sie darauf, dass sie einen Auslöse-Taste haben welche auch verriegelbar ist für wackelfreie Landschaftsfotografie EquipemntLangzeitaufnahmen über 30 Sekunden (Bulb). Der Grund das wir einen Fernauslöser wollen ist der, dass wir ja so scharfe Bilder wie nur möglich haben wollen, somit muss jedes nur so geringe Risiko einer Erschütterung der Kamera vermieden werden.Landschaftsfotograf Roland Moser-Fernauslöser Wenn wir den Auslöser an der Kamera betätigen verursachen wir Vibrationen und gerade dies möchten wir ja vermeiden. Eine alternative zum Fernauslöser wäre der Selbstauslöser, doch hat dieser auch Nachteile. Mit einem Fernauslöser können wir den genauen Zeitpunkt der Auslösung bestimmen, mit dem Selbstauslöser muss man die gewählte Verzögerung einberechnen.
  • Spiegelvorauslösung
    Die Spiegelvorauslösung sorgt dafür das der Spiegel vor der Belichtung hochklappt und die Belichtung etwas zeitverzögert ausgelöst wird. Somit vermeiden wir, dass die Erschütterung der Kamera welche durch das hochklappen des Spiegel entstehen kann, ein unscharfes Bild verursacht. Oftmals hört man, dass die Spiegelvorauslösung gerade bei Langzeitbelichtungen Sinn macht. Aus meiner Erfahrung habe ich aber gerade das Gegenteil festgestellt. Eine Spiegelvorauslösung ist gerade bei kurzen Verschlusszeiten sinnvoll. Bei einer Mittelformatkamera macht sich der Spiegelschlag recht gut bemerkbar. Bei den filigran gebauten DSLR’s macht sich aber der Spiegelschlag weit weniger bemerkbar, da es nicht so eine starke Erschütterung gibt durch das hochklappen des Spiegels. Dennoch würde ich sicherheitshalber empfehlen bei langen sowie auch bei kurzen Verschlusszeiten die Spiegelvorauslösung zu aktivieren.
  • Landschaftsfotograf Roland Moser unterwegs im AlpsteinKamera-Gurt (Schlaufe)
    Etwas das viele immer vernachlässigen ist der Kamera-Gurt. Bei vielen Kameras sehe ich diesen immer an der Kamera montiert. Ich würde diesen entfernen, wenn man mit dem Stativ arbeitet. Gerade bei langen Belichtungszeiten ist es sehr wichtig das der Kamera-Gurt entfernt worden ist, vor allem dann wenn es noch windig ist. Der Kamera-gurt flattert im Wind und verursacht Vibrationen was sich dann schlussendlich auf die Schärfe des Bildes negativ auswirkt. Falls man ihn nicht entfernen will, dann fixiert diesen mit Gummibänder, damit er nicht im Winde hin und her flattert.

    Kameragurt Blog Landschaftsfotografie

    Unbefestigter Kameragurt. Bei Wind kann der Gurt Vibrationen verursachen was sich in Unschärfe auswirkt.

Kameragurt befestigt. Der Gurt kann bei Wind nicht hin und her flattern und somit gibt es auch keine Vibrationen.

 

„…..wenn der schlimmste Fall eintrifft!“

Der nördliche Teil vom Northern Territory nennen die Australier auch Top End. Für mich eine faszinierende Landschaft mit einer ebenso faszinierenden Tierwelt. Im Norden Australiens sind auch die befürchteten Salzwasser- Krokodile zu Hause. Ich habe ja schon einige Blog Beiträge über diese faszinierende Tiere verfasst, deshalb möchte ich diesmal auf das Thema Sicherheit näher eingehen und was machen sollte, wenn der schlimmste Fall doch eintrifft! Ich habe mich durch meine zahlreiche Besuche in dieser Gegend mit dem Thema Salzwasser-Krokodile auseinander gesetzt. Ich würde dies übrigens jedem Besucher empfehlen. Man sollte nicht übertrieben Angst haben, doch sich dessen Bewusst sein, dass man in ihrem Gebiet ist und dass sie alles jagen was in ihr Territorium eindringt. Wichtig, man sollte jedes Warnschild befolgen!!! “BE Crockwise” ist etwas, dass man sich einprägen sollte, wenn man im Top End unterwegs ist.
Untenstehend findet Ihr eine Liste von Verhaltensregeln und wie man reagieren sollte wenn der schlimmste Fall doch eintrifft. Doch nun schon mal vornweg: meistens sind die Menschen selber Schuld wenn sie Opfer wSaltwater Croc erden eines Krokodil-Angriffs!!!

  • Krokodile können in jedem Gewässer sein. Einziger sicherer Ort ist der Swimming-Pool vom Hotel oder Campingplatz!
  • Krokodile greifen an
  • Krokodile sind gefährlich. Krokodil-Angriffe können ernsthafte Verletzungen verursachen oder tödlich sein!
  • Es gibt über 100‘000 Krokodile im Top End
  • Beachte alle Krokodil-Warn-Schilder. Sie sind da zu Ihrer Sicherheit und Ihrem Schutz!
  • Provozieren, belästigen oder stören sie NIEMALS Krokodile. Auch die kleinen Krokodile nicht!
  • NIEMALS Beine oder Arme über das Boot oder einen Steg baumeln oder hängen lassen
  • Mindestens 5 Meter vom Wasser entfernt stehen während dem Fischen
  • NIEMALS Krokodile füttern. Es ist illegal und GEFÄHRLICH!
  • Niemals am Ufer eines Gewässers Nahrungsmittel zubereiten, Fische reinigen, Geschirr spülen oder andere Sachen machen. Und den Blick immer aufs Wasser gerichtet wenn man sich in der Nähe eines Gewässers aufhält!
  • Campieren sie mindestens immer 2 Meter über dem Höchstwasserstand und mindestens 50 Meter vom Wasser entfernt. Campieren sie nur dort wo es ausdrücklich erlaubt ist
  • Niemals in die Nähe von Krokodil-Fallen gehen
  • Sich fern halten wenn man am Ufer oder Strand Krokodil Spuren entdeckt. Krokodile können sich immer noch in der Nähe aufhalten
  • Niemals näher als 10 Meter mit einem Boot an ein Krokodil herangehen. Es ist auch illegal!
  • Niemals Essensabfälle und Reste liegen lassen. Auch immer überprüfen ob nicht irgendwo in der Nähe solches herumliegt.
  • Noch vorsichtiger sollte man in der Nacht oder während der Brutzeit von September bis April sein
  • Sich nicht immer wieder zum gleichen Platz begeben. Krokodile beobachten und merken sich diese Stellen und lauern dann auf ihre potenzielle Beute!Saltwater Crocodile 2

Doch was macht man wenn der schlimmste Fall eintreffen sollte. Hier einige Tipps von Krokodil Experten. Einige dieser Tipps hat schon einigen das Leben gerettet.

  • Wenn man von einem Krokodil angegriffen wird, ist wichtig, dass man immer versucht sich zu wehren. Einen Gegen-Angriff zu machen! Obwohl das normale Verhalten der Krokodile bei einem Angriff ist, dass sie zubeissen und erst wieder loslassen wenn die Beute in zwei ist, kann es durchaus vorkommen, vorallem wenn sie Jungtiere oder ihr Territorium verteidigen, nur schnell stark zubeissen und dann sofort wieder loslassen. Ist dies der Fall, dann versuchen sie so schnell wie nur möglich zu flüchten.
    Bei Raubzügen oder manchmal auch in Verteidigung beissen sie zu und lassen nicht wieder los. Sie werden versuchen das Opfer oder die Beute in Wasser zu schleppen oder unters Wasser zu ziehen. Krokodile können viel länger unter Wasser sein als Menschen, so ist der einzige Weg sich aus dieser Situation zu befreien indem man das Krokodil attackiert. Nur kämpfen und sich frei zu reissen ist nicht sehr effektiv und eigentlich sinnlos – im Gegenteil es zwingt das Tier dazu unter Wasser zu tauchen und die berüchtigte „Todesrolle“ anzuwenden und der Körperteil welcher das Krokodil im Mund hat wird sehr wahrscheinlich abgerissen. Ein gezielter, vorsätzlicher Angriff auf das Tier ist demnach die bessere Option!
  • Greife die Augen an. Die Augen sind der empfindlichste und der verletzlichste Teil eines Krokodils. Versuche mit der Faust aufs Auge zu schlagen oder mit irgendeinem Gegenstand den du kriegen kannst, z.B. ein Messer, einem Ast oder Ruder, in den Augen zu stochern. Auch nur die Hände oder die Finger können eine sehr effektive Waffe sein.
  • Attackiere die Nasenlöcher oder die Ohren. Diese sind zwar nicht so sensibel wie die Augen. Ein harter Schlag oder ein Schnitt auf einem dieser Bereiche, kann dazu führen, dass das Tier einem loslässt und man dann versuchen kann dem Krokodil zu entkommen! Es gab schon Menschen welche sich dadurch befreien konnten, wenn andere Menschen mit einem Stock oder einer Stange auf die Schnauze des Krokodiles eingeschlagen haben.
  • Greifen sie den Gaumen des Krokodils an! Krokodile habe eine Art „Gaumenventil“, eine Art von Gewebeklappe hinter der Zunge, welche vermeidet, dass Wasser in ihre Kehle fliessen kann wenn unter Wasser der Mund geöffnet ist und somit verhindert, dass sie ertrinken. Wenn jetzt also ihr Arm oder ihre Beine im Mund eines Krokodils stecken, versuchen sie dieses Ventil nach unten zu drücken um es zu öffnen. Das Wasser wird dann in die Kehle fliessen und das Tier wird sie wahrscheinlich gehen lassen. Harte Schläge auf diesen Bereich, können ebenfalls dazu führen, dass das Krokodil sie loslässt!
  • Wenn sie einem Krokodil an Land begegnen, dass heisst wenn sie es sehen, lassen sie das Krokodil wissen, dass sie es sehen indem sie es anstarren – natürlich aus sicherer Entfernung. Wenn sie ein Krokodil auf sie zukommen sehen, ist es wahrscheinlich, dass sie entkommen können. Doch viel gefährlicher und wahrscheinlicher ist es, dass sie das angreifende Krokodil nicht sehen – und sie sind Beute bevor sie überhaupt reagieren konnten. Krokodile greifen an, wenn sie es am wenigsten erwarten!Saltwater Crocodile

 

 

 

 

 

 

 

Lightroom Tipps & Tricks 1

Lightroom11.) Lightroom ist eigentlisch schon übersichtlich gestaltet, doch sind die einzelnen Funktionsgruppen in den ausblendaren Panels ausgeklappt, führt dies zu überlangen Panels und man muss scrollen. ABHILFE: Man aktiviert den Solo-Modus indem man mit der Maus einen rechtsklick auf eine freie Fläche im Panel macht und Solomodus aktivieren wählt. somit klappt immer nur eine Funktionsgruppe aus, während sich die bisher aktive automatisch wieder eingerollt wird

2.) Wie ihr sicher auch schon festgestellt habt, wirken Fotos auf unterschiedlichen Hintergrundfarben anders. Betrachtet man ein Bild zum Beispiel auf einem dunklen Hintergrund, wirken die Farben viel kräftiger. Betrachtet man ein Bild dagegen auf einem weissen Hintergrund, verstärken sich die Kontraste. Am besten nimmt man ein mittleres Grau für die Bildbearbeitung – will man es in Lightroom doch mal ändern, zum Beispiel weil man wissen will, wie ein Bild auf diesem Hintergrund wirkt, dann geht man entweder in Voreinstellungen oder man macht einen rechten Mausklick auf den Hintergrund und wählt die entsprechende Farbe aus.Lightroom-2

3.) Sehr kritische Parameter sind die Detaileinstellungen und man sollte mit der Rauschunterdrücken und der Bildschärfe vorsichtig umgehen.. Hält man die „Alt-Taste“ gedrückt während man an einem der Regler dreht, sieht man die Auswirkung in einem Graustufenbild. So erkennt man sehr gut auf welche Bildbereiche sich die Schärfe, der Radius oder die Maskierung auswirkt.Lightroom-3