Landschaftsfotografie und Nahrung Unterwegs

Wenn man als Landschaftsfotograf über Nacht oder auch mehrere Tage unterwegs ist, steht man oft vor der Frage was muss ich alles mitnehmen! Was ist unbedingt nötig und auf was kann ich bei diesem Trip verzichten. Und bevor man dann abfährt geht man in Gedanken noch einmal durch, ob man tatsächlich alles eingepackt hat, denn nichts ist schlimmer als wenn man vor Ort ist und es wäre eigentlich alles perfekt, doch man stellt fest, dass man etwas Wichtiges vergessen hat. Das wichtigste ist natürlich die Fotoausrüstung, Outdoorbekleidung für jede Witterung (je nach Jahreszeit), Zelt, Schlafsack, Isoliermatte, Werkzeug, Apotheke und natürlich genügen zu trinken und zu essen. Nicht dass man mit der Fotoausrüstung, Kleider, Zelt usw. nicht schon genug dabei hat, ebenso wichtig und auch ziemlich viel Platz beansprucht die Nahrung und Wasser. Deshalb spart man öfters bei der Nahrung und aus diesem Grund nimmt man Esswaren mit, die wenig Platz brauchen und man nicht viel Zeit für die Zubereitung verliert. Denn man ist schliesslich nicht zum Essen diese Strapazen auf sich genommen, sondern um zu fotografieren. Aus diesem Grund, packe ich öfters «Müsli-Riegel»! Es gibt sie ja in allen verschiedenen Geschmacksrichtungen, Riegel mit Äpfel, Orangen, Bananen, Schokolade, Honig, usw.…..natürlich kann man diese Riegel bald schon einmal nicht mehr sehen. Diese Riegel eignen sich gerade wenn man für einen Tag unterwegs ist, doch auch schon für das brauche ich etwas mehr. Da packe ich dann noch Obst in den Rucksack, Landjäger oder Cervelat mit einem Stück Brot eignen sich auch hervorragend. Auch Studentenfutter ist ideal für Unterwegs. Öfters habe ich auch einen Gaskocher mit, damit ich mir am frühen Morgen einen frischen Kaffee machen kann oder am Abend auch etwas Warmes kochen kann. Dann braucht man allerdings schon ziemlich viel Platz und hat einiges an Mehrgewicht: doch bin ich dann schon froh, wenn ich abends noch etwas Warmes essen kann. Je nachdem wie und wo ich unterwegs bin, gibt es nur was Kleines aus dem Beutel oder man kocht sich etwas Grösseres. Wenn wir in Australien unterwegs sind, dann haben wir einen kleinen Kühlschrank mit im Off-Roader und wir kochen uns jeden Abend etwas. Wir grillierten im Outback auch schon mal ein feines Steak, doch meistens gibt’s Teigwaren an einer Sauce, Baked Beans aus der Büchse oder Hamburger. Morgens essen wir dann Toastbrot mit Spiegeleier und Speck.

Nicht immer hat man einen so gewaltigen Anblick beim Frühstück.

Nicht immer hat man einen so gewaltigen Anblick beim Frühstück.

Doch bin ich hier in der Schweiz unterwegs, gibt es natürlich einfachere Mahlzeiten. Letzthin am Lauenensee machten wir abends nach dem Fotografieren ein Feuer und machten einen Cervelat über dem Feuer.

Cervelat bräteln am Lauenensee

Cervelat bräteln am Lauenensee

Sich unterwegs gesund zu ernähren ist nicht gerade immer so einfach, deshalb versuche ich zumindest immer ein paar Früchte dabei zu haben. Letztes Jahr in den Tessiner Bergen hatten wir Teigwaren und Tomatensauce hochgeschleppt, doch mussten wir bedauerlicherweise am Abend als wir die Teigwaren kochen wollten feststellen, dass wir eine falsche Gaskartusche mithatten. So gab es anstelle von Teigwaren nur wieder «Müsli-Riegel». Es macht aber auch immer wieder Spass abends nach dem fotografieren draussen vor dem Zelt noch was zu essen und die Natur zu geniessen – dies gehört genauso dazu, wie das Fotografieren. Auch die Abenteur und Erlebnisse drumherum gehören dazu, wie die Gewitter die an uns vorbeizogen an der Nacht am Lauenensee und dann diese bombastische Lichtstimmung am anderen Morgen. Auch wenn sich nicht das erhoffte Licht ergab, es war eine einmalig schöne Lichtstimmung. Eine Stunde später gerieten wir dann in einen heftigen Regenguss. Zum Glük waren wir aber dann schon im Auto auf dem Weg nach Hause. Innerhalb weniger Minuten waren die Strassen „überflutet“.Sturmlicht
Technische Details: Nikon D810, 24-70/f2.8 Objektiv (@36mm), ISO 64, f 11, 1/5 Sekunde, ND Grad Filter 0.6 soft, Polarizer

Unterwegs im Bärlauchwald

Der Frühling hat auch aus Landschafts-fotografischer Sicht einiges zu bieten. Da werden zum Teil auch Regionen attraktiv welche für den Rest des Jahres dann wieder weniger fotogen sind; das sind die blühenden Obstbäume, die Wiesen mit den Frühlingsblumen, Rapsfelder und das frische, saftige Frühlingsgrün. Besonders reizvoll nach einem Regenguss oder während es regnet. Und dann wäre da noch der Bärlauch. Wir haben hier einige schöne Bärlauchwälder. Vor zwei Wochen besuchte ich einer der wohl bekanntesten „Bärlauchwälder“ im Mittelland: den Sihlwald. Das Wetter war gerade perfekt dazu. Es regnete die Tage zuvor wie aus Kübeln und auch an diesem Tag war Regen angesagt. Als ich dann von Mettmenstetten Richtung Rifferswil, Kappel am Albis nach Sihlbrugg fuhr, begann es zu regnen und es war dicker Nebel. Es schien alles perfekt aufzugehen. Doch leider war dann die Stimmung im Sihlwald selber nicht mehr so neblig, dennoch war es ideales Wetter für mein Vorhaben. Der Zeitpunkt war auch perfekt. Der Bärlauchblüte war auf dem Höhenpunkt – in den höheren Regionen des Sihlwalds blühten aber erst vereinzelte. Regen, bewölkter Himmel und etwas Sonnenschein wechselten sich immer wieder ab doch gegen den Abend fing es dann wieder an in Strömen zu regnen. Ich mag es im Frühling im Wald unterwegs zu sein – am besten während es regnet oder nach einem Regenguss. Erst recht wenn der Bärlauch gerade am blühen ist. Da wird dann nicht nur das frische Frühlingsgrün intensiver und der Kontrast von den weissen Bärlauchblüten zu den verschiedenen Grüntönen wird noch hervorgehoben, nein auch der Bärlauchduft ist so nach einem Regenguss viel intensiver. Wo wir jetzt beim Nachteil der Bärlauchfotografie wären. Von den Gummistiefeln, welche ich meistens träge wenn ich im Wald unterwegs bin, aufwärts riecht man sehr intensiv nach Knoblauch. Wenn man dann noch eine tiefe Perspektive für sein Bild wählt, kommt man dem Bärlauch nochmals näher und man kriegt eine extra Portion Knoblauchduft in die Nase. Nicht jedermanns Sache. Auch Tage danach riecht die Fotoausrüstung noch danach – doch das alles entschädigt wenn man dann die fertigen Bilder am PC betrachten kann. So ein Wald voller Bärlauch erinnert mich irgendwie auch immer wieder an einen Märchenwald.Baerlauchwald-Sihlwald
Technische Details: Nikon D810, 24-70mm/f2.8 Objektiv (@29mm), ISO 125, f 11,           1 Sekunde, Polarizer

Landschaftsfotografie Workshop Winter am Belchen

Nachdem die ersten beiden Belchen-Herbst-Fotoworkshops ein voller Erfolg für alle Beteiligten waren, haben wir uns entschlossen in diesem Jahr am 13.12 (Ausweichdatum: 10.1.15) noch einen Winter Fotoworkshop in der Schweizer Belchenregion durchzuführen. Details sind auf dem PDF beschrieben:Workshop December 201420141114-_DSC1466-720px20141114-_DSC1461-720pxBelchen-Baselland-SchweizBelchen-Ruchen-Baselland