…..über Pleiten, Pech und Pannen

Sicher jedem Fotograf sind schon Missgeschicke und Pannen passiert……….ich habe schon Bilder ruiniert da ich in der Hektik vergessen habe, die Iso zurückzustellen. Auch hatte ich schon mal meine ganzen Speicherkarten zu Hause liegen lassen und war schon unterwegs mit einem fast leeren Akku und als dann die Stimmung und das Licht perfekt war, war auch mein Akku leer. Doch diese Sachen sind ärgerlich, doch schlussendlich ist nichts kaputt ausser vielleicht die eigenen Nerven. Doch ich habe auch ein sehr hoher Verbrauch an Fernauslöser. Irgendwie werden diese bei mir nie alt. Erst kürzlich habe ich meinen dritten neuen Fernauslöser in 4 Jahren gekauft. Der vorletzte ging baden und der letzte fiel am Schluss von selber auseinander. Ich habe bis heute noch keinen Auslöser gefunden welcher meinen Einsatzbedingungen über längere Zeit stand hält. Die Sonnenblende ist ein weiterer Artikel den ich gerne in grösseren Mengen kaufe, da ich sie öfters verliere, liegen lasse oder in einem See versenke. Letzten Winter war ich früh morgens am Etang de la Gruère fotografieren. Ein perfekter morgen. Die Landschaft war tief verschneit, der See war zum Teil zugefroren und es war ein klarer frostiger Morgen. Ich war eigentlich schon auf dem Rückweg zum Auto als ich noch das eine Foto machen wollte. Ich musste dafür aber einige Meter übers Eis laufen. Ich fixierte die Kamera auf meinem Stativ und nahm es auf die Schulter…….und plötzlich rutschte ich auf dem Eis aus. Mein einziger Gedanke war die Kamera mit Stativ hoch in die Luft zu halten, damit diese nicht zuerst auf dem Eis aufschlagen. Ich drehte mich irgendwie noch um, so dass ich auf dem Rücken landete und die Kamera schützen konnte. Glück gehabt! Die Kamera und auch das Stativ nahmen keinen Schaden, doch mein Rücken hatte nicht so Freude daran.
Doch die Hitparade meiner Pannen führt seit neustem das Ereignis auf der Belchenfluh an. Irgendwann musste es ja mal soweit kommen. Es war ein phänomenaler Oktobermorgen. Einziger Wehrmutstropfen war, dass die Nebelobergrenze sehr Tief lag. Doch das Morgenrot entschädigte mich dafür mehr als genug. Da der Nebel sehr Tief lag entschied ich mich nicht ganz hinauf zu gehen, sondern zu einer Stelle etwas unterhalb, welche mir Adrian zuvor mal  zeigte. Dieser markante Felsen eignet sich sehr gut als Vordergrund. Doch ist dieser Platz nicht ganz einfach um ein Bild zu komponieren, da viele Bäume mit Ästen und Zweige ins Bild kommen. An diesem Morgen stellte ich mein Stativ auf dem Grat auf. Keine ideale Stelle um ein Stativ sicher aufzustellen. Doch dachte ich sollte es halten. Ich komponierte mein Bild und anschliessend nahm ich die Einstellung vor. Um die Helligkeitsunterschiede auszugleichen und um die Himmel korrekt zu belichten entschied ich mich für einen Grauverlaufsfilter. Nun, machte ich eine Probeaufnahme um das Bild danach zu prüfen und Änderungen vorzunehmen. Da die Zweige welche von rechts ins Bild ragten als störend empfand, versuchte ich diese etwas zur Seite zu rücken, was aber nicht so einfach war, da ich selber auf dem Grat stand und das Gleichgewicht halten musste. Irgendwie berührte ich das nicht hundertprozentig standsichere Stativ welches sofort zur Seite kippte und mit dem Filterhalten auf dem Felsen aufschlug. Glück im Unglück. Die Kamera hätte auch so gut 100 Meter in die Tiefe fallen können. Der Filter sowie auch der Adapterring waren zerbrochen. Auch die Filterhalterung hat Schaden genommen. Objektiv und Kamera bleibe dafür zum Glück verschont. Doch die Stimmung und das Morgenrot erreichten ihren Höhenpunkt. Ich kümmerte mich momentan noch nicht um den Schaden, wollte ich doch das Licht und die Farben am Himmel noch für ein Bild nutzen. Schnell komponierte ich mein Bild neu und da ich keine Filter mehr nutzen konnte machte ich eine Belichtungsreihe um den Dynamikumfang zu kontrollieren. Erst als ich dann mein Bild auf dem Sensor hatte, realisierte ich  welches Glück ich hatte.Belchenfluh
Technische Details: Nikon D700, 16-35 Objektiv (@16mm), ISO 400, f 8, 0.5Sek, 1/50 Sek, 1/13 Sek, 3 single exposure manually blended in photoshop & 1 exposure double processed